Mit einem Dutzend Mäusen im Rucksack bergwandern.

Von einem äußerst sinnvollen, wenngleich eher weniger grausamen Tierversuch, als man sie in der Regel z.B. in der Datenbank Tierversuche (übrigens sehr interessante Seite) findet, habe ich hier gelesen. Bemerkenswert, mit was für einer Hingabe manch ein Forscher doch forscht. Ich zitiere mal:

Das Ziel war, den Einfluss von Sauerstoffmangel auf die Expression von Genen im Blut zu untersuchen

Ich bin kein Biologe, ich frage mich nur… Es gibt so viele Bergsteiger, hätte man nicht die testen können? So viele Leute steigen freiwillig auf Berge. Die würden sicher im Dienste der Medizin eine Blutprobe oder sowas hinterlassen – oder braucht man dazu irgendwelche inneren Organe? Ich weiß es ja nicht, ich nehme nur mal an, wenn die irgendwas sinnvolles herausfinden, werden die eh Tests an Menschen durchführen müssen. Naja, es geht ja noch weiter. Eine ziemlich geile Frage des Reporters:

Da taten Ihnen die armen Viecher leid?

Was für eine Unverschämtheit: Mäuse nehmen Strapazen (es sind Strapazen, trotz Allem) für die Gesundheit von Menschen auf – und dann, anstatt ihnen wenigstens ein wenig Respekt zu zollen – was ja ein Minimum wäre – bezeichnet man sie als „arme Viecher“ – „Viecher“ – ein sehr negativ behaftetes Schimpfwort. Aber gut, das wird dem Reporter wohl kaum bewusst gewesen sein. Wenigstens hat er die Möglichkeit eingeräumt, Mitleid mit den Tieren zu haben. In einer vom extremistischen Speziesismus regierten Welt muss man wohl schon darüber froh sein. Nunja, dann natürlich die Aussage, die Mäuse mussten getötet werden, um Proben zu entnehmen – die brauchten anscheinend sehr viel Blut für ihre Tests. Vielleicht hätten sie ja größere Tiere nehmen können – aber die sind vermutlich zu wehrhaft, und hätten nicht alles ohne Weiteres mit sich machen lassen.

Nun, ich will keinem Vorwürfe machen, die haltlos sind. Und somit lasse ich mich gerne durch einen Kommentar korrigieren. Es ist für wahr nicht der schlimmste Tierversuch, von dem ich gehört habe, er gehört eher zu den harmlosen, so zumindest mein nicht-fachkundiges Empfinden. Es ist nur… Als ich die Meldung gelesen habe, hatte ich irgendwie sofort das bedürfnis, irgendwas dazu zu sagen – mich hätte viel mehr das Befinden der Mäuse interessiert, als das des Forschers, und sie hätten ruhig mehr darüber schreiben können. Aber mir ja egal. Den Durchschnittsleser wird wohl der Forscher mehr interessieren.

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