Virtualbox Open Source Edition

Bisher waren Virtualisierungs-Programme für mich nur ein Spielzeug, mit dem ich herumexperimentiert habe (genau wie Computer generell). Bis vor Kurzem. Zum Arbeiten habe ich mir Windows Vista (das man bei uns über die Uni bekommt) auf eine VM in Virtualbox OSE installiert. Zwei Dinge haben mich sofort erstaunt: Erstens, Microsoft erlaubt es, sein Betriebssystem auf einer VM zu installieren (ja, ich habe mir die Lizenzbedingungen durchgelesen, da steht das explizit drin). Zweitens: Die Emulation ist ziemlich schnell, man könnte fast schon unter dem emulierten System arbeiten – und das, obwohl ich meinen alten Rechner benutze.

Dafür, dass es sich um ein Open Source Programm mit freier Lizenz handelt, ist es ziemlich gut. Ich frage mich, wie Sun Microsystems es sich leisten kann, eine solch gut entwickelte Software unter die GPL zu stellen, aber es scheint aufzugehen – allgemein kann ich gegen Sun Microsystems nur sehr wenig sagen, vor Allem verglichen mit Microsoft und Apple. Mich würde mal interessieren, ob Sun Microsystems auch Laptops für Privatanwender anbietet, am Besten mit SPARC-Architektur, aber sowas wird es wohl nicht geben (nicht dass es sinnvoll wäre… es wäre nur so schön strange).

Ich habe die Guest Extensions installiert, mit der von mir gegenüber freier Software standardmäßigen Erwartungshaltung, dass sie wohl kaum auf Anhieb funktionieren. Ich habe mich getäuscht. Alles läuft wunderbar. Die Mausintegration, die Anpassung an die Fenstergröße – alles wundervoll, man kann Windows quasi wie ein MDI-Fenster verwenden. Auch der „nahtlose“ Modus, das heißt die Integration des Windows-Gast-Desktops in den Linux-Host-Desktop ist gut, allerdings merkt man hier einige Probleme, z.B. wird die Windows-Taskleiste ebenfalls angezeigt, und die geöffneten Windows-Fenster tauchen nicht auf der KDE-Taskbar auf, sondern nur ein großes VirtualBox-Fenster. Mag sogar sein, dass das nicht besser geht. Aber wenn man darauf verzichten kann, ist auch dieser „Nahtlose“ Modus sehr gut benutzbar. Ich persönlich habe aber einfach das maximierte Virtualbox-Fenster auf einer eigenen Arbeitsfläche – das reicht für meine Zwecke aus.

Ein gemeinsamer Ordner ist ebenfalls definiert – damit kann man Dateien zwischen Windows und Linux austauschen (mein Spieltrieb zwingt mich just in diesem Moment, zu sehen, was passiert, wenn man zwei Dateien, die sich nur in Groß/Kleinschreibung unterscheiden, unter Linux in diesem Verzeichnis erstellt – wie wird Windows, das ja nicht Case-Sensitiv ist, reagieren? Ich probiers gleich mal aus… Ok, ich kann die Dateien anzeigen lassen, dir /X zeigt garkeine Kurznamen an. Wenn ich die Dateien beide in einen anderen Ordner verschiebe, wird eine der Beiden ignoriert… Scheint also eine ziemliche Mixtur zu sein aus Case-Sensitiven und Case-Insensitiven Teilen… Lol…), was ich auch mehrfach genutzt habe.

Sehr schön das. Kann ich also nur empfehlen – also Virtualbox… Vista ist halt… Windows… Ich benutze es nur, um Dinge auszuprobieren. Arbeiten ist unter diesem System schwer.

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