Zelda “Spirit Tracks”

Tue, 16 Jun 2009 13:46:07 +0000

Meine fünfunddreißigste Prognose hat sich bewahrheitet, schon seit Längerem wird ein neuer Zelda-Teil angekündigt – ist jetzt also nicht mehr die große Neuigkeit. Der Trailer ist schon lange draußen:

Nun, sie mussten ja unbedingt eine Fortsetzung von Wind Waker machen, anstatt ein gescheites neues Spiel herauszubringen. Aber musste das mit der Eisenbahn sein? Ich meine, es handelt sich um eine eher mittelalterliche Umgebung. Eisenbahnen passen da irgendwie nicht so richtig rein.

Nunja, nun fand ich einen ersten “Review” des Spiels, das man auf irgendeiner Messe schon mal teilweise spielen konnte.

Nun, das Spiel mag seltsam sein, und relativ einfach, zumindest hört es sich so an. Aber es scheint doch garnicht so schlecht zu sein. Kaufen werd ich es mir sicher nicht. Ich finde es auch schade, dass die Dichte der gescheiten Zelda-Spiele in letzter Zeit so abnimmt. Shigeru Miyamoto wird ja auch von anderer Stelle kritisiert, dass er den Spielerwillen nicht wirklich beachtet.

Aber wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch mal ein gescheiter Teil raus.


Ein paar URL-Shortener

Tue, 16 Jun 2009 06:43:33 +0000

Da “Microblogging” momentan ein totaler Hype ist, gibt es inzwischen relativ viele URL-Shortening-Services. Ein großer Teil dieser Services wird vermutlich früher oder später nicht mehr existieren, womit die URL’s wertlos werden. (Wäre vielleicht ganz sinnvoll, wenn sich irgendwer mal die Mühe machen würde, dafür ein zentrales Archiv anzulegen.)

Ich seh vor meinem inneren Auge schon irgendwie den Historiker bei Arte in fünfzig Jahren über unsere Zeit reden, wie er von dem Problem berichtet, dass man zwar eine riesige Menge an Daten hat, deren Zusammenhänge aber kaum rekonstruiert werden können. Immerhin – sowas schafft Arbeitsplätze.

Nun, das “praktische” an diesen Services ist, dass es reicht, sich in Firefox (oder Opera, wenn man ihn richtig konfiguriert) ein Lesezeichen zu erzeugen, das aus einer besuchten Seite eine ebensolche kurze URL erzeugt. Hier also mal eine ganz kleine Luste der URL-Shortener die ich bisher benutzt habe:

TinyURL: javascript:void(location.href=’http://tinyurl.com/create.php?url=’+encodeURIComponent(location.href))

n.uarrr.org: javascript:void(location.href=’http://n.uarrr.org/?l=’+escape(location.href))

is.gd: javascript:void(location.href=’http://is.gd/create.php?longurl=’+escape(location.href))

tr.im: javascript:location.href=’http://tr.im/marklet?url=’%20+%20encodeURIComponent(location.href)

tinyarro.ws: javascript:void(location.href=”http://tinyarro.ws/api-create.php?url=”+escape(location.href))

bit.ly: javascript:void(location.href=”http://bit.ly/?url=”+escape(location.href))

Was viel cooler ist als URL’s zu shortenen (oder zu elongieren – es gibt auch longurl.com) ist natürlich, sich einfach mal eben zufällige Seiten anzeigen zu lassen. Das geht zum Beispiel mit dem folgenden Skript (der wordpress-style schneidet die Zeile ab – schaut am Besten im Quelltext nach, wenn ihrs kopieren wollt):

javascript:a=”";for(i=0;i<5;i++){a+=”abcdefghijklmnopqrstuvwxyzABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ123456789″.charAt(Math.floor(63*Math.random()))}location.href=”http://tinyurl.com/”+a

Viel Spaß damit!


Jesus’ junge Garde, die Nichtexistenz Gottes und virales Marketing

Tue, 16 Jun 2009 02:53:31 +0000

Wie soll ich diesen Blogpost nur anfangen? Es soll um fundamentalistische Christen, fundamentalistische Atheisten und kaptalisten die vorgeben Fundamentalisten zu sein gehen. Womit fange ich zuerst an? Nun, vielleicht fange ich als erstes an mit den christlichen Fundamentalisten.

Da hat Fefe einen kleinen Blogpost dazu geschrieben, und verlinkt auf das Video “Jesus junge Garde“. Als allererstes möchte ich mal an die Deklination von “Jesus” erinnern, es müsste also imho korrekterweise heißen “Jesu junge Garde”.

Jedenfalls… Kurzgefasst: Die Amerikanischen Fundi-Christen versuchen in Deutschland fußzufassen. Das macht mir Sorgen, weil es meine Position als Christ erschwert, und den religiösen Frieden gefährdet. Andererseits wird in dem Film korrekt gesagt: Die Kirchen versäumen es, den Jugendlichen das zu geben, was sie brauchen. Fefe postuliert die Wichtigkeit der Aufklärung … aber die versäumt selbiges eben genauso. Was beide konkret besser machen könnten, weiß ich nicht. Ich bin kein Experte. Ein Tipp wäre es, mehr zusammenzuarbeiten. Denn nicht nur die Christen haben ihre Fundamentalisten, auch die Atheisten.

Anscheinend findet aber eine gewisse Zusammenarbeit schon statt, wenn man dem Wikipediaartikel zur Atheist Bus Campaign glauben darf. Zitat:

“Das Erzbistum Berlin reagierte: ‘Wir machen ja auch Werbung, wieso sollen die das nicht machen’. Ähnlich äußerte sich der Münsteraner Weihbischof Franz-Josef Overbeck. Die Evangelische Kirche in Deutschland sieht nach Aussage ihrer Kulturbeauftragten Petra Bahr die Kampagne ebenfalls als Chance, das Thema Gott öffentlich ins Gespräch zu bringen und spricht sich für die Durchführung aus.”

Nun, richtig reagiert. Ich muss aber ganz ehrlich sagen, mir wäre es am Liebsten, wenn sie das mit der Werbung ganz lassen würden, weil mich Werbung eigentlich ankotzt. An sich ist diese Aktion nicht per se fundamentalistisch, aber wenn ich mir ansehe, welche Vereinigungen sie unterstützen – ich sag es mal so, die großen Staatskirchen machen wenigstens normalerweise nicht gemeinsame Sache mit christlichen Fundamentalisten, die seriösen atheistischen Vereinigungen scheint eine Zusammenarbeit mit deren Fundamentalisten nicht zu stören – nur mal als konstruktive Kritik. Ziel ist es, den Menschen ein Weltbild zu geben, mit dem sie sich anfreunden können, und nicht, auf den anderen herumzutrampeln und populistisch zu sein, dazu gehört auch, sich zu überlegen, welche Freunde man hat.

Die Aussage, es gäbe mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott, ist rein empirisch betrachtet nicht von der Hand zu weisen, deshalb verurteile ich grundsätzlich Atheismus nicht. Da es möglich ist, dass es einen Gott gibt, und da manche Menschen behaupten, dessen Existenz auf irgendeine Weise erfahren zu haben, von denen die meisten keinen Grund haben zu Lügen, ist es aber durchaus legitim, an Gott zu glauben, meiner Meinung nach. Es ist keineswegs klar, dass alles Existente auch empirisch nachweisbar ist. Desweiteren sind wir – aus empirischer Sicht – durch einen evolutorischen Prozess entstanden. Somit auch unser Verstand. Mehr oder weniger “durch Zufall”. Er hat sich durchgesetzt und ist (mehr oder weniger) hervorragend an unsere Situation auf der Erde angepasst. Er ist daran angepasst, in einem kleinen Teil der Welt gute Informationen zu liefern, diese zu erklären, um sinnvolle Voraussagen zu treffen, um besser leben zu können. Es erscheint mir daher eher unplausibel, dass er ein geeignetes Mittel ist, um “das Ganze” zu verstehen. Ich hab mir daher auch mal ein tolles Banner gemacht:

Der menschliche Verstand ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit widersprüchlich

Als Konsequenz wäre eigentlich nur der Nihilismus angebracht. Oder eines meiner vielen Weltbilder (ja, ich gebe zu, ich habe kein einheitliches Weltbild, ich habe viele davon, und kann mich nicht wirklich entscheiden), nämlich: Das Universum existiert nicht. Ich kann auch durchaus begründen, warum es eine legitime Forderung ist, dass das Universum nicht existiert, und warum der berühmte Satz “cogito ergo sum” nicht notwendig korrekt ist. Aber das würde jetzt zu weit führen.

Während sich nun also die rekrutenindoktrinierenden omnibusbeklebenden Meinungsträger gegenseitig die Elfenbeintürme zerfetzen, geht die Welt langsam zugrunde, und die Leute die eigentlich daran Schuld sind tun ihr nötigstes um davon zu profitieren, und schicken ihre eigenen Fundamentalisten auf die Straße – sie können es sich leisten. Wo es den ersten beiden Menschengruppen um Gott, Liebe und die Rettung vieler Seelen bzw. Verstand, Rationalität und Wissenschaft, und jeweils noch viel mehr geht, lassen sich die Ziele dieser letztgenannten Menschengruppe in einem Wort zusammenfassen: Geld – den Ursprung und die Lösung beinahe sämtlicher weltlicher Probleme.


Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.