Wie baut man einen Computer?

Sat, 28 Feb 2009 03:36:54 +0000

Ich habe vorhin das hier gelesen. Mir kam dann natürlich sofort der Gedanke, wie gut man „in seiner Garage“ einen Computer hinbekommt. Das heißt, wie schnell, etc.

Ich hab mich dann mit dieentelebt darüber unterhalten, und bin etwas abgeschweift. Aaalso:

Angenommen, man ist auf einem anderen Planeten ausgesetzt, dessen Vegetation und Beschaffenheit der Erde sehr ähnlich ist, nur ohne Menschen. Oder Alternativ: Steinzeit. Man hat also quasi nichts, außer seinem Wissen. Wie gut kann man einen Computer (im weitesten Sinne) herstellen?

Das erste Problem, einen konventionellen Computer herzustellen, dürfte wohl sein, dass man erstmal kein Metall hat. Das gewinnt man aus Erzen. Generell ist es wohl erstmal gut, einen Rennofen zu haben – nicht trivial, aber das sollte man noch schaffen. Irgendwas zum verbrennen findet man sicher.

Das Erz kann man versuchen, abzubauen, das ist aber wohl vergleichsweise schwer. Man sollte vielleicht lieber nach Raseneisenerz suchen.

Eine Alternative Idee wäre Sand, aus dem man Silizium machen kann – also als Leiter, nicht als Halbleiter, also nicht unbedingt rein. Die Frage (die ich leider nicht beantworten kann) ist, ob man Silizium einigermaßen angemessen plastisch verformen kann, also sowas wie Draht herstellen kann.

Gut, irgendwie kriegt man auf jeden Fall wohl Metall her. Ich denke, das ist einer der schwierigsten Schritte.

Auch Magnete findet man sicherlich irgendwo. Also kann man wohl schon mal Strom erzeugen. Das am Besten mittels einer Wasser- oder Windmühle. Die zu bauen dürfte – wenn man erstmal Magneten und Metallspulen hat, und freilich etwas Holz – nicht das Problem sein. Muss ja nicht ewig halten.

Ein Relais kann man damit auch bauen. Damit kriegt man sehr langsame Rechner wohl bereits hin. Röhren oder gar Transistoren halte ich dann wiederum für schwierig.

Nungut. Die Frage ist… Ob man das, was man damit hinkriegt, nicht auch mit Wasser oder sowas hinbrächte, oder gleich als rein mechanischen Rechner.

Irgendwie muss man doch irgendwas einigermaßen sinnvolles hinbekommen können… es kann doch nicht sein, dass wir so abhängig sind vom Rest der Menschheit. Zumindest fände ich das erschreckend.

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Twitter – Mit den Vögeln zwitschern

Fri, 27 Feb 2009 23:12:39 +0000

Es tut mir so leid. Ich habe mich hinreißen lasen.

Ja, es ist wahr, ich habe jetzt einen Twitter-Account.

http://twitter.com/dasuxullebt

Mei. Ich werd dort vermutlich im Wesentlichen irgendwelche Links posten, mit kurzen, nicht immer ernstzunehmenden Kommentaren dazu, die zu kurz sind, als dass ich sie auf diesem Blog posten könnte. Kurz gesagt, vermutlich benutze ich den Account als Müllhalde für alles, was mir so einfällt, und zu kurz oder doof für diesen Blog ist.

Da ich aber ja weiß, dass die Welt da draußen nie genug von mir kriegen kann, ist das denke ich eine gute Lösung.

Benutzt am Besten einen Zwitscherklienten, oder den Futterleser euerer Wahl.


Jesuskälbchen

Fri, 27 Feb 2009 17:55:31 +0000

„Allein in Bayern starben in den letzten Monaten über 90 Kälber“ – soweit finde ich es eigentlich garnicht überraschend, was man in diesem Artikel lesen kann, wenn überhaupt, dann finde ich es überraschend, dass es so wenige sind. Wo doch Kalbfleisch „allgemein zarter und heller“ ist als normales Rindfleisch, und der Fleischhunger höherer Primaten in diesem Sinne freilich auch vor dem Ermorden von Kindern keinen Halt machen kann, denn der Genuss eines seiner Artgenossen ist zweifelsfrei wichtiger als das Leben beliebig vieler junger andersartiger.

Dementsprechend ist es auch besonders schlimm, was in diesem Artikel steht, wenn man sich die weiteren Informationen durchliest.

„Die Symptome sind erschreckend. Urplötzlich sickert Blut aus unverletzter Haut oder Körperöffnungen eines wenige Wochen alten Kälbchens. Auch unter der Haut breiten sich die plötzlichen Blutungen aus.“

Wie können sich diese Viecher nur erdreisten, ihr kostbares Blut zu verlieren! Die „Jesuskälbchen“ – wie sie dem Artikel nach viele Bauern nennen – haben viel zu wertvolles Blut, als dass sie es einfach so verlieren dürfen. Wenn man nur bedenkt, was man alles aus deren Blut hätte machen können, angefangen von der Blutwurst, bis hin zur biologisch abbaubaren Fassadenfarbe. Diese Schmarotzer!

„Einige Bauern berichteten, dass es nach dem Einzug der Ohrmarke oder nach einer Injektion gar nicht mehr aufhörte nachzubluten.“

Echt mal hey! So eine schlimme Krankheit. Jetzt kann man den Viechern nicht mal mehr Manschetten durchs Ohr treiben, ohne dass sie Blut verlieren. Damit passen die Tiere ja garnicht mehr in unser bürokratisches System. Die verheerenden Folgen sind nicht abzusehen.

Das Ganze geht schon so weit, dass man Schlachtvieh in Tierkliniken liefern muss.

„Zehn Prozent der bei uns eingelieferten Kälber haben nach intensiver Behandlung und Blutübertragungen überlebt.“

Puh. Immerhin: Zehn Prozent davon können wir noch mästen und fressen. Und bestimmt wird man bald mehr wissen, und noch mehr Tiere kostengünstiger heilen können. Wir müssen also auch in Zukunft nicht auf delikates Kalbfleisch verzichten. Der Tag ist gerettet.


Die Hauptwerkzeuge als Wissenschaftler…

Fri, 27 Feb 2009 04:35:43 +0000

Die Hauptwerkzeuge als Wissenschaftler sind hiernach also ein Webbrowser und Google™. Wenn schon die Menschheit verblödet, wenigstens wird das Internet schlauer.

Wahrscheinlich bildet sich irgendwann ein großes Botnetz aus den ganzen Internet-KI’s, an denen man ja inzwischen Arbeitet, das unseren Wissenschaftlern gezielt falsche Informationen liefert und so irgendwann Die Weltherrschaft™ an sich reißt. Wäre zumindest eine nette Idee für einen Science-Fiction-Film.

Egal, wer obigem Link gefolgt ist, wird bemerken, dass dort ein Video verlinkt wurde, das ich persönlich auch sehr interessant finde:

Auch Das Böse™ hat also mal klein angefangen…

Das erinnert mich jetzt wiederum an ein anderes Video (Vorsicht: Zusammenhang fehlt komplett)

Ich muss dringend Japanisch Lernen!


Journalisten arbeiten Heimlich für den BND

Fri, 27 Feb 2009 02:43:24 +0000

Ich verlinke das mal, weil ich es sehr wichtig finde:

Pressekodex: Journalisten arbeiten heimlich für den BND

Scheinbar haben einige Journalisten also für den BND gearbeitet. Zieht euch am Besten das Video dazu rein.

Man darf die Tragweite dessen nicht unterschätzen. Die Presse ist ein Kontrollmechanismus, die „vierte Gewalt“ im Staat, wurde sie glaub ich mal von irgendjemandem genannt.


Zum ersten Mal Mobil Online…

Thu, 26 Feb 2009 13:26:04 +0000

Wer auch immer meine gestwagen Posts gelesen hat, sollte mitbekommen haben, dass zumindest einer davon aus der Bahn stammt… Gestern hatte ich nicht die Zeit, dies gebürend anzuerkennen.

Hey! Es war mein erster Post mittels mobilem Internet, und auch das erste Mal, dass ich in der Bahn wirklich online war. Ein Traum… Die Langweilige Bahnfahrt erschien viel kürzer. Noch schöner wäre es freilich gewesen, wenn das Ganze nicht nach Zeit abgerechnet worden wäre, man also keine Zeit hat, mal länger aus dem Fenster zu sehen.

Benutzt habe ich „Vodafone WebSessions“ – einen Tarif, den man ohne Vertragshandy bekommt. Nicht besonders billig, aber da ich ohnehin nicht vorhabe, in nächster Zeit öfters in der Bahn ins Netz zu gehen – einfach, weil die billigeren Tarife ebenfalls zu teuer sind – für mich momentan der ideale Tarif, da ohne Vertrag möglich, da ich eh ein Vodafone Prepaid-Handy habe (was wiederum im Wesentlichen daran liegt, dass der Vodafone-Händler so gelegen liegt), etc. Möglicherweise bieten andere Anbieter etwas Ähnliches an, ein sehr interessantes Angebot habe ich zum Beispiel bei blau.de gefunden, und manche Leute empfehlen base, aber keine Ahnung – ich bin viel zu faul, um mich damit zu beschäftigen – solange es keine Flatrate gibt zu einigermaßen sinnvollen Konditionen (siehe einen meiner vorherigen Posts zu dem Thema) habe ich keine Lust, mich durch den Tarifdschungel zu manövrieren.

Am Anfang war die Netzabdeckung sehr schlecht, aber dann, nach etwa einem Viertel der Strecke, war die Verbindung meistens ziemlich gut. Youtube und andere Trafficintensive Sachen sind allerdings nicht zu empfehlen, und man muss es einfach einsehen – GPRS ist nicht besonders schnell, aber es reicht trotzdem für das meiste aus, was man so macht.

Aber all die Widrigkeiten Beiseite: Hey, es geht! Man kann in der Bahn Online sein… Sicherlich irgendwann auch mal zu einem erschwinglichen Preis, und mit annehmbarer Netzabdeckung… Zukunft! Fortschritt! Vielleicht bin ich zu pathetisch, aber ich finde das bewegend.


Lambda-Kalkül: Die Dritte (und voraussichtlich Letzte)

Thu, 26 Feb 2009 01:33:56 +0000

So. Angekommen sollte ich mich jetzt mentaal vielleicht lieber aufs Schlafen konzentrieren, aber andererseits laufen bei mir erfahrungsgemäß die Prüfungen am Besten, zu denen ich total übermüdet erscheine… Keine Ahnung, warum.

Also mach ich am Besten da weiter, wo ich aufgehört habe. Ich war bei Extensionalität stehengeblieben…

Kommen wir zum Satz von Curry: Betagleichheit+Extensionalität, Beta-Eta-Gleichheit und Betagleichheit+Axiomenschema tx=βt’x & x∉FV(t) ⇒ t=βt‘. Ohne Beweis.

Es gilt nun die η-Aufschiebung: (→βη)*=→β*→η*, das heißt, Anwendungen der Etareduktion kann man immer hinter die Betareduktion verschieben. Ohne Beweis.

Die Beta-Gleichheit und Beta-Reduktion dient der „Auswertung“ von Lambda-Ausdrücken. Der Ungetypte Lambda-Kalkül ist Turingmächtig. Hierzu definieren wir zunächst zwei Terme T=λx.λy.x, F=λx.λy.y, sie gelten als „Wahr“ und „Falsch“. Eine Anweisung der Form „if t then a else b“ kann man dann, wenn t∈{T,F}, ausdrücken durch tab.

Im Folgenden unterscheiden wir nicht immer sauber zwischen Beta-Gleichheit, Alpha-Gleichheit und Absoluter Gleichheit, da im Allgemeinen klar ist, was gemeint ist.

Paare (x, y) kann man codieren durch [(x,y)]=λs.s[x][y], wobei Eckige Klammern Codierung semantischer Entitäten bedetuen soll. Dann setzen wir car=λp.pT und cdr=λp.pF, diese geben jeweils das erste bzw. das zweite Element eines Paares aus.

Natürliche Zahlen codiert man am Besten durch Church-Ziffern. Setze [0]:=λf.I, wobei I=λx.x die Identische Funktion sei, und [n+1]:=λf.λx.f(([n]f)x), also allgemein [n]=λf.λx.fnx.

Addition add[n][m]=add[n+m] erhält man, wenn man add=λn.λm.λf.λx.[n]f([m]fx), die Nachfolgerfunktion succ[n]=[n+1] analog.

Test auf 0 durch die Funktion zerop, sodass gilt zerop[0]=T, zerop[n+1]=F mittels zerop=λn.n(λx.F)T

Die Vorgängerfunktion ist schwieriger zu erzielen. Ich habe jetzt keine Lust dazu, sie abzutippen. Man findet sie sicherlich in jedem Standardwerk.

Freilich benötigt man ebenfalls Rekursion. Diese kann man z.B. durch den Standard-Fixpunktkombinator erreichen. Setze Y(s):=(λx.s(xx))(λx.s(xx)), und Y:=λs.((λx.s(xx))(λx.s(xx))). Es gilt Ys=s(Ys). Also Rekursion. Wichtig ist hierbei: Rekursive Aufrufe haben immer einen nicht-terminierenden Zweig. Es kommt also auf die Auswertungsreihenfolge an. Das ist ein bekanntes Problem, das auch in funktionalen Programmiersprachen auftritt.

Mit diesem Wissen kann man nun relativ leicht (aber leider nicht besonders elegant) zeigen, dass Betareduktion Turingmächtig ist. Am dem Rand dieses Blogs ist leider nicht genug Platz, um den Beweis zu notieren.

Wenden wir uns stattdessen der Beobachtbaren Gleichheit zu, das heißt dem Versuch, Terme zu vergleichen, ohne deren genauen Inhalt zu kennen. Wir definieren die Relation # zwischen zwei Termen durch s#t :⇔“durch die Hinzunahme von s=t als Regel zur Beta-Gleichheit lässt sich T=F herleiten“. Sprich „s unbedingt ungleich t“.

Satz von Böhm: Sind v und v‘ zwei unterschiedliche βη-Normalformen, so gilt v#v‘. Ohne Beweis. (Ja, ich weiß, ohne Beweis ist es langweilig, aber mei…)

So… Jetzt käme ich eigentlich zum Getypten Lambda-Kalkül… Aber wenn ich ehrlich bin, habe ich jetzt keine Lust mehr! Gute Nacht!