Forestle – die „Grüne“ Suchmaschine?

Es macht gerade seine Runde durch die Blogosphäre, ich habe es unter Anderem hier gelesen.

Die Suchmaschine Forestle scheint ein Yahoo-Frontend zu sein, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, mit den Werbeeinnahmen von Websuchen den Regenwald zu retten.

Nun, ich betrachte solche Angebote grundsätzlich skeptisch. Für solche Fälle haben sie eine FAQ eingerichtet. Zur Frage, woher man weiß, dass auch wirklich Regenwald gerettet wird:

„Wir sind bemüht Forestle so transparent wie möglich zu gestalten. Aus diesem Grund veröffentlichen wir monatliche Belege über unsere Spenden an The Nature Conservancy und die dadurch gerettete Regenwaldfläche.“

Na dann. Will ich ihnen das mal glauben. Man erfährt dort unter Anderem auch, dass sie ein Projekt aus wenigen Leuten sind, und freiwillige Helfer suchen. Und 10% der Einnahmen für Verwaltungskosten nehmen, und Monokohlenstoffdioxidneutral im weitesten Sinne sind. Sehr nobel alles soweit.

Nun, die Suchergebnisse sind wie ich das verstehe von Yahoo, und bisher ganz brauchbar. Die Integration in Opera ging auch recht einfach. Ich vermute, mit Firefox wird es ähnlich einfach gehen.

Natürlich erinnert diese Aktion sehr an die Aktion von Krombacher. Und ich lese in deren Suchfeld gerade „Bisher haben wir bereits 528.264,2 m² unter Schutz gestellt!“, was etwas mehr als ein halber Quadratkilometer ist, wenn ich mich nicht ganz irre. Also sicher nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Andererseits weiß ich nicht, wie lange es das Projekt schon gibt – die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten.

Auf jeden Fall finde ich das Projekt eine interessante Idee. Und solange ich nichts gegenteiliges höre gehe ich davon aus, dass das Projekt ehrlich ist. Dementsprechend werde ich es benutzen. Schon alleine, weil ich ohnehin immer wieder Yahoo verwende, weil ich die Suchmaschine teilweise besser sortiert finde als Google, und es mir schlichtweg nicht schadet, Forestle zu benutzen.

Mir ist klar, dass eine 10€-Spende an die WWF wahrscheinlich mehr bewirkt als meine Suchanfragen innerhalb des gesamten Jahres (da ich so gut wie nie auf eine Werbung klicke), und mir wäre es lieber, jeder würde das genauso sehen. Aber die Welt ist nunmal schlecht, und mit solchen Projekten versucht man, von den Leuten auf anderem Wege Spenden zu bekommen. Das ist leider Realität. Nicht das Projekt ist schlecht, sondern die Welt, die es notwendig macht!

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