136. Das ist die Anzahl der Feeds, die ich momentan abonniert habe, nach aktueller Zählung (ich kann mich natürlich auch verzählt haben). Tendenz steigend, denn ich subscribe so ziemlich alles sinnvolle was ich finde, und lösche nur wenig. Der Feedreader, den ich bisher am Meisten genutzt haben dürfte, ist wohl der KDE-Feedreader Akregator. Dieser ist auch ziemlich gut. Liferea habe ich auch bereits ausprobiert, den fand ich nicht so gut, war nicht sehr Fehlertolerant bei XML-Fehlern und allgemein fand ich ihn nicht so angehehm. Ein Großes Problem, das ich oft habe, ist, dass ich an den verschiedensten Orten mehrere Computer nutze, und ich möchte gerne in allen den selben Feedreader haben, bzw. wenigstens die gelesenen Beiträge synchronisieren. Das ist garnicht so leicht. Die erste Lösung: Auf einem Rechner läuft Akregator, und ich X-Forwarde das ganze – nicht zu empfehlen. Durch die Nutzung von NX wurde das Ganze dann schon etwas verbessert, aber bei Animationen oder Flash-Filmen (so sehr ich die Dinger hasse, sie sind leider überall), sowie bei der Auflösung von Links, war das ungeeignet. Außerdem ist ein ganzer X-Server nur zum Lesen von Feeds doch irgendwie ziemlich großer Overhead. Desweiteren habe ich Newsbeuter probiert, der den ungemeinen Vorteil hat, nur das Terminal zu benutzen, was bei SSH-Logins die ganze Sache doch erheblich vereinfacht. Aber leider leider… Hier hat man ebenfalls relativ wenig Komfort im Sinne von “Content” der sich von Text unterscheidet anzeigen zu lassen. So sehr ich Terminalanwendungen mag, wenn es um Feeds geht, sind sie für mich ungeeignet. Google Reader habe ich danach eine Zeit lang verwendet, ein sehr gutes Webinterface, allerdings weiß halt Google damit alles, was ich lese. Im Moment habe ich mir auf einem Server deshalb Tiny Tiny RSS eingerichtet. Leider auch ein Ajax-Webinterface, leider in PHP geschrieben, aber nicht zu verachten. Sehr flexibel. Sehr übersichtlich. Hat ein paar Features nicht, die ich mir wünschen würde, aber für den Moment wohl die beste Lösung – wenn man Serverleistung und Traffic übrig hat, warum nicht? Ok, ich weiß, es ist relativ sinnlos, ein Webinterface zum Anzeigen von Webinhalten zu haben, aber was solls. Eine andere Idee, die ich noch hatte, war, das Konfigurationsverzeichnis von Akregator auf einem externen Server zu speichern und jedes mal zu rsyncen oder gar zu mounten. Dazu bin ich aber im Moment zu faul, und womöglich ergeben sich dann zwischen den Rechnern irgendwann Versionskonflikte. Außerdem soll Akregator in KDE 4 sich mit Web-Feedreadern synchronisieren können, erstmal nur mit Google Reader, aber bestimmt schreibt bald jemand was für Tiny Tiny RSS. Das wart ich jetzt mal ab, vielleicht finde ich zwischenzeitlich auch einen Feedreader, dessen Konfigurationsverzeichnis etwas einfacher gestrickt ist. Eine andere Möglichkeit wäre vielleicht der Versuch, etwas einzurichten, was Feeds als IMAP-Account anbietet, also IMAP-Zugriff auf neue Feeds. Es ist doch erstaunlich, welch großes Geschütz man auffahren muss, um solch einfache Probleme zu lösen. Ein Ähnliches Problem hatte ich bereits mit Newsgroups und Mailclients – ich wechsle wirklich oft den Rechner, einfach weil ich nicht überall meinen Laptop mit hinschleppen will, und das auch garnicht einsehe, wenn ich z.B. einen Arbeitsrechner habe, auf dem ich dasselbe ebenfalls tun kann. Und es scheint kein Programm zu geben, das sich mit anderen gleichartigen synchronisiert.
Verfasst von dasuxullebt 