‚Exotische‘ Software: BitlBee – ein IRC-Gateway für Instant Messaging

Der Ubuntublog.ch veranstaltet eine Blogparade und sucht ‚exotische‘ Software für Linux. Nun, gerade in der Common-Lisp-Welt gäbe es da freilich vieles, zum Beispiel Climplayer oder Hunchentoot, aber diese Software ist nicht besonders Linux-Spezifisch, und eher etwas für Common-Lisp-Geeks, denke ich, da sie für normale Anwender zu fortschrittlich ist. Lisp eben.

Nun, dann gäbe es freilich noch Etoile. Darüber habe ich aber schon mal geschrieben, leider auf Englisch.

Andererseits kann ich so einem Aufruf freilich nicht widerstehen. Ich persönlich mag ja exotische Software auch. In exotischer Software kann man häufig Ideen finden, die man in den Mainstream-Projekten nicht findet, und die teilweise sehr interessant sind. Exotische Softeware hat halt leider nur oft den Nachteil, dass bestimmte Features der Mainstream-Software nicht vorhanden sind.

Nungut, was mir also noch einfiel, und man im weitesten Sinne als exotisch bezeichnen kann, ist denke ich der IM-Gateway BitlBee. Zumindest scheint er nicht besonders weit verbreitet zu sein.

Aaalso. Die Installation unter Debian könnte einfacher nicht sein, ein einfaches

aptitude install bitlbee

sollte reichen. Unter Ubuntu kann man auch Synaptic verwenden. Je nach Version wird man eventuell noch nach einem Port gefragt, auf den gelauscht werden soll – ich nehm meistens 9999. In ganz alten Versionen wird das Ganze noch in inetd gespeichert, dazu muss man selber aber normalerweise nichts tun.

Wenn man es nur persönlich verwenden will, sollte man dafür sorgen, dass das Ganze nicht an einem öffentlichen Port lauscht, und vielleicht seine Firewall entsprechend anpassen.

Nachdem man das gemacht hat, braucht man nurnoch einen IRC-Client. Mein Favorit ist da irssi.

So, und jetzt kommt der Teil, der dem GUI-Liebhaber wohl nicht gefällt. Verbinden, und anschließend account registrieren mittels

register <passwort>

anschließend einen account hinzufügen (z.B. icq) mittels

account add oscar <icq-nummer> <icq-passwort>

hinzufügen. Mittels

save

speichern. Es gehen natürlich auch mehrere accounts. Mit

account on

kann man sich dann verbinden. Nungut, das ist jetzt nur eine kurze Einführung. Genauer kann man es nachlesen mittels dem kommando

help quickstart

Wer seinen IRC-Client hinreichend beherrscht, kann anschließend das meiste (login, etc.) automatisieren.

Aber freilich, es ist keine Software für jedermann. Man muss sich ein wenig damit auseinandersetzen.

Ich habe sie lange Zeit benutzt, weil es einfach unter Linux einer der besten IM-Clients war (und immernoch recht gut ist, aber inzwischen überwiegen für mich persönlich die Nachteile). Wenn man einen Server hat, kann man auch einen öffentlichen BitlBee-Server betreiben.

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