Software that should exist #3: “xlib-nox”/faked XLib

Wed, 13 Jan 2010 20:25:10 +0000

Something that is getting on my (and others’) nerves when using ported Linux-Software on Windows or Mac is the dependency of an X-Server. While under Windows – at least before Windows 7 – the integration into the rest of the Desktop-System was comparably good (depending on which Server you actually used), under Mac OS X you have a lot of compatibility-problems.

Of course, most programs should use GTK/QT, which is portable, but many of them still use low-level-interfaces to X11 (and some programs simply have old bindings for Motif, etc. – and besides that, sometimes you may even want X11.

Most of the Software uses the XLib. I wonder if its possible to create an XLib which implements most of the calls directly, i.e. has an “integrated” X-Server inside itself which directly calls the System. Instead of having to connect to a Window-Manager, it could translate the given properties directly to the System. And – of course – every Application would have its own Context, so Things like the Dock in Mac OS X or the Window-Grouping under Windows would work, too.

There are a few problems with this – i.e. one would have to adapt some of the code of ported programs. But it should be possible to make that a lot easier.


Mac OS X – meine Versuche die Philosophie zu verstehen

Wed, 13 Jan 2010 06:54:59 +0000

Ich bin für wahr kein besonderer Freund von Mac OS X. Allerdings gibt es so viele Leute die auf Mac OS X schwören. Nun, es gibt auch Windows Fanboys, und generell für so ziemlich jedes Betriebssystem ziemlich solidarische Befürworter, und jeder dieser Befürworter findet etwas gut an seinem Betriebssystem.

Wie in der Politik findet man die Vorteile einer Sache am Besten bei deren Befürwortern, die Nachteile bei deren Gegnern. Vor Allem aber hat jedes Betriebssystem eine Philosophie. Die Philosophie von Linux ist zum Beispiel dessen Freiheit – alle Vorteile von Linux, die sich ergeben, ergeben sich letztendlich nur aus dessen Freiheit. Es gibt jede Menge Kritikpunkte gegenüber Linux, denn es gibt jede Menge Nachteile die aus dieser Freiheit resultieren, zum Beispiel, dass das ganze System ziemlich inhomogen ist, dass man außerhalb von fertigen Distributionen kaum mehr eine Chance hat sich ein Linux-System zusammenzubauen. Aber eben auch den Vorteil, dass es kaum einen Einsatzzweck gibt, zu dem es nicht eingesetzt werden kann.

Nun, was ist die Philosophie von Mac OS X? Qualitativ hochwertige Software, in der sogar die Icons pixelgenau stimmen? Ich zweifle an. Die Qualität wird zwar ständig bemängelt, wenn es um Nicht-Mac-Software geht, aber realistisch betrachtet ist “Qualität” wiederum ein Begriff der vom Betrachter abhängt, und so kommt es, dass ich zum Beispiel einige Dinge die Mac OS X macht ziemlich minderwertig finde.

Wie auch schon in Linux-Communities scheint es in OS-X-Communities viele Neulinge zu geben, die sich einfach nur von Windows separieren wollen. Dass Windows schlecht ist hört man von vielen Leuten, vor Allem von Usern, es wird zu einer Überzeugung, die Leute offenbar dazu antreibt, von diesem Betriebssystem wegzuwechseln. Die Kritikpunkte an Windows sind aber genauso Diffus wie ich sie schon von Linux-Neulingen kenne. Windows sei zum Beispiel Instabil und Unsicher – nun, die meisten Schadprogramme werden sich wohl auf Windows am wohlsten fühlen weil es das am weitesten verbreitete System ist, genaugenommen macht das Windows aber eher zu einem sehr stabilen System, da sehr viele Sicherheitslücken erkannt und geschlossen werden. Um ganz ehrlich zu sein: Ich finde Windows eigentlich inzwischen ziemlich stabil. Und die Benutzerfreundlichkeit – nunja, Benutzerfreundlichkeit ist auch wieder so eine Sache, die ich persönlich gespalten sehe. Die Benutzerfreundlichkeit einiger Systeme geht inzwischen so weit dass man technisch einfache Dinge überhaupt nicht mehr hinbekommt, weil sie so stark vom Nutzer wegabstrahiert werden, andererseits diese Dinge eben doch manchmal haben will. Wie dem auch sei.

Ein blinder Separatismus treibt offenbar also viele neue Leute in die alternativen Communities von Mac OS X und Linux. Und sicherlich bleiben da mehr Leute hängen, die sich für einen Mac entscheiden, da im Gegensatz zu Linux ein Mac ziemlich teuer ist. Aber das würde sich zu schnell herumsprechen als dass das der Grund sein könnte.

Was unterscheidet die Mac-User von den anderen Usern? Nun, sie haben meistens scheinbar mehr Geld, zumindest sitzt der Euro lockerer wenn es darum geht Software zu kaufen. Und sie sind bereit, erheblich mehr Geld für mehr oder minder gleichwertige Hardware auszugeben. Sie scheinen auch auf Design zu achten. Und verzeihen ihrem Betriebssystem die vielen Kleinigkeiten die es nicht kann. Das war auch meine Auffassung. Und diese Auffassung ist wohl durchaus berechtigt. Allerdings – wie ich schon sagte – mir geht es nicht ums Bashing, ich will es verstehen.

Ich will zum Beispiel verstehen warum Leute Geld für iWork ausgeben statt OpenOffice zu benutzen, warum Leute sich lieber ein Grafikprogramm kaufen als das für mich gleichwertige GIMP zu benutzen, oder warum jemand fünfzig Euro für einen Editor ausgeben sollte, anstatt Aquamacs oder macVim zu benutzen. Und warum ist zum Beispiel Mac-Hardware so teuer, obwohl nicht unterstützte Betriebssysteme sie sogar schrotten können? Nun, all das ist für einen PC-Nutzer an sich nicht nachvollziehbar.

Ich glaube aber, inzwischen habe ich es verstanden. Apple hat es geschafft, sich eine Diktatur der nach Perfektion strebenden Qualität aufzubauen, und seine User eine Doktrin zu lehren. Eine Doktrin, die sie dazu bringt, sich lieber damit zufrieden zu geben, Geld für etwas zu bezahlen was anderswo kostenlos ist, nur weil es näher an der Perfektion des Gesamtsystems ist, die ihn sogar dazu bringt, auf irgendetwas gänzlich zu verzichten, wenn es sich nicht in die bereits bestehende Perfektion einfügen lässt.

Und OpenOffice fügt sich nicht so gut in die Mac-Oberfläche ein, genausowenig GIMP. Aquamacs kann man relativ gut einfügen wenn man sich anstrengt, aber ein nativer Editor passt eben besser zu dieser Perfektion. Und dass man fremde Betriebssysteme nur schwer auf dem Mac zum Laufen bekommt – nun, man kann jedes Betriebssystem in einer virtuellen Maschine zum Laufen bringen. Nativ sollte man aber in erster Linie das System laufen lassen, das dafür perfektioniert ist, Mac OS X – selbst BootCamp ist letztlich doch nur deshalb vorhanden, weil es Leute gibt, die auch mal Spiele spielen wollen. Wäre das sinnvoll in einer virtuellen Maschine möglich, die Leute würden es längst tun.

Und so kommt es auch, dass bestimmte Gadgets wie Scanner und Drucker nicht besonders gut von Mac OS X unterstützt werden – all diese Hardware stellt auch Apple her, und da fügen sie sich in die Perfektion des Gesamtsystems ein.

Nun, ich glaube, soweit habe ich das jetzt verstanden. Mac-User suchen nach einer Form von Perfektion, in der alle Komponenten sinnvoll zusammenarbeiten. Letztendlich tue ich das natürlich auch. Aber ich sehe den Weg den Apple geht kritisch. Ich bin durchaus auch der Meinung, es sollte mal eine Linux-Distribution geben, die sich auf die sehr gute Unterstützung sehr weniger Mobilrechner beschränkt und eher diktatorisch organisiert ist, anstatt viel Hardware ein bisschen zu unterstützen und die Paketierung weitestgehend liberal zu halten. Andererseits ist für mich ein hochanpassbares System, zu dem mindestens Quelloffenheit gehört, ein Minimum an Qualität. Eine diktatorisch erzeugte Linux-Distribution wäre immernoch Frei in dem Sinne, dass niemand gezwungen würde, diese zu benutzen oder für diese zu programmieren, sondern sich freiwillig einer Diktatur unterordnet, um ein gutes System zu produzieren. Es kann ja eine demokratisch regelmäßig gewählter Diktator herrschen.


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