Katakana

Sat, 31 Oct 2009 14:33:54 +0000

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Frustblogging #12: Central-Station-Adventures – Ein Quest auf dem Hauptbahnhof

Fri, 30 Oct 2009 17:50:23 +0000

Wenn alles glattläuft schaffe ich es innerhalb von drei Minuten mir an einem Fahrkartenautomaten eine Fahrkarte zu kaufen. Wenn alles Glattläuft wohlgemerkt.

Manch ein Anderer braucht da schon mal seine zwanzig Minuten – sodass ich mich dann frage, wieso sie überhaupt den Automaten nutzen, und nicht gleich an den Personalschalter gehen – viel länger dauert es dort in der Regel auch nicht. Da gibt es dann zum Einen die älteren Leute die durch die Automaten schon aus Prinzip überfordert sind. Es ist ja auch wahnsinnig schwer, sich vorher zu überlegen, was man will, und dann das entsprechende anzutippen. Wie können diese Automaten auch verlangen, dass man ihnen mitteilt, was man will. Das sollen sie gefälligst selbst erraten. Und dann gibt es die Leute, die sich zwar offenbar mit den Automaten auskennen, aber es nicht eilig haben. Hinter so einer Person stand ich heute. Im Normalfall gehe ich davon aus, eine Person weiß, wohin sie will, bevor sie sich vor einen Automaten stellt, aber bei dieser Person hatte ich den Eindruck, sie würde sich das erst nochmal überlegen. Als es dann ans Zahlen ging kramt sie erstmal aus ihrer Handtasche genüsslich und langsam irgendeine Karte heraus, die sie dann langsamstmöglich in den Kartenschlitz einführt um sich dann langsamstmöglich davon zu überzeugen dass der sich hinter ihr bildende gestresste Lynchmob auch ja nicht ihre Kartennummer herausbekommt, um dann ewig zu brauchen ihre Nummer zu erraten. Selbst ein Schaf merkt, wenn hinter ihm etwas steht, was es irgendwie eilig hat.

Dann war also endlich der Automat frei, und so machte ich mich auf, mein Fahrtziel einzutippen. Bei mir sitzt jeder Handgriff, denn ich mache das öfters, und habe kein Interesse, zu vergessen, wie man dieses Interface bedient – denn selbst wenn ich viel Zeit habe, so verbringe ich diese doch lieber an anderen Orten als einem Fahrkartenautomaten. Wie gewohnt wollte ich mit meiner (neuen) BahnCard bezahlen, doch diese wies der werte Automat erstmal zurück mit der Begründung, der Datensatz wäre nicht gefunden worden. Nach zwei vergeblichen Versuchen entschloss ich mich dann, einen Geldautomaten aufzusuchen, und bar zu bezahlen. Ich hoffe ja, dass die Geldautomaten am Hauptbahnhof keine Wuchergebühren verlangen, aber irgendetwas sagt mir, dass ich mit meinem nächsten Kontoauszug einen Schock erleben werde. Nun bin ich außerdem ein Mensch der nicht besonders gerne Geld abhebt, und so dachte ich mir, hebe ich besser auch gleich genug Geld ab für die nächste Zeit, schöner runder Betrag, sagen wir mal 100 Euro. Der Automat gab mir daraufhin zwei 50-Euro-Scheine.

Schön dachte ich mir,  auf zum Automaten und die Fahrkarte gekauft. Wieder sitzt jeder Handgriff, und ich führe einen der 50-Euro-Scheine ein. Der Automat meckert. Klar meckert er, denn die Automaten werden ja grundsätzlich so konfiguriert, dass sie maximal nerven, der Automat nimmt keine 50-Euro-Scheine. Ein leises Fluchen konnte ich mir nun nicht verkneifen, und lief zu den nahegelegenen Schaltern, um dort mein Glück zu versuchen, was ich aber nach zehn Minuten Wartezeit als zweiter in einer Schlange hinter einer Person die es nicht für nötig hielt sich irgendwie zu beeilen und ein nettes Pläuschchen mit der Verkäuferin zu halten schien wieder abbrach.

Nungut, dachte ich mir, auch egal, kaufe ich mir eben eine kleine Pizza für 2 Euro, zahle mit meinem 50er, und bekomme dann Geld, das dem Automaten mundet. Auch hier hatten es die Leute keineswegs eilig, und so diskutierte die Person vor mir lange mit dem Verkäufer darüber, welche der (gleichartigen) Pizzen sie nun haben wolle, denn auf der einen Pizza war eine sichtbare große Zwiebel, die in Dieser offenbar Abstoßung hervorrief, worauf der Verkäufer, anstatt dies kommentarlos hinzunehmen, entgegnete, auf den anderen Pizzen wären ebenfalls Zwiebeln, denn alle Pizzen seien mit dem Gleichen belegt, woraufhin diese elaborierte, ihr sei dies zwar bewusst, aber auf den anderen Pizzen sähe man die Zwiebeln nicht. Außer eines wütend-genervten Blickes würdigte ich die Szene keines weiteren Kommentars und war froh dann endlich dranzukommen und bestellte eine ebensogeartete Pizza, bekam dann die vorher zurückgewiesene Pizza mit der ekelhaft anmutenden aber wie ich inzwischen weiß sehr wohlschmeckenden Zwiebelscheibe, und die gewünschten Scheine, die ich in den nächstgelegenen Automaten einführte um endlich meine Karte zu bekommen. Quest Completed.

Gefunden bei Krautchan.net(gefunden bei krautchan.net)


Homöopathie

Thu, 29 Oct 2009 02:01:26 +0000

Ich ging lange davon aus, Homöopathie sei generell Naturheilkunde, weswegen ich lange Zeit nicht verstand, wieso sich so viele Leute gegen Homöopathie aussprechen. Inzwischen weiß ich, dass Homöopathie zwar zur Naturheilkunde gezählt wird, allerdings nicht mit ihr gleichzusetzen ist.

Naturheilkunde ist für mich in erster Linie Pflanzenheilkunde. Und Pflanzenheilkunde hat durchaus nachweisbare Wirkungen, teils basieren moderne Medikamente auf der Kenntnis von Heilpflanzen. Und ich finde, es ist wichtig, dieses Wissen zu behalten, und zu wissen, woher man notfalls seine Wirkstoffe aus der Natur bekommt. Was nicht heißt, dass man nicht, wenn vorhanden, auf etablierte Medizin statt auf „Hausmittel“ zurückgreifen sollte. Es kann nur nicht schaden, auch Hausmittel zu dokumentieren und deren Wirkungsweisen zu verstehen.

Die Pflanzenheilkunde ist in dieser Beziehung also keine wirkliche Konkurrenz zur Schulmedizin, auch wenn es bisweilen so dargestellt wird – Pflanzenheilkunde ist der Vorgänger und war (und ist?) eine wichtige Wissensquelle der modernen Medizin, und wie in anderen Wissenschaftsbereichen ist es sinnvoll, veraltete Verfahren nicht zu vergessen.

Wie dem auch sei, mir soll es heute um Homöopathie gehen. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass diese Medizin funktioniert, und wohl auch Nachweise, dass die Wirkung ausschließlich auf dem Placeboeffekt basiert, zumindest gehe ich – Wikipedia lesend – davon aus. Nun hatte ich allerdings früher, zu meiner Schulzeit, einige Bekannte, die auf Homöopathie schwörten, und auf deren Wirkung bestanden, und bereits „präventiv“ Globuli einnahmen, um sich vor Grippe, etc., zu schützen, diese Leute waren auch augenscheinlich eher selten krank, und falls doch, so brauchten sie – nach eigenen Angaben – weniger starke Medikamente.

Nun, dieser Sachverhalt ist wohl mit dem Placeboeffekt zu erklären, denke ich. Dennoch ist der Effekt da. Das Einnehmen von homöopathischen Medikamenten löst irgendetwas in den Menschen aus was dafür sorgt, dass sie weniger krank sind. Klar, wenn man die Leute belügt, und sagt, es wären homöopathische Mittel, und ihnen „irgendetwas anderes“ gibt, tritt wohl dasselbe ein, wissenschaftlich gesehen ist Homöopathie also wirkungslos, weshalb sie auch von Krankenkassen nicht gezahlt wird.

Es gibt aber Leute, die genau dies fordern: Homöopathie sollte bezahlt werden. Klar kann man erstmal sagen, diese Forderung sei schwachsinnig. Ich habe nun aber letztens eine andere Sicht auf die Dinge erlangt:

Mir ist aufgefallen, dass in sämtlichen Heil-Methoden-Dokumentationen von irgendwelchen Naturvölkern, die ich bisher gesehen habe, aber auch in den Unsrigen des Mittelalters, sehr viel Ritualisierung vorhanden war, und zumeist sehr viel Spiritismus. Der Heiler war irgendeine „höhere“ Person die sich mit Mächten auskannte, die Anderen suspekt waren. Letztendlich wurde der kranken Person mehr oder weniger befohlen gesund zu werden, wo doch so viele Mächte beschwört werden. Nun sind Ärzte zwar durchaus Autoritäten, aber doch in keiner Weise „geheimnisvoll“, und die heutige Ritualisierung beschränkt sich hauptsächlich auf das Vermeiden von Schamgefühlen.

Möglicherweise ist aber, wenn ich mir so anschaue, was so alles wöchentlich zu seinem Hausarzt rennt, der letztendlich auch nicht bei jeder Kleinigkeit helfen kann (bzw. will – es ist nicht gut, einen Menschen für jedes Wehwehchen gleich mit Medikamenten vollzupumpen) genau diese Art von Ritualisierung das, was manch einem Menschen fehlt, durchaus denkbar, dass gerade hier die Homöopathie helfen könnte.

Wenn Ärzte zum Beispiel extra angepasst für ihre Patienten ein homöpathisches Präparat mixen, am Besten vor deren Augen, und ihnen erklären worauf die Wirkung basieren soll (Gedächtnis des Wassers und whatever), so bin ich mir sicher, kann vielen Leuten geholfen werden. Und das vergleichsweise kostengünstig. Zumindest kann ich mir nicht vorstellen, dass homöopathische Globuli und Lösungen in der Herstellung besonders teuer sind. Die Produkte die momentan auf dem Markt sind mögen teuer sein, aber das wohl auch nur, weil sie „etwas besonderes“ sind.

Ich denke, es würde die Krankenkassen auf Dauer entlasten, und das allgemeine Wohlbefinden vieler Patienten steigern, wenn Ärzte in gewissen Fällen (die sie natürlich gut abschätzen müssen) homöopathische Medikamente verschreiben dürften.

Zum Schluss hier noch ein dazu passendes Video (hier gefunden):


Weekly Game Music: Link’s Awakening – Ballad of the Windfish

Thu, 29 Oct 2009 00:50:06 +0000

As I mentioned many times before, The Legend of Zelda – Link’s Awakening is my favourite Zelda-Part, and certainly one of my favourite games anyway.

And well, one of the most important melodies in that game is the Ballad of the Windfish – anyone who has ever played this game will remember this melody.

As far as I remember, the first time it occurs is when you meet Marin:

Trying not to give any spoilers, I just say, later in that game the „Song of Awakening“ is played, which has the same melody:

For this one, I didnt find any Morshu- or McRoll-Remixes, but a Mario Paint Version, which is very good:

On YouTube there are also a few videos with some Smash Bros. Brawl Version which was removed from that game. I dont know whether this is just fake. If its fake, well, the melody is good anyway. If its not fake, then – well, of course, they had to remove any good songs from that game, there cant be any well-sounding music in Smash Bros. Brawl, of course.

Then, there is some song in Majora’s Mask which is also called „Ballad of the Wind Fish“ – but it has no relation to this one as far as I know, it doesnt even sound similar (which is a pity I think), anyway, for completeness, here it is:

Then, I found two good instrumental remixes, which I want to post here.

This one bases on a pan flute and violin, but it gets epic in the end:

This one is less epic, but still good:

All of the videos are not made by me and just found on youtube, so, well, be kind, comment and rate them on youtube.

Update:

I was just reminded of another Video I saw which contents a lot of other Zelda Melodies, also the Ballad of the Windfish:


Frustblogging #11: Raumnummern

Wed, 28 Oct 2009 15:12:17 +0000

Dass Verwaltungsangestellte an der Uni immer etwas zu tun haben möchte ich garnicht bestreiten. Vor Allem müssen sie verwirrten Studenten ständig neue tolle Gesetze und Regelungen erklären, die wer auch immer erfunden hat.

Und da eigentlich die Anstrengungen von Menschen stets in Richtung Arbeitsminimierung gehen sollten, würde ich ja eigentlich davon ausgehen, dass die Verwaltungsangestellten froh sind, wenn irgendwelche Teile ihrer Arbeit konstant blieben, und deshalb kein Interesse daran haben sollten, so etwas banales wie Raumnummerierungen zu ändern.

Nun, ebendieses passiert aber immer wieder. Welche Gründe es dafür geben kann, nun, möglicherweise kommen neue Räume hinzu, oder die Topologie des Gebäudes ändert sich signifikant, oder der Datensatz mit den Zimmernummern wurde aus der Datenbank gelöscht und man hat keine Lust alle Zimmer abzuklappern und diese wieder herauszufinden, oder man hat die Verwaltungssoftware geändert und keine Möglichkeit das alte Format in das neue zu konvertieren. Das wären die Szenarien die ich mir denken kann. Welche es nun sind, darüber kann ich nur spekulieren.

Zumindest eines kann ich relativ sicher sagen: Zur Übersichtlichkeit tragen solche Nummerierungsänderungen eigentlich nie bei. Sie stiften Verwirrung und erzeugen Lernaufwandt, ohne sichtbaren Nutzen.

Nun, die Frage ist natürlich, was ist eine gute Nummerierung?  Nunja, die meisten Gebäude sind in Stockwerke und Buchstaben eingeteilt. Die Buchstaben geben mehr oder weniger sinnvolle Gebäudeabschnitte wieder, die Stockwerksnummern werden meist zur Hunderterstelle der Räume. Wenn man also das Stockwerk und die Blocknummer weiß, sollte man eigentlich ziemlich genau wissen, wo man hinmuss.

Leider sieht die Realität bisweilen anders aus. Klar, auf den Gebäudeplänen sehen die Einteilungen meistens sehr gut aus, aber wenn man sich in dem Gebäude befindet, kann eine solche Raumeinteilung sehr verwirrend sein. In einem Gebäude meiner Uni gibt es zum Beispiel sehr übersichtlich die Blöcke A bis E, die auch, wenn man sich in diesem Gebäude befindet, recht übersichtlich angeordnet entlang eines Ganges sind. Doch dann gibt es einen ominösen Block Z, der von Studenten oft liebevoll „Z-Dungeon“ genannt wird. Denn einige im Keller liegende Teile dieses Blocks sind zu gewissen Zeiten nur durch einen sehr seltsamen Hintereingang erreichbar. Auch in den höheren Stockwerken sind Teile dieses Blocks eher abgelegen und sehen bisweilen ziemlich „verwunschen“ aus (Wahrscheinlich hat man aus dem Grund auch die theoretischen Informatiker dort hineinverfrachtet)

Ein anderes Erlebnis war dass man hier die Nummerierungen geändert hat, aber den öffentlich zugänglichen Lageplan nicht, was erhebliche Verwirrungen ausgelöst hat,weil plötzlich Vorlesungen für Zimmer angekündigt waren die auf diesem Lageplan garnicht eingezeichnet waren.

Und just gestern hatte ich in einem anderen Gebäude (in dem ich nicht so häufig bin) wieder mal ein Erlebnis, wo ich wirklich Facepalmen musste … Ich suchte das Zimmer A 213. Ich fand erstaunlicherweise sehr schnell A 214. Stand also vor dem Zimmer A 214, und war der Überzeugung, ein Zimmer mit der Nummer A 213 müsste doch irgendwie in der Nähe von A 214 sein. Ich suchte also ziemlich lange in der Nähe von A 214 herum, bis ich aufgebend den Lageplan konsultierte. Der verriet mir: A 214 ist auf der anderen Seite des Gebäudes – von oben betrachtet quasi Symmetrisch gegenüberliegend. Deshalb sieht die Nummerierung von oben auch sinnvoll aus. Wenn man sich aber im Gebäude befindet, in dem dessen Symmetrieachse natürlich nirgends eingezeichnet ist, geht man eigentlich intuitiv davon aus, dass Räume mit nahe beieinanderliegenden Nummern auch irgendwie nahe beieinanderliegen.

Und ich finde, das macht eine gute Raumnummerierung aus. Räume die nebeneinanderliegen sollten idealerweise aufeinanderfolgende Nummern haben. Bei Gängen oder Seitenräumen sehe ich ein, dass man hier Ausnahmen macht, denn Gebäude werden selten so gebaut, dass man die Zimmer gut durchnummerieren kann, aber trotzdem kann man auch hier die Übersichtlichkeit ziemlich hoch halten, und das Problem stellt sich doch eher selten. Räume die direkt untereinanderliegen sollten sich idealerweise um genau 100 unterscheiden. Auch das geht nicht immer. Aber doch meistens. Ansonsten kann man, wenn mehrere Räume unter einem großen Raum liegen, diese vielleicht noch mit einem Kleinbuchstaben versehen.

Das wäre wünschenswert. Aber leider sehen Nummerierungen auf Lageplänen häufig erheblich übersichtlicher aus, wenn sie anders gestaltet sind.


Xml is like violence …

Tue, 27 Oct 2009 20:50:19 +0000

XML is like violence – if it doesn’t solve your problems, you are not using enough of it.“ (via bash.pilgerer.org)


The Lolcat Bible

Mon, 26 Oct 2009 20:48:01 +0000

Lolcats sind inzwischen ein ziemlich altes Mem – zumindest in Maßstäben der modernen Netzkultur gemessen. Kaum eines der modernen Lolcat-Bilder finde ich persönlich noch witzig. Dennoch sind Lolcats wohl eines der wichtigsten und bekanntesten Internet-Phänomene.

Nun ist es so, dass es im Internet, trotz der Vorurteile, man würde dort nichts tiefgründiges finden, immer wieder auf religiöse Diskussionen stößt. Diese sind meistens auf eher niedrigem sprachlichen Niveau, dafür aber häufig ziemlich direkt, und teils auch nicht unbedingt nur oberflächlich. Netzhumor ist allerdings bisweilen ziemlich schwer zu verstehen.

Ähnlich wird es wohl manch einem mit dem Lolcat Bible Project gehen. Das Projekt will die gesamte Bibel in Lolspeak übersetzen. Gott wird hierbei Ceiling Cat genannt, der Teufel ist Basement Cat, Jesus ist Happy Cat.

Vermutlich kam dem Initiator die Idee durch diverse Ceiling Cat Bilder.

Nun ist dies aus distanzierter sicht freilich humoristisch, aus christlicher Sicht könnte man dagegen freilich aufbringen, es sei Gotteslästerung. Nun, ich bin hier anderer Ansicht. Aus mehreren Gründen.

Zum Einen handelt es sich hierbei um eine Übersetzung der Bibel in eine andere Sprache. Ich habe auch schon Übersetzungen der Zehn Gebote auf Fränkisch gesehen, und angeblich gibt es eine Bibelübersetzung auf Klingonisch. Dies ist eine Bibelübersetzung in lolspeak, und ich finde, sie liest sich ganz gut. Nun, anstatt Gott wird Ceiling Cat genutzt, aber ich muss ehrlich sagen, mir ist das auch lieber.

Es scheint sich hier um ein Community-Projekt zu handeln – was wohl im christlichen Sinne ist. Viele Menschen tun zusammen etwas. Und – sie beschäftigen sich mit der Bibel. Vielleicht nur oberflächlich, aber sie tun es. Die, die dabei nichts tieferes erkennen, werden dies auch nicht, wenn sie sich anderweitig mit der Bibel beschäftigen – wenn überhaupt kann es also nur positive Auswirkungen haben.

Außerdem bin ich fest überzeugt: Gott hat Humor. Auch über sich selbst. Selbstironie ist eine sehr positive menschliche Eigenschaft, und ich glaube, dass Gott diese ebenfalls hat. Gott hat uns Humor gegeben, warum sollten wir ihn dann nicht anwenden.

Nun, ich kann nur jedem empfehlen, sich die Lolcat Bible mal anzusehen. Die die die Bibel schon kennen werden dadurch mit der Netzkultur verbunden, die die die Netzkultur kennen mit der Bibel, und die die garnichts kennen mit Beidem.

Und somit schließe ich ab mit einem Zitat:

„He letz me sit at teh taebl evn when peepl who duzint liek me iz watchn. He givz me a flea baff an so much gooshy fud it runz out of mai bowl LOL.“


Simoniseffekt für Carstensen

Mon, 26 Oct 2009 17:17:49 +0000

Einige werden sich vielleicht noch an die Wahl in Schleswig-Holstein 2005 erinnern. Insbesondere an die Wahl des Ministerpräsidenten. Heide Simonis hatte damals 1 Stimme mehr als Peter Carstensen in ihrer Koalition. Jetzt hat Carstensen 1 Stimme mehr als die Opposition. Damals hat Simonis 1 Stimme nicht bekommen, folglich stand es Gleichstand und im Endeffekt kam Simonis nicht dran. Ich fände es hätte einen Hauch von Ironie, wenn Carstensen seine 3 Stimmen Mehrheit in der Abstimmung nicht erhält.

Andererseits macht es sicher auch Spaß mit einem so knappen Vorsprung bei 6 Überhangmandaten zu regieren. Die können so schnell weg sein… Aber vielleicht ist auch die Klage gegen die Zahl der Ausgleichsmandate erfolgreich. Dann könnte es ein richtig schönes Patt geben.


Slowly proceeding with my V-Server: What PHP wants

Mon, 26 Oct 2009 01:09:21 +0000

Today after proceeding with the work I have to do, I was stuck with one problem, so I stopped working and took a bit of time continuing to try to get php work through hunchentoot. The last time it worked partially, and it seemed like it needs some more environmental variables.

So I reconfigured my hunchentoot to use php-cgi through cgi rather than through fastcgi. And I changed /etc/alternatives/php (which was a symlink anyway) into

#! /bin/bash

env > /tmp/environz
php5-cgi

Surprisingly, this worked, and looking at /tmp/environz, I saw some strange variables being set:

HTTP_X_REQUESTED_WITH=XMLHttpRequest

What a strange variable this is. I dont see any sense in adding this information. Ok, well, maybe to improve security, that is, no xss-injected javascript can access special content without the user’s notice.

HTTP_X_PROTOTYPE_VERSION=1.6.0.1

I have no idea what this does. Obviously giving some version-number. I will try what happens when not setting it. And if it fails, I’ll maybe just set it to 1.6.0.1 and see what happens.

HTTP_CONNECTION=keep-alive

Dunno, why a cgi-script would want to know this. There are quite a few other HTTP_ variables. As far as I read, HTTP_* is just the value of the Http-Header *, passed by the server. So maybe I will just do this.

REDIRECT_STATUS=200

This is the most strange variables of all. I dont really get the point to this. Googling for it, I only found strange results.

Well, at the moment I somehow get Segmentation Faults from php-cgi. And actually I am too tired to proceed working at it. At least as soon as my current work is done, I will spend a few days get this whole thing work properly. But till that, I will need enough sleep. So … Good Night.


Mac OS … noch ein paar Rants meinerseits …

Sat, 24 Oct 2009 00:57:05 +0000

Mich regt Software in letzter Zeit so dermaßen auf. Immer die ganzen Elfenbeinturmwächter, die in ihre Software keine fremden Einflüsse lassen wollen. Aber heute will ich mich mal meinem geliebten Mac OS X Snow Leopard widmen. Nun, was hat mich Bewogen, einen Mac zu kaufen? Nunja, einige Leute die ich kannte haben sich einen gekauft, also habe ich es mal riskiert. Nunja, und die Hardware ist gut. Da kann man nach wie vor nichts sagen. Nicht, dass die Hardware anderer Hersteller nicht auch gut wäre – naja, zumindest die von IBM. Es ist nur erstaunlich, wie Apple es schafft, Hardware die so hervorragend ist mit so schlechter Software zu bestrafen.

Nun, kommen wir zuerst mal zu MacPorts. Das ist – muss man fairerweise sagen – freie Software und wird von Apple meines Wissens nicht offiziell unterstützt. Allerdings ist es schon eine Meisterleistung von Apple gewesen, mit einem kleinen Systemupgrade einen ganzen Paketbaum unbrauchbar zu machen (und andere Software die ich bis dato gerne verwendete). Aber mei, so sind die großen Hersteller halt. Man muss ja, wenn man sich das IPhone ansieht, schon froh sein dass man überhaupt freie Software für Macs anbieten darf.
Nun, die Maintainer von MacPorts scheinen gerade irgendwie alle im Urlaub zu sein, anders kann ich mir nicht erklären, dass Software wie Gimp, für die es seit sieben Wochen (!!!) einen Patch gibt mit dem sie unter Snow Leopard läuft, oder SBCL, bei dem seit fast zweieinhalb Monaten (!!!) eine Version online ist die unter Snow Leopard hervorragend läuft, immernochnicht unter MacPorts compiliert, weil sie immernochnicht aktualisiert wurde. Die Debianer schmeißen solche Software dann wenigstens aus ihrem Paketbaum. Aber Apple-Persons versuchen es hier wohl ihren Vorbildern nachzumachen, und minderwertige Software zu hohen Preisen (zumindest indirekt – MacPorts ist ziemlich langsam und unflexibel) anzubieten.
comic
Ok, macht nichts. Ich krieg Gimp nach wie vor nicht zum Laufen, aber zum glück gibt es VirtualBox und Linux. Mit einem Shared Folder kriegt man wunderbar Dateien Hin und Her, und per X-Forwarding kann man Gimp sogar ziemlich gut in seine Arbeitsfläche integrieren. Thats the Spirit of Mac OS. Benutze VirtualBox um die Fähigkeiten von Linux auch hier zu nutzen. Ähnlich sieht es ja in der Kommerziellen Welt mit Windows aus, wenn ich mir sowas wie Parallels oder VMWare Fusion anschaue. Dass man unter Linux sowas wie Wine benutzen muss, ist insofern in Ordnung, dass Linux schlichtweg freie Software ist. Freie Programmierer, die teilweise keinen Cent für ihre Arbeit kriegen, haben nicht die Kapazitäten, Treiber und Unterstützung für jeden kommerziellen Hirnfurz zu programmieren. Aber die Apple-Leute? Etwas besseres als Bootcamp hätten sie schon hinbringen können.

Ich finde es jedenfalls durchaus witzig, dass es für ein kommerzielles System bezahlte (und offenbar kommerziell erfolgreiche) Software gibt, die ein anderes virtualisiertes System (für das man ebenfalls Geld bezahlen muss) möglichst gut einzubinden versucht. Ich weiß nicht. Wenn ich alle möglichen Windows-Anwendungen habe, warum sollte ich dann Mac OS verwenden? Für Linux gibt es wenigstens einen guten Grund (wobei man hier wohl eher auf ein virtualisiertes Linux zurückgreifen würde), das Vorhandensein von vieler innovativer oder akademischer Software, die aber teils noch nicht für kommerzielle Systeme verfügbar ist. Gerade im Universitären Bereich ist freie Software für die Softwareentwicklung denke ich sehr wichtig, nach allem was ich gesehen habe. Aber manch einer will eben auf Windows nicht verzichten. Aber Mac OS? Was hat Mac OS für große Vorteile?

Ich höre immer wieder, die Benutzeroberfläche von Mac OS wäre so überzeugend. Ich verstehe überhauptnicht, warum. Es gibt keine „Home“ und keine „End“-Taste. Unter Ubuntu kann ich einstellen, dass dies z.B. durch Fn+Pfeiltaste möglich ist, und da es hier schon der X-Server remapped, im Idealfall die Anwendungen selbst also garnichts davon mitbekommen, funktioniert das auch wirklich überall, in jeder Anwendung. Hier unter Mac OS habe ich in verschiedenen Anwendungen verschiedene Verhaltensweisen. Unter dem Terminal von Mac OS bedeutet Fn mit den Pfeiltasten anscheinend Ganz nach Oben bzw. Ganz nach Unten scrollen in der Ansicht, mit CMD passiert garnichts, außer evtl. ein Beep. Unter Firefox funktioniert es teilweise mit cmd, teilweise mit fn, teilweise mit Beidem, teilweise scrollt das eine nach oben. Scheint abhängig davon zu sein, welches Widget er gerade einbindet. Nun, bei Firefox wundert mich das insofern nicht, dass Firefox sehr viele verschiedene APIs benutzt. Unter Adium ist mein persönlicher Workaround, einfach die Up- und Downtasten zu drücken, da das Eingabefeld meist ohnehin einzeilig bleibt, reicht dies aus.

Nun brauchte ich heute zum ersten Mal meinen Scanner an dem Mac. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es direkt nach dem Anschließen „blubb“ macht und der Scanner erkannt und eingebunden wird. Pustekuchen. Die tolle Scanner- und Druckerkonfiguration erkannte meinen Scanner aber scheinbar nicht, und nach etlichen Versuchen und ein paar Google-Suchen die mir sagten, dass man diesen Scanner nur mit Zusatzanstrengung konfigurieren könne, nutzte ich das USB-Forwarding von VirtualBox und scannte unter meinem virtualisierten Ubuntu.
Die Druckerkonfiguration war ähnlich lustig. HP LaserJet 1018 – ein Problemfall auch unter Linux, aber da geht es inzwischen quasi Tadellos. Die Druckerkonfiguration unter Mac OS ging natürlich nicht (erschwerend kam hinzu, dass ich den Drucker an meinem Router angeschlossen betreibe). Die Druckerkonfiguration von Mac OS lässt einen aber auch fast nichts einstellen. Zufällig habe ich z.B. bemerkt, dass man unter http://localhost:631/ auch unter Mac OS einen CUPS erreicht – CUPS … Omg. Ja, CUPS.

Dieses CUPS auf localhost:631 hat sich dann auch nicht so blöd angestellt wie die klickibunti-version die Mac OS den Leuten da standardmäßig vorsetzt. Über sie erfuhr ich dann letztendlich dass Mac OS für diesen Drucker keinen passenden Treiber hat (was letztendlich in einigen Foren auch bestätigt wurde). Man benötigt die richtige PPD-Datei, die man Cups übergibt, soweit ich das jetzt mitbekommen habe. Eine Datei – die man sich herunterladen können sollte – und dann einem Interface übergibt. Ist natürlich zu viel verlangt von dem Standard-Mac-DAU, deswegen kann das default Interface das vermutlich auch nicht. Immerhin mindestens ein Button mehr, waaah, das geht natürlich nicht. Nun, die PPD-Datei des foo2zjs-Treibers hätte eigentlich funktionieren müssen, aber nunja, man muss einige andere Sachen unter Mac OS builden. Dazu hatte ich dann doch keine Lust und habe letztendlich meine Ubuntu-VM auch hierfür benutzt – warum auch nicht. Dafür hat man doch Mac OS. Inzwischen habe ich für alle Fälle auch wieder eine Windows-VM.

Jedenfalls: Tolles System, das Apple da fabriziert hat.

(Die Bilder stammen, bis auf das Zweite, von fukung.net).