Clozure CL

Heute  habe ich zum ersten mal Clozure CL ernsthaft ausprobiert und versucht, es einzurichten. Erstaunlich, alles, was ich so brauche, scheint damit zu laufen, insb. Lispbuilder-SDL. Den Common Lisp Controller habe ich mir mittels dieses Artikels eingerichtet, allerdings lasse ich die noch experimentelle 32-Bit-Version laufen, und man muss einige Dateinamen dementsprechend ändern. Auch SLIME läuft bisher hervorragend. Das Ganze ist an einigen stellen erheblich schneller als SBCL, an anderen Stellen aber auch langsamer. Soweit ich das mitbekommen habe, wird Clozure CL aber vermutlich in nächster Zeit SBCL als first-choice-implementierung ablösen. Nunja, unabhängig davon ist es definitiv eine Überlegung für mich wert, es zu benutzen. Es scheint zumindest momentan keinen gravierenden Nachteil gegenüber SBCL zu haben. Mal schaun. Es kann ja nicht schaden, mit beidem vertraut zu sein.

Ich denke, trotz allem werde ich bei allem was ich programmiere immer auch auf Kompatibilität mit CLISP achten. CLISP ist sehr portabel, und erleichtert es doch sehr, Dinge auf Windows zu portieren. Ich mag CLISP irgendwie. So schön klein und schlank, vielleicht nicht das schnellste Lisp, aber wenigstens haben damit compilierte Programme eine Größe von unter 20 megabyte – normalerweise.

So langsam mausert sich auch ECL zu einer richtig guten kompatiblen und vor allem portablen Implementierung von Common Lisp. Die Grundidee, ein System auf C aufzubauen, ist meiner Meinung nach gut – einfach, weil schlichtweg für so ziemlich jedes System ein C-Compiler existiert, und das vermutlich noch einige Zeit so bleiben wird.

Und da ich schon dabei bin, implementierungen zu verlinken, merke ich an, dass ich CMUCL ausgelassen habe (da ich dieser Implementierung bisher wenig abgewinnen konnte, sie mir an einigen Stellen veraltet vorkommt, und SBCL ohnehin ein Fork daraus ist), und kann mir nicht verkneifen, auch mal wieder Toilet Lisp zu verlinken, in der Hoffnung, dass es irgendwann weiterentwickelt wird.

Man glaubt es kaum, dass man eine so große Auswahl hat, obwohl CL eigentlich eine recht wenig verbreitete Sprache ist. Was schön wäre wäre allerdings, wenn sich in Beziehung auf neuere Features wie selbst definierte Streams, Threads, Sockets und Webprogrammierung, etc., allgemeine Standards durchsetzen würden, so ähnlich wie das bei Gray-Streams der Fall war. Es muss ja nicht gleich ANSI-Standardisiert sein. Es gibt zwar ein paar Projekte, die darauf zielen, aber irgendwie scheinen die ziemlich im Sand zu verlaufen.

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