Ein historisches Puzzlespiel

Sun, 01 Mar 2009 00:17:22 +0000

Sehr faszinierend, das bzw. etwas aktueller aber nicht so ausführlich das. Das Fraunhofer Institut hat ein Verfahren entwickelt, um die Stasi-Akten, die die Mitarbeiter „vernichtet“ haben, in dem sie sie von Hand zerrissen haben, wieder zusammenzusetzen lassen, mit Computern.

Ich habe vor einiger Zeit im Fernsehen mal einen Bericht über ein paar Leute gesehen, die das von Hand machen, und berichteten, dass an dem Verfahren gerade gearbeitet wird. Schön, dass die jetzt weiter sind. Große technische Leistung.

Was mich wundert:

„Die Stasi-Offiziere zerrissen zum Schluss die Akten per Hand, weil die Reißwölfe heiß gelaufen waren.“ – wieso haben die das Zeug nicht einfach verbrannt? So wie die Nazis?

Naja, zum Glück, vielleicht kommt ja noch das Eine oder Andere zum Vorschein.

„Weitere Aufschlüsse über die Arbeit des DDR-Geheimdienstes seien zu erwarten, sagte Bormann. In Befehlen zur Aktenvernichtung habe es geheißen, dass ‚belastendes Material zu vernichten und Inoffizielle Mitarbeiter (IM) zu schützen‘ seien.“

Ich bin ja gespannt. Würde mich nicht wundern, wenn da noch so manches von unseren heutigen besonders „rechtschaffenen“ Politikern rauskommt (und damit mein ich jetzt weniger die Linke).