Star Trek XI

Ich hatte eigentlich vor, mir einen Tag nach der Premiere den elften Star Trek Film anzusehen. Ich habe mir dazu extra keine Rezensionen und möglichst wenig Informationen darüber besorgt. Nun, es sollte nicht sein, es ist mir etwas dazwischengekommen. Und so dauerte es etwas, nun, mit dem heutigen Tag habe ich den Film dafür das zweite Mal gesehen.

Und so lasse ich es mir natürlich auch nicht nehmen, meine Meinung der Welt mitzuteilen.

Nun, zunächst mal ohne Spoiler für die Leute, die ihn sich vielleicht noch nicht angeschaut haben:

Kurz und knapp: Ich fand ihn gut. Aber nicht sofort. Anfangs musste ich mich damit anfreunden. Aber inzwischen finde ich ihn gut. Er ist sicher nicht der beste Star Trek film, aber sicherlich auch nicht der schlechtste. Ich finde, er schafft hervorragend den Spagat zwischen Altem und Neuem. Naja, mehr kann ich dazu wohl ohne Spoiler nicht sagen. Kleiner Tipp vielleicht: Schaut euch den Film zweimal an, wenn ihr Trekkies seid. Ich musste mich wie gesagt erstmal damit anfreunden.

Nun, bevor ich mit den Spoilern anfange, revidiere ich vielleicht nochmal die alten Star Trek Filme… Und sage was ich dazu meine, und vergleiche sie, und sage, ob ich sie besser fand als den aktuellen:

Der erste Star Trek Film war meiner Meinung nach gut. Viele finden ihn schlecht, ich finde ihn gut. Aber nicht perfekt. Nicht wirklich vergleichbar mit dem aktuellen Film.

Star Trek II, Der Zorn des Khan, war meiner Meinung nach ziemlich gut. Der Bezug auf die damalige Folge in TOS war gekonnt. Nun, Star Trek II ist definitiv Besser als der aktuelle Star Trek XI, imho.

Star Trek III, auf der Suche nach Mr. Spock … Ja mei … Der Film war nicht perfekt, aber auch nicht komplett schlecht. Ich würde sagen, ich finde ihn ungefähr so gut wie den aktuellen Film, vielleicht etwas schlechter.

Star Trek IV, Zurück in die Gegenwart ist definitiv besser als der aktuelle Film. Ohnehin einer der Besten Star Trek Filme meiner Meinung nach, wenn nicht der beste.

Star Trek V, Am Rande des Universums: Definitiv schlechter als der aktuelle Star Trek Film. Krampfhaft inszenierte Spannung, die Handlung ist nicht wirklich klar, viele Fragen bleiben offen, und überhaupt, pathetisch ohne philosophisch zu sein. Nein, der aktuelle Star Trek Film ist definitiv besser!

Star Trek VI, Das Unentdeckte Land – imho einer der schlechtesten Star Trek Filme. In die Tonne damit! Ich mein es ist ganz Witzig den Strafmond mit den fremden Kreaturen zu sehen, und zu sehen, wie Frieden mit den Klingonen geschlossen wird, etc., aber ich find den Film langweilig. Star Trek XI ist um klassen besser.

Star Trek VII, Treffen der Generationen, ist sehr interessant. Ein „würdiges“ Ende für James T. Kirk. Ein interessantes Treffen zwischen dem neuen Captain der Enterprise und dem alten. Ich finde den Film zwar etwas besser als Star Trek XI, aber nicht sehr.

Star Trek VIII, Der erste Kontakt, ist vielleicht am Vergleichbarsten mit dem aktuellen Film. Ich denke, beide Filme sind gleichwertig.

Star Trek IX, Der Aufstand, ist ziemlicher Trash. Auf jeden Fall schlechter als XI.

Star Trek X, Nemesis … Blubb … Kein Kommentar … Es hatte einen Grund dass der Film ein Flop wurde … XI ist um Klassen besser.

Also hier mal mein persönliches Ranking, beginnend beim Besten:

Platz 1: Zurück in die Gegenwart

Platz 2:  Zorn des Khan, Treffen der Generationen

Platz 3: Star Trek (XI), Der erste Kontakt

Platz 4: Auf der Suche nach Mr. Spock, Star Trek Der Film (I)

Platz 5: Am Rande des Universums

Platz 6: Das unentdeckte Land, der Aufstand

Platz 7: Nemesis

Nungut. Nur mal so um eine Grobe Vorstellung zu geben. Wie ihr seht: Nur drei Filme finde ich besser als den aktuellen, und einen ungefähr gleichgut. Schon ziemlich gut. Natürlich muss auch ich als Halb-Trekkie sagen, mich haben einige Dinge gestört an dem Film. Aber der Film bemüht sich um Authentizität, hat hervorragende Schauspieler, und versucht halt wirklich neue Leute für den Star Trek Gedanken zu gewinnen. Und macht das hervorragend. Er scheint Trekkies und Non-Trekkies zu vereinen.

Ab jetzt fang ich mit den Spoilern an. Wer den Film also noch nicht gesehen hat sollte jetzt vielleicht aufhören zu lesen.

Also: Ich fange mal mit dem Negativen an. Der Kirk-Schauspieler hat nichts mit dem originalen Kirk gemeinsam. Die anderen Schauspieler passen vielleicht in ihre Rollen, aber der Kirk passt garnicht. Ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass es sich hier um den selben Charakter handelt.

Dann etwas weiteres was ich seltsam fand: Kirk als Kind fährt mit einem „Oldtimer“ in dem irgendein Nokia-Telefon eingebaut ist. Nun, Nokia ist eine Firma. Nicht dagegen, dass solche Teile vielleicht irgendwann mal in Autos eingebaut werden, und dann in „Oldtimern“ noch drin sind. Aber dieser „Oldtimer“ sieht auch aus heutiger Sicht nach einem „Oldtimer“ aus. Das heißt, das Nokia-Teil wurde wohl extra eingebaut und ist ein zu dieser Zeit gängiges Gerät – zumindest ist diese Interpretation möglich. Das widerspricht aber der Star Trek Storry: In diesem Jahrhundert gibt es kein Geld mehr und damit keinen Kommerz – und damit auch keine Firma namens Nokia. Naja, vielleicht gibt es ja Nokia dann in Form eines Instituts das Kommunikatoren herstellt oder so – klar, warum sollte man Industriestätten abbauen, und warum ihren Namen ändern. Aber ich denke, ohne es genau zu wissen, es handelte sich hierbei um Product Placement – nichts dagegen. Aber vielleicht wäre es hier z.B. besser gewesen, ein Auto zu nehmen, das aus der heutigen Zeit auch noch in der „Zukunft“ liegt oder einigermaßen aktuell ist – in dem halt ein Nokia-Telefon eingebaut ist das aus der heutigen Zeit stammt. Das hätte ich ok gefunden. Ein Detail, ich weiß. Aber ein sehr störendes Detail.

Dann das Aussehen der Enterprise: Es ist auf den ersten Blick nicht dem Original-Aussehen nachempfunden. Als ich den Film das zweite mal sah, und auf diese Details achtete, sah ich allerdings, dass es doch einige Ähnlichkeiten gibt. Nur werden die nicht wirklich deutlich in dem Film, zu viel Geglitzer und Zeug. Das Schiff erinnert einfach nicht wirklich an die Original-Enterprise. Gerade hier liegt ein großer Fehler. Die Original-Enterprise hat Kultstatus. Änderungen sind Ok. Kleine Änderungen. Es muss nicht die Original-Brücke sein. Aber die Brücke sollte wenigstens große Ähnlichkeit haben, und diese auch hervorheben.

Dann war mir Spock, aber vor Allem Sarek viel zu emotional. Emotionen spielen bei Vulkaniern eine große Rolle, das war schon immer so. Von Anfang an, selbst in TOS, hatte Spock immer wieder Emotionen. Und das war auch gut so. Vulkanier haben emotionen, und in späteren Star Trek Serien wird klar, dass sie sogar noch erheblich stärkere Emotionen haben als die Menschen, und sich nicht trotzdem, sondern gerade deswegen dazu entschieden haben, ihre Emotionen zu kontrollieren und zu unterdrücken. Nun, darauf wird im Film eingegangen, aber Spock fehlt ein wenig die arrogant wirkende Art, die er in TOS hatte, und die man schätzen gelernt hatte. Andererseits, nun, sein Planet wurde zerstört, und dafür hält er sich eigentlich recht gut.

Nundenn. Genug über die schlechten Seiten geplaudert. Es gibt sicher mehr zu bemängeln, aber es gibt auch viel gutes zu sagen.

Zum Einen finde ich es gut, dass die Schauspieler nicht nach ihrem puren Aussehen gecastet wurden. Ich bin mir recht sicher, man hätte es hinbekommen können, Doubles der alten Star Trek Schauspieler zu finden, die den Originalfiguren viel ähnlicher sehen. Aber darauf hat man offensichtlich nicht geachtet. Stattdessen sind die Figuren den ursprünglichen Darstellern in ganz anderer Hinsicht ähnlich (außer eben Kirk): Spock (dessen Schauspieler vielleicht dem Original-Spock am Ähnlichsten sieht) passt einfach, Uhura als einzige Frau auf der Brücke, trifft ziemlich gut das heutige Schönheitsideal – wie seiner Zeit die Originaldarstellerin. Chekov sieht komplett anders aus, aber seine Art, seine Probleme zu sprechen, sein Verhalten, passt zu einer „jungen“ Version des bekannten Chekov. McCoy’s Mimik und Verhalten ist nahezu perfekt, hier sieht man wohl den detlichsten Kontrast zwischen Ähnlichkeit und unterschiedlichem Aussehen.

Ich denke, es war gut, dass weniger auf oberflächliche Ähnlichkeit als auf ähnliche Mimik, ähnliches Verhalten, ähnliche Sprache, geachtet wurde. Der Film soll soweit ich es verstanden habe ein Neuanfang sein. Mit anderen Schauspielern. Zu versuchen, hier Doubles zu finden, hätte auf lange Sicht hin  zu nichts geführt. Die Zuschauer sind ja keine kleinen Kinder (jedenfalls der Großteil davon): Alle wissen, dass die alte Besetzung jetzt zu alt ist. Alle wüssten, es wären doubles. Doch auf diese Weise können sich neue Dinge entwickeln. Die Charakter sind den ursprünglichen Charakteren so ähnlich, dass man sie wiedererkennt. Aber sie entwickeln sich vielleicht anders. Gut, dann geht vielleicht mancher alter Flair verloren – aber vielleicht bildet sich in dieser neuen Zeitlinie dafür neuer Flair. Alte Originale bleiben vielleicht nicht vollständig erhalten, aber vielleicht bilden sich neue Originale. Nur weil Spock vielleicht ein paar mal weniger seine Augenbraue hebt, heißt das ja noch lange nicht, dass nicht irgendeine neue Verhaltensweise charakteristisch wird.

Die Story mag ziemlich abgedreht sein, aber sie ist doch im Nachhinein, jetzt wo ich sie verinnerlicht habe, akzeptabel.

Die Anspielungen in dem Film sind auch gut eingebaut. Das gehört dazu, dieser Film zeigt gewisse selbstironie.

Ich habe in einigen Kritiken gelesen, dass der Film sich nicht wie „Star Trek“ anfühlt. Dem kann ich nicht zustimmen. Der Film nimmt Bezug auf ziemlich viel Star Trek Inhalte (die Anspielungen, der Auftritt des alten Spock, die Romulaner, etc.), und der Film versucht den Star Trek Gedanken einigermaßen einfließen zu lassen. Es ist eben gerade nicht sinnloses Geballer, das man sieht.

Der Film hat für einen Star Trek Film in der Tat ziemlich viele Action-Szenen, aber das ist im Moment eben modern. Das wollen die Leute sehen. Aber es handelt sich eigentlich größtenteils nicht um hirnloses Geballer. Wenn ein Schiff angegriffen wird fliegen eben die Fetzen. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass das öfters vorkam als in anderen Filmen, die Szenen wurden halt nur ein wenig länger gezeigt, die eigentliche Zerstörung, etc. – aber das ist für mich Ok. Das ist meiner Meinung nach in einem vertretbaren Rahmen. Die Leute wollen sowas heute halt sehen.

Aber ich habe zum Beispiel die Kritik gelesen, es wäre zu viel Armee-Getue in diesem Film. Und das ist wirklich quatsch. Der Umgangston zwischen den Leuten ist nicht streng oder autoritär, und nur laut wenn es sich um zeitkritische Teile handelt. Die Sternenflotte wird nicht glorifiziert. Dass Christopher Pike James Kirk rät der Sternenflotte beizutreten, und die Art wie er es tut, gut, das klingt ein wenig nach moderner Glorifizierung von Krieg und Gewalt. Aber das ist die einzige Stelle. Und ganz ehrlich: Die Situation ist eine ganz andere. Nein, ein Armee-Getue kann ich hier eigentlich nicht finden.

Dann soll dem Film der Tiefgang fehlen. Nun, jetzt mal ganz ehrlich: Tiefgang haben doch auch die anderen Filme nicht wirklich. Die Serien sind es, die den echten Tiefgang haben. Wo über Ethik und Logik diskutiert wird, wo Kritik geübt wird. Dieser Film hat durchaus subtilen Tiefgang. Spocks innere zerrissenheit – in seinen beiden dortigen Inkarnationen – ist ein Beispiel. Aber auch die Tatsache dass man eigentlich mit „Nero“ Mitleid haben muss, dass er also nicht nur böse ist. Die Tatsache, dass dem alten Spock sein Versagen leid tut, und dass er Nero nicht dafür verantwortlich macht, dass dieser Verbitterung spürt. Dass Kirk eine schwierigere Kindheit hatte nachdem George Kirk gestorben ist, und sich sein Wesen ändert, aber im Grunde noch dasselbe ist, nur wieder „entdeckt“ werden muss. Er hat nicht weniger Tiefgang als manch anderer Star Trek Film bisher. Und wer weiß? Vielleicht machen sie ja eine neue Serie daraus. Die dann wieder mehr Tiefgang hat.

Außerdem darf man nicht vergessen: Das alte Konzept von Star Trek klappt heute einfach nicht mehr so gut wie damals™. Damals haben ein paar tausend Fans eben ausgereicht um eine Serie zu rechtfertigen. Die Zeiten sind vorbei. Selbst die unbekannteren YouTuber haben mehr follower. Der Beginn von Star Trek traf eben genau die richtige Zeit. Es hätte genausogut schief gehen können – dann wäre Star Trek heute bestenfalls in irgendwelchen Trash-Archiven zu finden, und man würde sich darüber ablachen, was dieser verrückte Gene Roddenberry sich dabei bloß gedacht haben mag.

Wer heutzutage mit so einer geringen Zahl an Fans auskommen will, hat zwar meine Hochachtung, aber ist wohl in einem Internetauftritt besser aufgehoben, und wird keine großen kommerziellen Erfolge haben.

Der Film versucht jedenfalls so wie ich das sehe (und auch nachgelesen habe) einen Spagat zwischen altem Star Trek Flair und modernem Stil zu machen. Und ich finde, das macht er ganz gut. Es sind nicht nur die Anspielungen auf Star Trek selbst. Der Film hat für einen Star Trek Film vielleicht relativ viel Action, aber für einen normalen Film doch sehr wenig, und kaum sinnloses herumgeballer. Der Film hat eine einigermaßen logische, einigermaßen nachvollziehbare Handlung. Und der Film hat eben kaum We-Are-Right-armeegeblubber, obwohl die Handlung genügend Spielraum ließe. Die klassischen Star-Trek-Eigenschaften, die ich immer sehr geschätzt habe, sind vorhanden!

Ich will den Film nicht himmelhoch loben. Er hat seine Schwächen. Es gab Stellen, z.B. Storybugs, oder einfach unlogische Teile, die ich nicht schön fand. Aber der Film kommt damit dem „gemeinen Volk“ etwas näher, indem er sich vom „eingefleischten Trekkie“ ein wenig entfernt, aber ohne gleich die Ideale von Star Trek zu verkaufen (wie bei Nemesis zum Beispiel). Der Film schafft es offenbar, dass viele Trekkies ihn mögen – im Internet findet man auch von Trekkies positive Reaktionen. Er schafft es aber auch, dass viele Nichttrekkies ihn mögen. Er holt Leute ins Kino, die vorher nichts mit Star Trek am Hut hatten. Das ist eine Leistung!

Er spaltet die Lager, von totaler Begeisterung bis zu absoluter Ablehnung – ja, auch ich bin über diesen Film gespalten. Aber das ist gut! Es zeigt, dass sich etwas tut! Man hat sich etwas bei dem Film gedacht, man hat in alle Richtungen seine Fühler ausgestreckt. Dieser Film ist einer der wichtigsten Filme, an diesem Film hing quasi, soweit ich Wikipedia verstand, der Fortbestand der gesamten Star Trek Franchise. Er hat sich vorsichtig in neue Gefilde herangetastet. Mir ist auch das, was ich in einigen Kritiken gelesen habe, aufgefallen, nämlich, dass in diesem Film einiges zusammenkommt, was nicht wirklich zusammenpasst. Ich denke, das wird der Grund dafür sein.

Für mich persönlich hat der Film alte Erinnerungen geweckt, vor Allem dieses ursprüngliche Star Trek „gefühl“. Ich war – auch wenn es dämlich klingt – am Ende des Films, als die Neufassung der Originalmelodie von TOS ertönte, gerührt. Es mag komisch klingen, klar, Star Trek ist inzwischen ein kommerzielles Objekt, und hat nicht mehr so viel mit Überzeugung zu tun. Trotzdem, Star Trek ist und bleibt ein Original das die Welt beeinflusst hat. Viele Nerds, viele Geeks haben daran ihre Phantasie bereichert. Viele Inspirationen kamen daher. Dass es wohl nie mehr so wird wie früher, nungut, das ist klar. Aber dass diese großartige Franchise vielleicht weiterlebt, dass noch nicht alles verloren ist, dass es eben auch in der heutigen Zeit, wo alles anders zu sein scheint, als früher, wo Jahrhunderte alte Werte umgestürzt werden (was meistens nicht schlecht ist aber eben schwierige Situationen schafft), doch noch Dinge gibt, die bleiben, und nicht in einem ziellosen Modernisierungswahn an den Durchschnitt angepasst werden. Dass vielleicht auch in Zukunft Nerds ihre Inspirationen aus Star Trek bekommen – es ist zumindest wieder möglich. Und um ganz ehrlich zu sein: Star Trek entstand zu genau der richtigen Zeit, in genau der richtigen Situation – eine geplagte Welt voller Zukunftsängste. Die heutige Zeit ist ähnlich. Ich glaube, die Star Trek Utopie passt in die heutige Zeit vielleicht sogar noch besser als in die damalige Zeit, und ich denke, die Leute werden sich immer mehr nach soetwas und Ähnlichem sehnen. Die Kulissen glänzen vielleicht mehr, die Explosionen sehen realistischer aus, aber der Kern bleibt der selbe.

Es könnte also durchaus sein, dass dieser Star Trek Film ebenfalls genau den richtigen Zeitpunkt getroffen hat für eine neue Bewegung, für eine neue Blütezeit. Nicht umsonst sind sich die meisten Kritiken die ich gelesen habe darüber einig, dass es sich um einen hervorragenden Science Fiction Film handelt (ich fand teilweise die Kritik, es sei zwar ein guter Science Fiction Film, aber ein schlechter Star Trek Film) – es sind vielleicht genau die Elemente, die dieser Film eben doch noch von Star Trek hat, die ihn zu einem so hervorragenden Science Fiction Film machen, zu einem, der eben doch besser ist, als so viele andere Science Fiction Filme. Warten wirs ab.

Ich hoffe jedenfalls auf weitere gute Filme. Ich fände es schön, wenn sie aus der „neuen“ alten Enterprise vielleicht eine Serie machen würden. Andererseits fände ich eine Fortsetzung von TNG auch nicht schlecht. Ich fände es aber auch schön, wenn es eine Serie gäbe, die nach der DS9-Ära spielt. Vielleicht mit Captain Braxton auf der Relativity, vielleicht mal eine Serie, die davon handelt, wie irgendein noch besserer Warpantrieb entwickelt wird, und sich ein Schiff auf den Weg in den Deltaquadranten macht, und dort einige Völker und Orte trifft, die die Voyager schon traf. Wenn es unbedingt ein Prequel sein muss fände ich eine Serie über die Entstehung der Borg ganz schön – freilich wäre das ein schwieriges Unterfangen, denn Menschen könnten darin kaum vorkommen. Aber zumindest mal eine kurze Serie mit ein paar Teilen oder so wäre nett. Oder etwas, was davon handelt, wie die Q entstehen. Eine Serie über die neue Vulkanierkolonie, und wie sie langsam einen neuen Planeten besiedeln, wird jetzt ja auch möglich. Oder – als ein alternativer Vorschlag meinerseits – eine Serie die nicht primär von Raumfahrt handelt, sondern vielleicht von irgendeiner Vulkanischen Akademie oder was auch immer. Die das Leben eines Studenten im vierundzwanzigsten Jahrhundert zeigt. Und mal wieder mehr Wert auf die philosophischen Dialoge statt auf Gefechte setzt. Nur ein paar Vorschläge meinerseits.

2 Antworten zu Star Trek XI

  1. Peter sagt:

    Bin zwar kein Trekkie, aber der Film macht mich neugierig. Er scheint so was wie eine zeitgeistmässige Anpassung an den Star-Treck-Kult zu sein. Der Versuch, neue (jüngere?) Leute für den Stoff zu gewinnen, die bislang kein Interesse an so was hatten. Und da mussten halt ein paar Veränderungen her.

  2. dasuxullebt sagt:

    Jup, das denke ich auch. Und klar geht das nicht ohne den einen oder anderen Abstrich auf beiden Seiten, aber ich finde das ist im Großen und Ganzen gut gelungen.

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