Analogkäse und Gel-Schinken

Wed, 15 Jul 2009 20:33:16 +0000

Gerade las ich, dass es offenbar außer dem ohnehin schon bekannten Analog-Käse auch noch andere „Billignahrung“ gibt, die ohne Wissen der Verbraucher eingesetzt wird.

Zitat: „So entdeckten die Behörden in acht von 23 angeblich mit Käse angebotenen Salaten weißen Kunstkäse aus Pflanzenfett.“ Und selbst Schmelzenden Käse scheint es in dieser Form zu geben. Wenn ich bedenke wie lange ich gebraucht habe um einen Anbieter für veganen Käseersatz zu finden und wie teuer der ist, frage ich mich, wieso es nicht längst ein veganes Angebot überall gibt.

Zitat: „Vor allem Formfleisch oder Imitat mit geringerem Fleischanteil werde ihnen als Schinken verkauft.“ Und die Leute scheinen es nicht zu merken. So weit kann es also mit dem tollen einzigartigen Fleischgeschmack dann auch nicht her sein. Aber was solls. Auch hier denke ich mir: Wie schwer ist es, Fleischersatz herzubekommen, wenn man nicht seine Läden kennt. Und dann erfährt man, dass Fleischersatz ständig verkauft wird.

Meine Fresse, manchmal widert mich diese ganze Mischpoke so dermaßen an.


Petition für „Open BRD“

Wed, 15 Jul 2009 00:58:32 +0000

Nunja, zumindest würde ich das nennen, die Petition nennt es „Behörden und Verwaltungsverfahren – Bereitstellung einer Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung„.

Worum es konkret geht, zitiere ich mal:

Daten wie z.B. Wahlergebnisse auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene, Statuszustände von Gesetzesvorhaben, Abstimmungsverhalten von Abgeordneten bei öffentlichen Abstimmungen, alle öffentlich zugänglichen Daten, die bereits im demokratischen Prozess erhoben werden, sollten über eine moderne und standardisierte Schnittstelle programmatisch abrufbar sein. Es soll technisch versierten Bürgern möglich sein, die Daten für Softwareentwicklung zu nutzen, weiterzuverarbeiten und in aufbereiteter Form wieder zu veröffentlichen. Damit könnte die Transparenz unserer Demokratie erhöht werden und eine Partizipation am demokratischen Prozess unterstützt werden. Die um die API entstehende Software wird dem Bürger den Zugang zu diesen Informationen erleichtern.

Ich finde das klingt plausibel. Jeder sollte recht leicht Zugriff darauf bekommen, worauf bisher nur große Zeitungen sinnvoll Zugriff haben. Natürlich ist das Ganze auch streitbar. Wenn man sich die IT-Infrastrukturen unserer Regierung ansonsten so ansieht, wird es da sicherlich die einen oder anderen Pannen geben. Und die API wird sicher auch alles Andere als gut werden. Letztendlich ist natürlich auch die Frage: Was machen die Leute dann mit diesen Informationen. Aber es geht um öffentlich einsehbare Informationen, von öffentlichem Interesse, warum sollte man sie also nicht für jeden über das Netz zugänglich machen?

Nun, man bilde sein Urteil selbst. Ob man nun dafür ist oder dagegen, und wie genau soetwas realisiert werden kann, ob überhaupt, was wir für Nachteile dadurch hätten, aber vor Allem was für Vorteile, letztlich ist die Idee auf jeden Fall interessant und ein Stück weit im Zeitgeist.