Das Periodensystem der Elemente wird offiziell erweitert

Gerade bei Spiegel Online gelesen: Die Existenz von Ununbium ist nun offiziell Anerkannt. Damit ist das Periodensystem um ein Element reicher (auch wenn das schon vor Jahren in allen Periodensystemen eingezeichnet war, wenn auch mit dem Vermerk, dass die Existenz nicht gesichert ist).

Glückwunsch! Dass es sowas heute noch gibt.

Nun, was mich interessiert: Wie genau ist „Atom“ bzw. „Element“ eigentlich definiert? Wikipedia definiert es über den Aufbau. Was nicht heißt, dass die Wissenschaft es genau so tut. Aber davon ausgehend; Ist also jede Ansammlung von Protonen und Neutronen, um die eine Elektronenwolke schwebt, ein Atom? Ist ein Neutronenstern, der ein Proton enthält, ein ionisiertes Wasserstoffisotop? Wenn nein, weswegen nicht? Liegt es vielleicht daran, dass die Nukleonen nicht hauptsächlich durch Kernkräfte zusammengehalten werden (soweit ich weiß), sondern durch Gravitation?

Oder ist es gar garnicht definiert, und ich gehe die Frage zu Mathematisch an? Aber wenn dem so ist, wie kann man dann davon sprechen, dass die Existenz eines Atoms bestätigt wurde? Wenn man nicht mal genau definiert, was ein Atom ist.

Falls das hier jemand liest, der sich damit auskennt: Bitte helft einem Unwissenden.

3 Antworten zu Das Periodensystem der Elemente wird offiziell erweitert

  1. MelvinSmith sagt:

    Eine Definition von Atom habe ich gerade auch nicht parat. Wenn man aber von den gängigen Modellvorstellungen ausgeht, sollte es jedes Nuklid auch in einem neutralen Zustand geben, sprich so viele Protonen wie Elektronen. Zusätzlich sollten die Elektronen auf eine gewisse Art oder aber eben auch Weise an den Kern gebunden sein. Und genau hier sehe ich das Problem: Um bei der Größe eines Neutronensternes das Elektron in einen gebunden Zustand zu bringen, müsste es sich aber im Kern befinden und würde dort vermutlich, falls es auf ein Proton trifft, sofort mit diesem zu einem Neutron werden. Das ist allerdings nur spekulativ, weil man hier genau schauen müsste, was quantenmechanisch der bessere energetische Zustand ist, wenn man Pauli-Prinzip und die ganzen Scherze beachtet.
    Auf jeden Fall wage ich zu behaupten, dass es keine stabilen Energieniveaus für die Elektronen geben würde, was man von Atomen meiner Meinugn nach im Allgemeinen erwartet, da hieraus ja ihre Reaktivität herrührt, die, denke ich, ebenfalls ein charakteristisches Merkmal ist, das ein Atom erfüllen sollte.

  2. dasuxullebt sagt:

    Danke.
    Huch, dass ich von Melvin Smith nochmal was höre hätte ich nicht gedacht.

  3. MelvinSmith sagt:

    Stimmt, wo ich doch täglich hier vorbeisurfe :)
    Ich schwelge gerne in den Erinnerungen an die alten Endbosse von Zelda und Mario und auch die Spielemusik-Serie finde ich schon sehr interessant.
    Folgende Anmerkung noch zu den superschweren Atomen, die ich gestern noch nachträglich im Physikjournal gelesen habe:
    Man kann den Elektronen in ihren Orbitalen auch eine formale Geschwindigkeit zuordnen, die mit wachsender Kernladungszahl und Größe des Kerns steigt, wodurch relativistische Effekte berücksichtigt werden müssen. Das führt bei den superschweren Elementen dazu, dass sich die Orbitalgrößen signifikant verkleinern und dass sie sich dadurch chemisch möglicherweise nicht mehr so verhalten, wie man es von einem Element der betreffenden Gruppe gewohnt ist.
    Das könnte meine Vermutung stützen,dass sich bei dem Neutronenstern das Elektron zwangsweise im Kern befinden muss, je nach dem ob es mehr an der Kernladungszahl und dem damit größeren Coulombpotential oder schier der Größe des Kerns liegt.

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