Xefer Twitter Charts – Unheimlich, was das Web 2.0 so alles verrät

Hier oder irgendwoanders gefunden (weiß es leider grad nicht mehr): Xefer Twitter Charts. Man kann sich damit eine Statistik ausgeben lassen, wann bestimmte Twitterer am häufigsten Twittern. Und damit letztlich gewisse Rückschlüsse auf dessen Gewohnheiten ziehen, zum Beispiel Schlafrhythmus.

Einerseits ist das lustig, andererseits natürlich auch erschreckend. Wer weiß was in Zukunft noch alles gehen wird. Alleine wie gut Google schon die Menschentypen anscheinend einordnen kann, nur durch KIs, gibt es bestimmt irgendwann große Raster für irgendwelche Ermittler. Irgendwann wird man dann vielleicht die Menschen durch ihre Web 2.0 Profile in Klassen einteilen, und Großunternehmen davon abhängig machen, wen sie einstellen, ähnlich dem Graphologieboom in den achtziger Jahren.

Auch wenn man es gerne hätte, mit Datenschutz hat das wenig zu tun. Es sind Daten, die wir freiwillig abgeben, und online stellen, und wir wissen, dass sie öffentlich einsehbar sind, und dass sie vermutlich noch in fünfzig Jahren irgendwo gespeichert sind, wo man sie theoretisch finden könnte.

Das birgt viele Gefahren mit sich. Die genauen Auswirkungen sind noch nicht abzusehen. In zwanzig Jahren wissen wir wohl mehr. Abhängig davon, wie schlimm die Konsequenzen sind, wird es da dann aber zu spät sein. Man könnte also einfach dem Netz fernbleiben, wegen der vielen Gefahren. Aber die Möglichkeiten die es bietet sind doch überwältigend. Wir sind wohl einfach die Generation, die Pionierarbeit leisten muss. Noch nie gab es eine so große Kommunikationsplattform. Keiner weiß, was genau damit passieren wird. Vielleicht wird ihre Bedeutung noch zunehmen, vielleicht wird sie aber auch irgendwann wieder wie früher eher eine Plattform für Geeks, die kaum Bedeutung hat. Es ist ungewiss. Aber das hat Pionierarbeit nunmal so an sich.

Ich jedenfalls lasse Vorsicht walten soweit es mir sinnvoll erscheint. Und halte die Augen offen. Ich werde aber trotzdem weiterbloggen und weitertwittern. Und ich hoffe, dass viele andere das auch so sehen. Ich denke, das Internet kann uns noch viel Gutes bringen, es lernt gerade erst laufen – wir müssen es nur richtig anstellen.

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