Was zahlungsunfähige Unternehmer erleiden

Ein sehr interessanter Artikel darüber was zahlungsunfähige Unternehmer erleiden auf wiwo.de. Sollte man lesen.

Zitat:

Wer in Deutschland pleitegeht, kommt zwar nicht mehr in den Schuldturm oder in die Schuldsklaverei, erlebt aber die Vertreibung aus der bürgerlichen Gesellschaft. (…) im Vergleich zu Großbritannien oder Frankreich, wo Schuldner nach einem Jahr oder 18 Monaten ein normales Leben führen dürfen, leben hierzulande gefallene Unternehmer am Rande der Gesellschaft. „Den Leuten wird das Leben unnötig schwer gemacht, das hilft auch den Gläubigern nicht“

Ich denke, das liegt vor Allem daran, dass wir in Deutschland eine sehr formalisierte Vorstellung von allen Zusammenhängen haben. Für jeden Vorfall gibt es eine formale Antwort. Jedes Problem lässt sich formal lösen. Wenn jemand pleite geht, dann ist das grundsätzlich seine Schuld.

Dass die Realität oft anders aussieht, und dass der Untergang von Unternehmen eigentlich im Kapitalismus vorgesehen ist, und es meines Wissens sogar wichtig ist, dass hinreichend Leute neue und auch mal riskante Unternehmen gründen, was eben nicht immer gutgehen kann (darum nennt man sie ja „riskant“), wird ignoriert.

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