Pflanzen

Tue, 30 Sep 2008 21:50:20 +0000

Hui, gleich zwei gute Nachrichten in zwei Tagen, die mich hoffen lassen, dass die Menschheit vielleicht doch noch nicht so sehr verblöded ist, wie ich dachte. Zuerst mal das Wahlergebnis in Bayern (das viele Leute Euphorisch stimmt – mich nicht allzu sehr, ich will erstmal die weitere Entwicklung abwarten), und dann das hier.


Wie viel Würde hat die CSU eigentlich noch?

Sat, 27 Sep 2008 22:59:58 +0000

Welches Ansehen die CSU bisher von mir genoss? Wenig. Quängelkinder, die einen „Kreuzzug“ gegen Die Linke antreten wollten (alleine die Wortwahl sagt alles), und nicht damit klarkommen, dass sie vielleicht in Kürze nicht mehr die Alleinherrscher in Bayern sind. Leute, die schlecht lügen können (im Gegensatz zu anderen Parteien, die etwas überzeugender lügen). Sie nennen sich Christlich, doch ich habe selten ein wirklich Christliches statement von ihnen gehört, bzw. wenn sie sich mal eine Meinung mit irgendeiner christlichen Kirche teilen, dann ist es meistens die katholische Kirche, und meistens in einem Punkt, in dem entweder die evangelische Kirche anderer Meinung ist, oder ich selbst mich gegen die Meinung – auch entgegen meiner Konfession – aussprechen muss. Es sind die Leute, die de facto die Studiengebühren in Bayern eingeführt haben, und ein neues zerstörerisches Schulsystem. Kurz Gesagt: Ich habe von der CSU bisher wenig gehört und gesehen, das ich als positiv einstufe.

Alleine ihr „Wahlkampf“, ihre Plakate, ihre Werbespots, das alles finde ich im Grunde lächerlich. Aber dass ihnen wirklich jedes Mittel recht ist, um ihre Alleinherrschaft zu behalten…

…folgendes habe ich im „Evangelischen Sonntagsblatt aus Bayern“ (bitte nicht verwechseln mit dem „Sonntagsblatt – Evangelische Wochenzeitung für Bayern“ – die heißen ähnlich, aber sind unterschiedliche Zeitungen) gelesen, Druck: Rothenburg o.d.T., 28. September 2008 (19. Sonntag nach Trinitatis, Jahrgang 124, Nummer 39), und es hat meine religiösen Gefühle zutiefst verletzt:

Wahlwerbung der CSU im evangelischen Sonntagsblatt

Zitat: Wahlwerbung der CSU im evangelischen Sonntagsblatt

Zum substanzlosen quasi nicht vorhandenen Inhalt der Wahlwerbung will ich jetzt mal garnichts sagen. Ich frage mich nur… Hat diese Partei, sie sich immer so für Sitten und Gepflogenheiten einsetzen will, denn kein bisschen Anstand, und kein bisschen politische Würde, um von einer Wahlwerbung in einer evangelischen Zeitung absehen zu können? Anscheinend nicht.

Gleichermaßen frage ich mich, was sich diese Zeitung dabei gedacht hat. Die Herausgeber bekommen demnächst Post von mir – eine Unverschämtheit, dass sie ihr Blatt zur Wahlwerbung benutzen lassen – ich hätte mich über jede andere Wahlwerbung genauso aufgeregt.

EDIT: Bitte meinen Nachtrag zu diesem post beachten.


Virtualbox Open Source Edition

Mon, 22 Sep 2008 23:43:11 +0000

Bisher waren Virtualisierungs-Programme für mich nur ein Spielzeug, mit dem ich herumexperimentiert habe (genau wie Computer generell). Bis vor Kurzem. Zum Arbeiten habe ich mir Windows Vista (das man bei uns über die Uni bekommt) auf eine VM in Virtualbox OSE installiert. Zwei Dinge haben mich sofort erstaunt: Erstens, Microsoft erlaubt es, sein Betriebssystem auf einer VM zu installieren (ja, ich habe mir die Lizenzbedingungen durchgelesen, da steht das explizit drin). Zweitens: Die Emulation ist ziemlich schnell, man könnte fast schon unter dem emulierten System arbeiten – und das, obwohl ich meinen alten Rechner benutze.

Dafür, dass es sich um ein Open Source Programm mit freier Lizenz handelt, ist es ziemlich gut. Ich frage mich, wie Sun Microsystems es sich leisten kann, eine solch gut entwickelte Software unter die GPL zu stellen, aber es scheint aufzugehen – allgemein kann ich gegen Sun Microsystems nur sehr wenig sagen, vor Allem verglichen mit Microsoft und Apple. Mich würde mal interessieren, ob Sun Microsystems auch Laptops für Privatanwender anbietet, am Besten mit SPARC-Architektur, aber sowas wird es wohl nicht geben (nicht dass es sinnvoll wäre… es wäre nur so schön strange).

Ich habe die Guest Extensions installiert, mit der von mir gegenüber freier Software standardmäßigen Erwartungshaltung, dass sie wohl kaum auf Anhieb funktionieren. Ich habe mich getäuscht. Alles läuft wunderbar. Die Mausintegration, die Anpassung an die Fenstergröße – alles wundervoll, man kann Windows quasi wie ein MDI-Fenster verwenden. Auch der „nahtlose“ Modus, das heißt die Integration des Windows-Gast-Desktops in den Linux-Host-Desktop ist gut, allerdings merkt man hier einige Probleme, z.B. wird die Windows-Taskleiste ebenfalls angezeigt, und die geöffneten Windows-Fenster tauchen nicht auf der KDE-Taskbar auf, sondern nur ein großes VirtualBox-Fenster. Mag sogar sein, dass das nicht besser geht. Aber wenn man darauf verzichten kann, ist auch dieser „Nahtlose“ Modus sehr gut benutzbar. Ich persönlich habe aber einfach das maximierte Virtualbox-Fenster auf einer eigenen Arbeitsfläche – das reicht für meine Zwecke aus.

Ein gemeinsamer Ordner ist ebenfalls definiert – damit kann man Dateien zwischen Windows und Linux austauschen (mein Spieltrieb zwingt mich just in diesem Moment, zu sehen, was passiert, wenn man zwei Dateien, die sich nur in Groß/Kleinschreibung unterscheiden, unter Linux in diesem Verzeichnis erstellt – wie wird Windows, das ja nicht Case-Sensitiv ist, reagieren? Ich probiers gleich mal aus… Ok, ich kann die Dateien anzeigen lassen, dir /X zeigt garkeine Kurznamen an. Wenn ich die Dateien beide in einen anderen Ordner verschiebe, wird eine der Beiden ignoriert… Scheint also eine ziemliche Mixtur zu sein aus Case-Sensitiven und Case-Insensitiven Teilen… Lol…), was ich auch mehrfach genutzt habe.

Sehr schön das. Kann ich also nur empfehlen – also Virtualbox… Vista ist halt… Windows… Ich benutze es nur, um Dinge auszuprobieren. Arbeiten ist unter diesem System schwer.


Wahlkampfzitate, die Erste

Thu, 18 Sep 2008 23:40:24 +0000

Es tut mir fast weh, dass ich das hier zitiere. Es ist aus einem Flyer einer großen Partei zur Bezirkswahl. Und an sich ist das, was darunter steht (was ich jetzt nicht mit eingescannt habe) ganz gut, aber auch eine Überschrift will mit Bedacht gewählt sein…

Mittelfranken wird gerechter ... wenn der Bezirk Strukturen für eine moderne Psychiatrie schafft.

Eindeutig zweideutig, auch wenn klar ist, was hier gemeint ist. Ich finde, die Flyer sind dennoch eine gute Sache, da sie Kurzinformationen liefern, und vermutlich neben den Wahlplakaten und sinnlosen Parolen das einzige einigermaßen sinnvolle Meinungsbildende Medium sein dürften, das auch wirklich bei einer breiteren Masse ankommt.


Züricher Geschnetzeltes

Wed, 17 Sep 2008 02:42:42 +0000

Was lese ich da auf Spiegel-Online? Ein schweizer Wirt will mit Muttermilch kochen? Erstaunlich, ich finde die Idee durchaus interessant. Wenn es genug Milch gibt für Babies und zum Essen, warum nicht? Achja richtig:

Der Mensch ist als Lieferant einfach nicht vorgesehen

Ah, das ist dann beim Menschen also genau wie bei Kühen, die Milchportion ist für die Kinder vorgesehen, und man muss die Milch also entweder Kindern wegnehmen, oder der Lieferant muss so viel Milch produzieren, dass er gesundheitlichen Schaden davon trägt. Ah, aber da ist der Unterschied, Kühe werden geschlachtet, bevor sie wirklich sichtbar krank werden, das ist beim Menschen problematischer.

Andererseits würden Menschen wenigstens aus freiem Willen ihre Milch hergeben, im Gegensatz zu Kühen, die man dazu zwingt.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Ich sehe aber im Kochen mit menschlicher Muttermilch kein grundsätzliches ethisches Problem. Einerseits finde ich es schlecht, dass das Tabu „menschliches Produkt“ gebrochen wird, denn ich wäre eher für die Einführung eines weitergehenderen Tabus „tierisches Produkt“, andererseits finde ich es besser, Produkte von einem Lebewesen, das diese freiwillig hergibt, zu essen, als von einem, das dazu gezwungen wird, und eventuell danach auch noch geschlachtet wird.

Auf jeden Fall hätte ich einen rein-veganen Gastronomiebetrieb definitiv besser gefunden, als einen, der mit menschlicher Muttermilch kocht.


Lispbuilder-SDL-* und Embeddable Common Lisp

Tue, 16 Sep 2008 02:55:51 +0000

Oh wie schön. Gerade habe ich herausgefunden, dass inzwischen Lispbuilder-sdl und sdl-image unter ECL zum Laufen zu bringen sind. Auch sdl-mixer compiliert. Der Compiler meckert zwischendurch zwar, vermutlich gibt es also noch Probleme, aber im Großen und Ganzen kann ich inzwischen mein Projekt auch dort Compilieren und Ausführen (selbst der Sound geht – eingeschränkt, ein paar Segfaults traten auf an bestimmten Stellen, sicherlich nichts unlösbares, und das ist das Wichtigste). Leider werden Weak Pointers in der von mir verwendeten Version nicht unterstützt, mein letzter Checkout liegt allerdings auch schon etwas zurück. Dahingehend musste ich mein Projekt anpassen. Irgendetwas funktioniert im Zusammenhang mit einer Klasse noch nicht so ganz. Keine Ahnung, ich werde das heute nicht mehr debuggen. Leider ist das Ganze außerdem noch erheblich langsamer, als auf meinem alten Rechner clisp bereits ist. Ich vermute dahinter, dass ständig in den Bytecode-Interpreter gecalled wird, und wieder zurück, die Backtraces lassen jedenfalls selbiges vermuten. Trotzdem: Prinzipiell geht es. Und das ist Schön. Das lässt auf neue Möglichkeiten der Portabilität hoffen, denn weder SBCL noch CLISP haben mich unter Windows wirklich überzeugt.


Fünf Prozent

Mon, 15 Sep 2008 00:24:54 +0000

Gestern las ich in Fefe’s Blog diesen Artikel. Fefe’s Blog ist – nunja, wie soll ich sagen – gegenüber allem „kritisch“ eingestellt, manchmal ein wenig überspitzt, aber eigentlich sehr zu empfehlen (vor Allem, wenn man an neue Nachrichtenquellen kommen will), und es ist nur ein Zufall, dass ich ausgerechnet in diesem Blog zur jetzigen Zeit entsprechende Beiträge finde, auf die ich mich beziehen kann.

Im verlinkten Artikel fiel mir besonders eine Stelle negativ auf: „Weniger als fünf Prozent der Franzosen gehen regelmäßig in die Kirche. Wenn ihr mich fragt sind das noch 5% zu viele.“ Das ist eine sehr radikale Meinung, die sich darauf beschränkt, dass es nur die katholische Kirche gibt, und dass jedes ihrer Mitglieder unkritisch gegenüber der Obrigkeit und in gewissem Sinne „böse“ ist.

„Wenn ihr mich fragt sind das noch 5% zu viele.“ – dieser Satz erinnert mich so an das aktuelle CSU-Geblubber bezüglich der Linkspartei, von Wegen 5% sind 5% zu viel, und meiner Meinung nach sind beide Meinungen im gewissen Sinne äquivalent schwachsinnig, und basieren im Wesentlichen auf Vorurteilen.

Man kann eine gewisse hinterweltlerische Ader der katholischen Kirche wirklich nicht leugnen, dennoch fußt sie auf einem Fundament, das eigentlich gut ist. Die katholische Einstellung zu Präservativen und Schwangerschaftsabbruch, die im genannten Artikel erwähnt werden, entspringen keiner „bösen“ Überzeugung, sondern – soweit mir das bekannt ist – der Überzeugung von einem sehr hohen Stellenwert menschlichen Lebens. Das heißt nicht, dass ich deren Einstellung gut finde, aber ich finde, sie verdient wenigstens eine etwas tiefere Reflexion, bevor man über sie lästert.

Wie dem auch sei. Was hier – wie so oft – vergessen wird, ist, dass der Katholizismus nur eine christliche Glaubensrichtung ist, eine von vielen. (Es soll sogar Christen geben, die nicht die CSU wählen.) Eigentlich sollte jenem Blogger dies bekannt sein, verlinkt er doch selbst einen Artikel, in dem es indirekt um einige Kontraste zwischen evangelischer und katholischer Kirche geht. Außerdem beschränkt sich der Begriff „Kirche“ meines Wissens nicht unbedingt auf das Christentum. Aber wie dem auch sei.

Man findet – wenn man das gesamte Christentum über einen Kamm schert – sehr viele Kritikpunkte, sehr vieles, was in der Vergangenheit falsch war, sehr vieles, was heute noch eigentlich inakzeptabel ist. Und natürlich einen Haufen Fundamentalisten, und die sind leider nicht alle friedlich. Andererseits findet man auch – wenn man die gesamten Atheisten über einen Kamm schert, und selbst, wenn man die Gleichgültigkeitsatheisten weglässt – ebenfalls sehr viele Kritikpunkte, sehr vieles, was in der Vergangenheit falsch war (ich erinnere nur mal an einige kommunistische Regimes), sehr vieles, was heute noch inakzeptabel ist, und natürlich einen Haufen Radikale, und die sind leider auch nicht alle friedlich. Will sagen: Wenn man sich auf „Christ oder Atheist“ bzw. generell „Theist oder Atheist“ beschränkt, also „Gott oder nicht Gott“, vereinfacht man die ganze Sache grob.

Meiner Meinung nach lösen die „fünf Prozent weniger Kirchgänger als fünf Prozent“ keine Probleme, ich vermute eher, einige Probleme würden lediglich durch neue Probleme ersetzt werden. Die Probleme der Menschheit lassen sich durch „einen Gott weniger“ nicht lösen. Die Menschen werden irgendein anderes Ideal finden, an dem sie festhalten, und es werden sich auch hier radikale Strömungen bilden, da kann das Ideal so nobel sein, wie es will. Woran du dein Herz hängst, das ist dein Gott, um es mit den Worten von Martin Luther zu sagen.


Leben lässt sich nicht kontrollieren

Sat, 13 Sep 2008 23:34:54 +0000

In einer Zeit der intensivierten industriellen Landwirtschaft, der Zucht, der Gentechnik, und überhaupt einer Zeit in der es auf jede Frage eine Antwort zu geben scheint, und für jedes Problem, abgesehen von den Trivialen, eine Lösung gibt, eine Zeit, in der der Mensch alles zu konntrollieren scheint, außer sich selbst, in einer Zeit, wo die belebte Natur sich scheinbar willenlos der Gier des Menschen untergeordnet hat, wo sich Landwirte sorgen machen, dass ihre Pflanzen von gentechnisch veränderten Pollen verseucht werden, und wo es möglich ist, Pflanzen zu züchten, die sich autonom nicht mehr vermehren können sollen – da begegnet mir ein kleiner Hoffnungsschimmer – da strotzt eine kleine Tomatenpflanze neben meinem Brutblatt, im selben Blumentopf, den Widrigkeiten der Welt.

Ich habe Fotos gemacht, leider ist das Folgende das Beste – die Kamera meines Handys ist wie gesagt nicht die Beste:

Eine Tomatenpflanze im selben Blumentopf wie ein Brutblatt

Das hellere Grün ist die Tomatenpflanze, das dunklere ist mein (zusammengefallenes aber noch intaktes) Brutblatt. Manch einer mag sich fragen, was an diesem Bild, und allgemein dieser Tatsache, so erbauend sein soll. Tomatenpflanzen sind etwas, was man für relativ wenig Geld im Frühling in jeder guten Gärtnerei bekommt. Und diese Tomatenpflanze wird wohl, wenn sie überhaupt länger überlebt, nie früchte tragen, und wenn doch, dann nur sehr kleine, vermutlich werden diese auch nicht viel fruchtfleisch enthalten, und kaum genießbar sein. Aber darum geht es nicht. In unserem Garten und der Gartennähe gibt es nur gekaufte Tomatenpflanzen, die meisten davon können kaum unter natürlichen Bedingungen Nachkommen haben, soweit ich das mitbekommen habe. Diese Pflanze ist von selbst dort gewachsen. Ich habe sie nicht explizit dorthin getan, ich weiß nichtmal, woher sie kommt. Ich habe ein paar Theorien. Der Topf stand eine Zeit lang im Außenbereich, möglicherweise aß jemand Tomaten, und verlor ein Stück mit einem Samenkorn. Oder möglicherweise labte sich eine Schnecke an einer der Tomaten in benachbarten Gemüsegärten, und entschloss sich danach, meinen Blumentopf aufzusuchen, um dort ihren Abfall zu hinterlassen, der mit unverdaulichen Kernen gespickt war. Wie auch immer es passiert ist, es ist auf natürlichem Wege passiert. Kein Mensch hat aktiv versucht, dort Tomaten zu vermehren.


Tiny Tiny RSS – ein kleiner Ajax-Feedreader

Fri, 12 Sep 2008 00:52:50 +0000

136. Das ist die Anzahl der Feeds, die ich momentan abonniert habe, nach aktueller Zählung (ich kann mich natürlich auch verzählt haben). Tendenz steigend, denn ich subscribe so ziemlich alles sinnvolle was ich finde, und lösche nur wenig. Der Feedreader, den ich bisher am Meisten genutzt haben dürfte, ist wohl der KDE-Feedreader Akregator. Dieser ist auch ziemlich gut. Liferea habe ich auch bereits ausprobiert, den fand ich nicht so gut, war nicht sehr Fehlertolerant bei XML-Fehlern und allgemein fand ich ihn nicht so angehehm. Ein Großes Problem, das ich oft habe, ist, dass ich an den verschiedensten Orten mehrere Computer nutze, und ich möchte gerne in allen den selben Feedreader haben, bzw. wenigstens die gelesenen Beiträge synchronisieren. Das ist garnicht so leicht. Die erste Lösung: Auf einem Rechner läuft Akregator, und ich X-Forwarde das ganze – nicht zu empfehlen. Durch die Nutzung von NX wurde das Ganze dann schon etwas verbessert, aber bei Animationen oder Flash-Filmen (so sehr ich die Dinger hasse, sie sind leider überall), sowie bei der Auflösung von Links, war das ungeeignet. Außerdem ist ein ganzer X-Server nur zum Lesen von Feeds doch irgendwie ziemlich großer Overhead. Desweiteren habe ich Newsbeuter probiert, der den ungemeinen Vorteil hat, nur das Terminal zu benutzen, was bei SSH-Logins die ganze Sache doch erheblich vereinfacht. Aber leider leider… Hier hat man ebenfalls relativ wenig Komfort im Sinne von „Content“ der sich von Text unterscheidet anzeigen zu lassen. So sehr ich Terminalanwendungen mag, wenn es um Feeds geht, sind sie für mich ungeeignet. Google Reader habe ich danach eine Zeit lang verwendet, ein sehr gutes Webinterface, allerdings weiß halt Google damit alles, was ich lese. Im Moment habe ich mir auf einem Server deshalb Tiny Tiny RSS eingerichtet. Leider auch ein Ajax-Webinterface, leider in PHP geschrieben, aber nicht zu verachten. Sehr flexibel. Sehr übersichtlich. Hat ein paar Features nicht, die ich mir wünschen würde, aber für den Moment wohl die beste Lösung – wenn man Serverleistung und Traffic übrig hat, warum nicht? Ok, ich weiß, es ist relativ sinnlos, ein Webinterface zum Anzeigen von Webinhalten zu haben, aber was solls. Eine andere Idee, die ich noch hatte, war, das Konfigurationsverzeichnis von Akregator auf einem externen Server zu speichern und jedes mal zu rsyncen oder gar zu mounten. Dazu bin ich aber im Moment zu faul, und womöglich ergeben sich dann zwischen den Rechnern irgendwann Versionskonflikte. Außerdem soll Akregator in KDE 4 sich mit Web-Feedreadern synchronisieren können, erstmal nur mit Google Reader, aber bestimmt schreibt bald jemand was für Tiny Tiny RSS. Das wart ich jetzt mal ab, vielleicht finde ich zwischenzeitlich auch einen Feedreader, dessen Konfigurationsverzeichnis etwas einfacher gestrickt ist. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht der Versuch, etwas einzurichten, was Feeds als IMAP-Account anbietet, also IMAP-Zugriff auf neue Feeds. Es ist doch erstaunlich, welch großes Geschütz man auffahren muss, um solch einfache Probleme zu lösen. Ein Ähnliches Problem hatte ich bereits mit Newsgroups und Mailclients – ich wechsle wirklich oft den Rechner, einfach weil ich nicht überall meinen Laptop mit hinschleppen will, und das auch garnicht einsehe, wenn ich z.B. einen Arbeitsrechner habe, auf dem ich dasselbe ebenfalls tun kann. Und es scheint kein Programm zu geben, das sich mit anderen gleichartigen synchronisiert.


Wormux

Thu, 11 Sep 2008 15:55:02 +0000

Ein lustiger Nachfolger der Idee von Scorched Earth ist der freie Worms-Clone Wormux. Da ich freie Software schon als Selbstzweck toll finde (und es ein Debian-Paket gab), hab ich es gleich ausprobiert. Netzwerkspiel geht tadellos, leider fehlt noch eine KI, das heißt, in der Nicht-Entwicklerversion kann man nicht gegen den Computer spielen, soweit ich weiß, aber sie scheinen daran zu arbeiten.
Das Spiel kommt wohl bei einigen Kleinigkeiten nicht ganz an Worms ran, aber ich denke, das wird sich mit neueren Versionen geben. Es macht auf jeden Falls spaß, und alleine weil es freie Software ist MUSS man es lieben.