ReactOS Festinstalliert

Wie ich vorhin bereits schreib, teste ich gerade just-for-fun ReactOS aus. Es installiert und bootet recht schnell, vermutlich weil es noch nicht wirklich viele Komponenten hat.

Die Guest Extensions von Virtualbox für Windows lassen sich zwar installieren, haben aber – so scheint es – keine Wirkung. Sind ja auch ziemlich Lowlevel, denke ich. Die Menüs sehen noch etwas „sloppy“ aus, aber das sei verziehen, ansonsten ahmt die GUI die wunderschöne zeitlose Win9x-Oberfläche ziemlich gut nach, die ich so gerne mag (und auch in KDE benutze – ich finde sie ist die Zweckmäßigste).

Es gibt einen „Downloader“, der einem Software herunterladen kann. Zum Beispiel (zu meiner Überraschung) Firefox. Das Font-Rendering in Firefox ist allerdings noch grauenvoll falsch, und kaum benutzbar. Weiterhin habe ich zum Test das Flashplugin installiert, das zu meinem Erstaunen ohne Meckern installierte und sogar YouTube-Videos startete – obgleich nur für zwei Sekunden, und anschließend Firefox zum Absturz brachten.

Nun, eigentlich wollte ich diesen Beitrag aus ReactOS heraus schreiben, aber das System ist zwischendurch Abgestürzt. Auch das ist klar, dass das bei einem Alpha-Release passieren kann – und macht das System Windows doch ziemlich ähnlich.

Auf jeden Fall ein sehr interessantes Projekt, und jetzt, da es ein wenig mehr Mediengewirbel bekommt, wird es vielleicht sogar irgendwann zu etwas Brauchbarem. Dann werden endlich die ganzen Leute die in Linux ein billigeres Windows suchen endlich ein anderes Spielzeug haben.

Andererseits sehe ich eigentlich keine großen Chancen für dieses Projekt. Letztendlich wird sich Windows zu schnell weiterentwickeln, als dass man auf Kompatibilität hoffen kann. Ich denke, vielleicht wird es ähnlich wie Wine oder so aussehen.

Eine große Chance die ich sehe ist eher in Sachen Virtualisierung. Es gab ja bereits Treiber, zum Beispiel Captive, die ReactOS als Layer verwendet haben, um Windows-Treiber zu nutzen. Was spräche dagegen, verbesserte Virtualisierungstechnologien zu schreiben, die dies ebenfalls mit anderen Dingen können. Letztendlich – die meisten Treiber gibt es nunmal für Windows, und als temporäre Übergangslösung kann es sinnvoll sein, eine Architektur zu haben, die Windows-Treiber generell mit möglichst wenig Aufwandt in andere Systeme integrieren kann. Und da ist, wenn ich das richtig verstehe, wohl ReactOS ein guter Kandidat.

Was auch immer daraus wird, interessant ist das Projekt allemal.

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