Phantasievolle Nachrichten auf Pro 7

Sun, 15 Mar 2009 17:17:44 +0000

Werbung. Sicherlich ein Sargnagel unserer Gesellschaft. Einer von vielen. Einer der viel Geld frisst, einen überall verfolgt. Gegen zu viele Verkehrsschilder will man vorgehen, aber gegen die Unmengen an sinnloser, reizüberflutender Werbung tut kaum jemand was – sie bringt ja den Städten Geld ein.

Damit man sich also überhaupt noch zurechtfinden kann, muss man sich inzwischen gezwungenermaßen einen guten inneren Spamfilter zulegen, um sich auf das Wesentliche in der Realität konzentrieren zu können. Und so kommt es, dass kleine Werbeschilder schlichtweg keine Beachtung mehr finden, da es zu viele davon gibt. Werbung in Zeitungen und Zeitschriften wird auch – wenn sie nicht total auffällig ist – von den meisten Leuten einfach weggeblättert, und im Internet beachtet man sie sowieso nicht, und jeder Browser, der etwas auf sich hält, besitzt eine optionale Funktionalität, wenigstens die aufwendigsten dieser Werbebanner zu blockieren.

Wenn ich mein PrePaid-Mobiltelefon auflade,  höre ich inzwischen auch immer eine nette Stimme, die mich erstmal fünf Minuten über die neuesten Tarife zuquasselt, bis ich endlich den Kenncode eingeben kann (zum Glück gibt es jetzt eine Funktionalität meines Handies, um dort nicht mehr anrufen zu müssen, sondern die Nummer einfach nur einzutippen), das braucht zwar Zeit, aber ist das übliche Werbegebrabbel, für das ich meine Ohren immer auf Durchzug stelle.

Und – wie sollte es anders sein – auch im Fernsehen nimmt Werbung zu. Begonnen hat das Ganze mit den diversen Klingeltonsendern, die ihr Programm gelegentlich mit Musikvideos unterbrechen, und hat sich jetzt fortgesetzt auf andere Kanäle. Nostradamus TV (Switch) hat einen guten Sketch dazu, siehe auf dem verlinkten Video ca. 2:30.

Die Nachrichten haben bisher auch auf den Privatsendern aber wenigstens versucht, die Werbung zu verstecken. Dies scheint jetzt Geschichte zu sein, wie ich hier und hier lesen musste. Hier das Youtube-Video:

Ich glaube, wenn ich der Nachrichtensprecher gewesen wäre, der sowas hätte melden müssen, ich hätte mir überlegt, meinen Job hinzuschmeißen, und in dem daraus resultierenden Skandal vielleicht bei irgendeiner seriösen Pressestelle mein Glück versucht, oder wenigstens dafür gesorgt, dass mein Verhalten in der Bildzeitung steht.

Aber die große Mehrheit will wahrscheinlich garkeine seriösen Nachrichten mehr. Wozu auch? Ist doch langweilig. Ist doch eh immer das selbe. Irgendwer stirbt, weil irgendwas einstürzt, einer auf ihn schießt, oder einer ihn sonst irgendwie hinrichtet. Und ansonsten nur Politiker-Gefasel. Da sind doch fiktive Meldungen viel schöner. Viel viel aufregender.

Vielleicht sollten die das mal als neues Format planen. Eine Nachrichtensendung nur mit erfundenen Sensationsmeldungen. Also ich meine jetzt so, dass sie auch wirklich zugeben, dass die Meldungen erfunden sind (das Andere gibts wohl schon). Hätte bestimmt große Einschaltquoten.


Rekursion in Peano-Arithmetik

Sun, 15 Mar 2009 16:42:28 +0000

Eingedenk dieses Threads auf Stackoverflow.com schreibe ich, weil ich es grade schön finde, mal was kurzes zur Peano Arithmetik.

Die Peano-Arithmetik ist eine Theorie 1. Stufe, sie kennt als Zeichen beliebig viele Variablensymbole, die für Zahlen stehen können, Existenzquantoren, Allquantoren, alle logischen Junktoren (& und ¬ reichen aber aus), die Addition +, und die Multiplikation *, Zahlengleichheit =, Größer-relation <. Die Axiome der Peano Arithmetik schreib ich jetzt nicht hin, sie sind das, was man erwarten würde. Sie erlaubt per se keine Rekursion. Die Frage ist nun, wie drückt man aus, dass a eine Zehnerpotenz ist.

Dass a Potenz der Primzahl p ist, drückt man ganz leicht aus: Man sagt, jeder Teiler von a ist 1 oder teilbar durch p:

∀x((∃y(y*x=a & ¬(x=1))) → ∃z(p*z=x))

Aber wie drückt man aus, dass a Potenz einer beliebigen Zahl p ist, die nicht notwendig prim ist. Hier versagt dieses Verfahren.

Man kann aber etwas anderes probieren. Und zwar nutzt man den chinesischen Restsatz.

Definieren wir der Einfachheit erstmal ein paar Relationen:

D(x,y)=∃α(x*α=y) „x teilt y“
Prime(x)=¬x=1&∀α(D(α,x)→α=x|α=1) „x ist prim“
a=b mod c = ∃α a=c*α+b

Betrachten wir dann folgende Aussage:

∃y ∃k( b<k & „Es gibt ein y, sodass es ein k>b gibt, sodass…“
∀x(D(x,y)&Prime(x)→¬D(x*x,y)) & „Jede Primzahl teilt y höchstens einmal.“
∀x(D(x,y)&Prime(x)&∀z(Prime(z)&z<x→¬D(z,y))→(k=1 mod x))& „Ist x kleinster Primteiler von y, so ist k=1 mod x“
∀x∀z(D(x,y)&Prime(x)&D(z,y)&Prime(z)&z<x&∀t(z<t<x→¬(Prime(t)&D(t,y)))→ „Ist x Primteiler von y, und z nächstgrößerer Primteiler von y, dann…“
∀a<x ∀c<z ((k=a mod x)&(k=c mod z)-> a=c*10))& „…ist a<x, c<z, und k=a mod x, und k=c mod z, so ist a=c*10.“
∀x(D(x,y)&Prime(x)&∀z(Prime(z)&z>x→¬D(z,y))→(b<x & k=b mod x))) „Ist x größter Primteiler von y, so ist b<x und k=b mod x“

Wenn ich mich nicht ganz täusche, drückt das ungefähr sowas aus wie „es gibt eine Folge von Zahlen, die mit 1 beginnt, und sich in jedem Schritt verzehnfacht, und auf b endet“ – also „b ist Zehnerpotenz“.

Ok, auf diese Weise hab ich das zwar noch nie gesehen, aber so ähnliche Sachen (die meisten benutzen auch den chinesischen Restsatz, und auch eine Folge von teilerfremden Zahlen) hab ich schon öfters gesehen. Ich find sie aber immernoch schön, auch wenn ich inzwischen zu Advanced™ sein müsste.


Werbung in eingebetteten Youtube-Videos

Sun, 15 Mar 2009 13:00:33 +0000

Seit Neuestem muss ich leider feststellen, dass auch in den eingebetteten Youtube-Videos auf diesem Blog Werbung angezeigt wird.

Ich habe nichts dagegen. Allerdings habe ich gelesen, wenn man an Werbungen eingebettet hat, an denen man Geld (und seien es nur die Hosting-Kosten) verdient, gelten Blogs bereits als Gewerblich.

Ich möchte nur nochmals klarstellen: Dieser Blog ist kein gewerblicher Blog! Ich verdiene an diesen Werbungen kein Geld, im Grunde ist die Einbettung von Youtube-Videos nur ein besserer Link auf eine andere Seite (wenn man darauf Clickt wird man weitergeleitet auf die entsprechende Youtube-Seite). Ich habe keinen Einfluss darauf, für was geworben wird, und ich kann nicht verhindern, dass geworben wird.

Ich habe (freiwillig) meinen Namen und eine Kontaktadresse angegeben (siehe mein Impressum), weil ich finde, dass sich das so gehört, aber meines Wissens wäre ich rechtlich nicht dazu verpflichtet, da dies ein privater, nichtgewerblicher Blog ist.

Ich könnte jetzt alle Youtube-Videos entfernen und durch Links auf deren Seiten ersetzen, und auch künftig keine Videos mehr einbetten, aber ich halte dies nicht für sinnvoll. Ich will es nur dazu sagen.

Ich ändere im Übrigen meinen Disclaimer entsprechend (siehe Impressum).