Sony Ericsson Mobiltelefone – Verkanntes Potential

Erst in letzter Zeit wird mobiles Internet so erschwinglich, dass selbst ich es mir hin und wieder leisten kann. Und so kam es, dass ich letztens zwar Internet wollte, aber dummerweise keinen Laptop dabeihatte, aber meine Karte. Und so riskierte ich mal, dass ich sinnlos Geld ausgebe, und versuchte, mich mit meinem Handy einzuwählen. Ein Sony Ericsson K550i (hier ist ein ähnliches Modell).

Nun, die begrenze Anzahl der Tasten, und das etwas kleine Display, machen die Navigation durch normale Internetseiten sehr schwer, selbst mit Opera Mini – ein sehr guter Browser, der versucht, dieses Problem so gut es geht zu lösen, aber besser wird es wohl einfach nicht gehen. Nun, auf diese Art des Internets muss man also weitestgehend verzichten, wenn es sich dabei nicht gerade um eine Qualitätsseite handelt, die auf Accessibility achtet (da sieht man mal, wie Blinde Leute sich im Internet fühlen müssen, und warum es wichtig ist, auf Accessibility zu achten).

IRC habe ich hinbekommen mit jmirc. Ein großer Nachteil ist, dass man sich nur mit einem IRC-Server verbinden kann. Aber ich bin meistens eh nur in Freenode unterwegs. Tippen ging langsam, aber war ganz Nett. ICQ geht z.B. mit Jimm. Für XMPP habe ich leider noch nichts gefunden. Selbst Google Talk bietet da nichts an.

YouTube funktioniert (ein wenig), GMail hat einen speziellen Java-Mailclient, der recht gut zu bedienen ist (allerdings etwas eingeschränkt in der Funktionalität). Was will man mehr.

Schau ich mir die Hardware des K750 an,  so stelle ich mit Erstaunen fest: Eine bessere Tastatur, ein größeres Display und vielleicht etwas mehr Ram – aber im Grunde hat das Teil genug Leistung für so ziemlich jede Anwendung, die der „normale“ PC-Nutzer braucht. Das sollte man vielleicht beim Kauf seines teueren Markenlaptops (oder auch Netbooks) im Hinterkopf behalten.

Ein wunderschönes Schmankerl allerdings ist die Java-Applikation MeBoy, gefunden hier, die es ermöglicht, GameBoy-Spiele auf dem Sony Ericsson zu spielen – vorausgesetzt man hat deren ROMs. Und die Steuerung ist auch nicht sooo berauschend. Aber trotzdem. Es ist einfach leet.

Die Eingabemethode der Handys könnte sich allerdings durchaus verbessern. Dieses T9-Glump kann alle möglichen Vokabeln die ich niemals benutzen würde, dafür kann sie alles mögliche was ich benutze nicht. Also nehme ich meistens Direkteingabe. Die ist aber wiederum sehr schlecht bei Doppelbuchstaben, etc. Da könnte man sich doch vielleicht mal überlegen, statt eine taste n-mal zu drücken, einfach die n-taste nach dieser Taste zu drücken. Also statt 222 für „c“ einfach 28, bzw. statt 777 für „r“ einfach 73. Man kann sich sicher daran gewöhnen, und ich bin mir relativ sicher, dass man damit schneller tippen könnte. Aber da diese Art der Tipperei wohl eh der Vergangenheit angehört, wird sich da wohl nichts mehr neues durchsetzen.

Auf jeden Fall sind diese Handies verkannte, verborgene Schätze.

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