Nach fast eineinhalb Jahren reinem Debian-Nutzens habe ich auf meinem Laptop nun zum ersten Mal Ubuntu installiert. Debian regt mich in mancher Hinsicht einfach auf – man hat die Wahl zwischen einem System, das zwar sehr sicher und stabil läuft, aber dafür teilweise Software hat, die zwei Jahre Alt ist, und sich mit recht stable nennen kann, einem System, das neuere Software hat, in dem sich sogar manchmal um Sicherheitsupgrades gekümmert wird, aber dessen Upgrades bisweilen auch mühsam geschriebene Konfigurationsdateien, die mit dem Upgrade eigentlich nichts zu tun haben sollten, ohne Nachfrage überschrieben werden, und sich testing nennt, oder einem System, das nicht umsonst unstable heißt…
Ideologisch finde ich Debian sehr gut, und auch die Konfiguration der Dinge, die funktionieren, geht sehr locker und schränkt einen kaum ein. Nur sobald man zu Dingen kommt, die noch nicht so gut funktionieren, zieht man bei Debian – zumindest meiner Erfahrung nach – oft den Kürzeren.
Aber lassen wir das. Nun, Ubuntu basiert auf Debian, und ich habe noch nie über längere Zeit damit gearbeitet – Anfangs hatte ich SuSE, danach stieg ich quasi sofort auf Debian um. Unter eingefleischten Linux-Freaks scheint Ubuntu ja nicht besonders beliebt zu sein, ich vermute inzwischen auch zu verstehen, warum, zumindest einige Aspekte, aber ich muss ganz ehrlich sagen: Wo Debian regelmäßig abstürzt, und mir den letzten Nerv rauben kann – Grafikkartenkonfiguration, Wireless Lan, Framebuffer, Sound – konfiguriert sich Ubuntu spielend leicht selbst – naja, was heißt selbst… Ich musste an einigen Stellen nachhelfen, für einen Dau ist das also wohl nichts, aber ich fand es angenehm, mich nicht um alles kümmern zu müssen, was eigentlich schon tausende Leute vor mir gemacht haben…
Aber um Ubuntu soll es garnicht gehen. Ich benutze “Kubuntu” mit KDE 4… Ich habe schon viel gutes über KDE 4 gehört… Nunja, ich kann bisher nichts davon bestätigen. Ich habe es bisher nicht hingebracht, auf meine untere Bildschirmleiste irgendwelche allgemeinen Programmstarter für Programme, die ich häufig benutze, zu platzieren, noch scheint es einen richtigen Desktop-Ordner zu geben. Naja, nach einem Tag rumexperimentieren ohne großes Interesse (ich hatte andere Sachen zu tun) kann ich freilich noch nicht sagen, dass KDE 4 unbedingt schlecht ist. Möglicherweise ist nicht die richtige Version installiert, oder es fehlen Pakete. Andererseits kenne ich KDE 3.x als sehr übersichtliches System, in dem man eigentlich schnell alles findet, was man sucht. Und das kann ich bisher nicht bestätigen.
Man wird sehen. Sicher lässt sich das alles hinbiegen.
Verfasst von dasuxullebt 