Katakana

Sat, 31 Oct 2009 14:33:54 +0000

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Frustblogging #12: Central-Station-Adventures – Ein Quest auf dem Hauptbahnhof

Fri, 30 Oct 2009 17:50:23 +0000

Wenn alles glattläuft schaffe ich es innerhalb von drei Minuten mir an einem Fahrkartenautomaten eine Fahrkarte zu kaufen. Wenn alles Glattläuft wohlgemerkt.

Manch ein Anderer braucht da schon mal seine zwanzig Minuten – sodass ich mich dann frage, wieso sie überhaupt den Automaten nutzen, und nicht gleich an den Personalschalter gehen – viel länger dauert es dort in der Regel auch nicht. Da gibt es dann zum Einen die älteren Leute die durch die Automaten schon aus Prinzip überfordert sind. Es ist ja auch wahnsinnig schwer, sich vorher zu überlegen, was man will, und dann das entsprechende anzutippen. Wie können diese Automaten auch verlangen, dass man ihnen mitteilt, was man will. Das sollen sie gefälligst selbst erraten. Und dann gibt es die Leute, die sich zwar offenbar mit den Automaten auskennen, aber es nicht eilig haben. Hinter so einer Person stand ich heute. Im Normalfall gehe ich davon aus, eine Person weiß, wohin sie will, bevor sie sich vor einen Automaten stellt, aber bei dieser Person hatte ich den Eindruck, sie würde sich das erst nochmal überlegen. Als es dann ans Zahlen ging kramt sie erstmal aus ihrer Handtasche genüsslich und langsam irgendeine Karte heraus, die sie dann langsamstmöglich in den Kartenschlitz einführt um sich dann langsamstmöglich davon zu überzeugen dass der sich hinter ihr bildende gestresste Lynchmob auch ja nicht ihre Kartennummer herausbekommt, um dann ewig zu brauchen ihre Nummer zu erraten. Selbst ein Schaf merkt, wenn hinter ihm etwas steht, was es irgendwie eilig hat.

Dann war also endlich der Automat frei, und so machte ich mich auf, mein Fahrtziel einzutippen. Bei mir sitzt jeder Handgriff, denn ich mache das öfters, und habe kein Interesse, zu vergessen, wie man dieses Interface bedient – denn selbst wenn ich viel Zeit habe, so verbringe ich diese doch lieber an anderen Orten als einem Fahrkartenautomaten. Wie gewohnt wollte ich mit meiner (neuen) BahnCard bezahlen, doch diese wies der werte Automat erstmal zurück mit der Begründung, der Datensatz wäre nicht gefunden worden. Nach zwei vergeblichen Versuchen entschloss ich mich dann, einen Geldautomaten aufzusuchen, und bar zu bezahlen. Ich hoffe ja, dass die Geldautomaten am Hauptbahnhof keine Wuchergebühren verlangen, aber irgendetwas sagt mir, dass ich mit meinem nächsten Kontoauszug einen Schock erleben werde. Nun bin ich außerdem ein Mensch der nicht besonders gerne Geld abhebt, und so dachte ich mir, hebe ich besser auch gleich genug Geld ab für die nächste Zeit, schöner runder Betrag, sagen wir mal 100 Euro. Der Automat gab mir daraufhin zwei 50-Euro-Scheine.

Schön dachte ich mir,  auf zum Automaten und die Fahrkarte gekauft. Wieder sitzt jeder Handgriff, und ich führe einen der 50-Euro-Scheine ein. Der Automat meckert. Klar meckert er, denn die Automaten werden ja grundsätzlich so konfiguriert, dass sie maximal nerven, der Automat nimmt keine 50-Euro-Scheine. Ein leises Fluchen konnte ich mir nun nicht verkneifen, und lief zu den nahegelegenen Schaltern, um dort mein Glück zu versuchen, was ich aber nach zehn Minuten Wartezeit als zweiter in einer Schlange hinter einer Person die es nicht für nötig hielt sich irgendwie zu beeilen und ein nettes Pläuschchen mit der Verkäuferin zu halten schien wieder abbrach.

Nungut, dachte ich mir, auch egal, kaufe ich mir eben eine kleine Pizza für 2 Euro, zahle mit meinem 50er, und bekomme dann Geld, das dem Automaten mundet. Auch hier hatten es die Leute keineswegs eilig, und so diskutierte die Person vor mir lange mit dem Verkäufer darüber, welche der (gleichartigen) Pizzen sie nun haben wolle, denn auf der einen Pizza war eine sichtbare große Zwiebel, die in Dieser offenbar Abstoßung hervorrief, worauf der Verkäufer, anstatt dies kommentarlos hinzunehmen, entgegnete, auf den anderen Pizzen wären ebenfalls Zwiebeln, denn alle Pizzen seien mit dem Gleichen belegt, woraufhin diese elaborierte, ihr sei dies zwar bewusst, aber auf den anderen Pizzen sähe man die Zwiebeln nicht. Außer eines wütend-genervten Blickes würdigte ich die Szene keines weiteren Kommentars und war froh dann endlich dranzukommen und bestellte eine ebensogeartete Pizza, bekam dann die vorher zurückgewiesene Pizza mit der ekelhaft anmutenden aber wie ich inzwischen weiß sehr wohlschmeckenden Zwiebelscheibe, und die gewünschten Scheine, die ich in den nächstgelegenen Automaten einführte um endlich meine Karte zu bekommen. Quest Completed.

Gefunden bei Krautchan.net(gefunden bei krautchan.net)


Weekly Game Music: Link’s Awakening – Ballad of the Windfish

Thu, 29 Oct 2009 00:50:06 +0000

As I mentioned many times before, The Legend of Zelda – Link’s Awakening is my favourite Zelda-Part, and certainly one of my favourite games anyway.

And well, one of the most important melodies in that game is the Ballad of the Windfish – anyone who has ever played this game will remember this melody.

As far as I remember, the first time it occurs is when you meet Marin:

Trying not to give any spoilers, I just say, later in that game the „Song of Awakening“ is played, which has the same melody:

For this one, I didnt find any Morshu- or McRoll-Remixes, but a Mario Paint Version, which is very good:

On YouTube there are also a few videos with some Smash Bros. Brawl Version which was removed from that game. I dont know whether this is just fake. If its fake, well, the melody is good anyway. If its not fake, then – well, of course, they had to remove any good songs from that game, there cant be any well-sounding music in Smash Bros. Brawl, of course.

Then, there is some song in Majora’s Mask which is also called „Ballad of the Wind Fish“ – but it has no relation to this one as far as I know, it doesnt even sound similar (which is a pity I think), anyway, for completeness, here it is:

Then, I found two good instrumental remixes, which I want to post here.

This one bases on a pan flute and violin, but it gets epic in the end:

This one is less epic, but still good:

All of the videos are not made by me and just found on youtube, so, well, be kind, comment and rate them on youtube.

Update:

I was just reminded of another Video I saw which contents a lot of other Zelda Melodies, also the Ballad of the Windfish:


Frustblogging #11: Raumnummern

Wed, 28 Oct 2009 15:12:17 +0000

Dass Verwaltungsangestellte an der Uni immer etwas zu tun haben möchte ich garnicht bestreiten. Vor Allem müssen sie verwirrten Studenten ständig neue tolle Gesetze und Regelungen erklären, die wer auch immer erfunden hat.

Und da eigentlich die Anstrengungen von Menschen stets in Richtung Arbeitsminimierung gehen sollten, würde ich ja eigentlich davon ausgehen, dass die Verwaltungsangestellten froh sind, wenn irgendwelche Teile ihrer Arbeit konstant blieben, und deshalb kein Interesse daran haben sollten, so etwas banales wie Raumnummerierungen zu ändern.

Nun, ebendieses passiert aber immer wieder. Welche Gründe es dafür geben kann, nun, möglicherweise kommen neue Räume hinzu, oder die Topologie des Gebäudes ändert sich signifikant, oder der Datensatz mit den Zimmernummern wurde aus der Datenbank gelöscht und man hat keine Lust alle Zimmer abzuklappern und diese wieder herauszufinden, oder man hat die Verwaltungssoftware geändert und keine Möglichkeit das alte Format in das neue zu konvertieren. Das wären die Szenarien die ich mir denken kann. Welche es nun sind, darüber kann ich nur spekulieren.

Zumindest eines kann ich relativ sicher sagen: Zur Übersichtlichkeit tragen solche Nummerierungsänderungen eigentlich nie bei. Sie stiften Verwirrung und erzeugen Lernaufwandt, ohne sichtbaren Nutzen.

Nun, die Frage ist natürlich, was ist eine gute Nummerierung?  Nunja, die meisten Gebäude sind in Stockwerke und Buchstaben eingeteilt. Die Buchstaben geben mehr oder weniger sinnvolle Gebäudeabschnitte wieder, die Stockwerksnummern werden meist zur Hunderterstelle der Räume. Wenn man also das Stockwerk und die Blocknummer weiß, sollte man eigentlich ziemlich genau wissen, wo man hinmuss.

Leider sieht die Realität bisweilen anders aus. Klar, auf den Gebäudeplänen sehen die Einteilungen meistens sehr gut aus, aber wenn man sich in dem Gebäude befindet, kann eine solche Raumeinteilung sehr verwirrend sein. In einem Gebäude meiner Uni gibt es zum Beispiel sehr übersichtlich die Blöcke A bis E, die auch, wenn man sich in diesem Gebäude befindet, recht übersichtlich angeordnet entlang eines Ganges sind. Doch dann gibt es einen ominösen Block Z, der von Studenten oft liebevoll „Z-Dungeon“ genannt wird. Denn einige im Keller liegende Teile dieses Blocks sind zu gewissen Zeiten nur durch einen sehr seltsamen Hintereingang erreichbar. Auch in den höheren Stockwerken sind Teile dieses Blocks eher abgelegen und sehen bisweilen ziemlich „verwunschen“ aus (Wahrscheinlich hat man aus dem Grund auch die theoretischen Informatiker dort hineinverfrachtet)

Ein anderes Erlebnis war dass man hier die Nummerierungen geändert hat, aber den öffentlich zugänglichen Lageplan nicht, was erhebliche Verwirrungen ausgelöst hat,weil plötzlich Vorlesungen für Zimmer angekündigt waren die auf diesem Lageplan garnicht eingezeichnet waren.

Und just gestern hatte ich in einem anderen Gebäude (in dem ich nicht so häufig bin) wieder mal ein Erlebnis, wo ich wirklich Facepalmen musste … Ich suchte das Zimmer A 213. Ich fand erstaunlicherweise sehr schnell A 214. Stand also vor dem Zimmer A 214, und war der Überzeugung, ein Zimmer mit der Nummer A 213 müsste doch irgendwie in der Nähe von A 214 sein. Ich suchte also ziemlich lange in der Nähe von A 214 herum, bis ich aufgebend den Lageplan konsultierte. Der verriet mir: A 214 ist auf der anderen Seite des Gebäudes – von oben betrachtet quasi Symmetrisch gegenüberliegend. Deshalb sieht die Nummerierung von oben auch sinnvoll aus. Wenn man sich aber im Gebäude befindet, in dem dessen Symmetrieachse natürlich nirgends eingezeichnet ist, geht man eigentlich intuitiv davon aus, dass Räume mit nahe beieinanderliegenden Nummern auch irgendwie nahe beieinanderliegen.

Und ich finde, das macht eine gute Raumnummerierung aus. Räume die nebeneinanderliegen sollten idealerweise aufeinanderfolgende Nummern haben. Bei Gängen oder Seitenräumen sehe ich ein, dass man hier Ausnahmen macht, denn Gebäude werden selten so gebaut, dass man die Zimmer gut durchnummerieren kann, aber trotzdem kann man auch hier die Übersichtlichkeit ziemlich hoch halten, und das Problem stellt sich doch eher selten. Räume die direkt untereinanderliegen sollten sich idealerweise um genau 100 unterscheiden. Auch das geht nicht immer. Aber doch meistens. Ansonsten kann man, wenn mehrere Räume unter einem großen Raum liegen, diese vielleicht noch mit einem Kleinbuchstaben versehen.

Das wäre wünschenswert. Aber leider sehen Nummerierungen auf Lageplänen häufig erheblich übersichtlicher aus, wenn sie anders gestaltet sind.


Xml is like violence …

Tue, 27 Oct 2009 20:50:19 +0000

XML is like violence – if it doesn’t solve your problems, you are not using enough of it.“ (via bash.pilgerer.org)


The Lolcat Bible

Mon, 26 Oct 2009 20:48:01 +0000

Lolcats sind inzwischen ein ziemlich altes Mem – zumindest in Maßstäben der modernen Netzkultur gemessen. Kaum eines der modernen Lolcat-Bilder finde ich persönlich noch witzig. Dennoch sind Lolcats wohl eines der wichtigsten und bekanntesten Internet-Phänomene.

Nun ist es so, dass es im Internet, trotz der Vorurteile, man würde dort nichts tiefgründiges finden, immer wieder auf religiöse Diskussionen stößt. Diese sind meistens auf eher niedrigem sprachlichen Niveau, dafür aber häufig ziemlich direkt, und teils auch nicht unbedingt nur oberflächlich. Netzhumor ist allerdings bisweilen ziemlich schwer zu verstehen.

Ähnlich wird es wohl manch einem mit dem Lolcat Bible Project gehen. Das Projekt will die gesamte Bibel in Lolspeak übersetzen. Gott wird hierbei Ceiling Cat genannt, der Teufel ist Basement Cat, Jesus ist Happy Cat.

Vermutlich kam dem Initiator die Idee durch diverse Ceiling Cat Bilder.

Nun ist dies aus distanzierter sicht freilich humoristisch, aus christlicher Sicht könnte man dagegen freilich aufbringen, es sei Gotteslästerung. Nun, ich bin hier anderer Ansicht. Aus mehreren Gründen.

Zum Einen handelt es sich hierbei um eine Übersetzung der Bibel in eine andere Sprache. Ich habe auch schon Übersetzungen der Zehn Gebote auf Fränkisch gesehen, und angeblich gibt es eine Bibelübersetzung auf Klingonisch. Dies ist eine Bibelübersetzung in lolspeak, und ich finde, sie liest sich ganz gut. Nun, anstatt Gott wird Ceiling Cat genutzt, aber ich muss ehrlich sagen, mir ist das auch lieber.

Es scheint sich hier um ein Community-Projekt zu handeln – was wohl im christlichen Sinne ist. Viele Menschen tun zusammen etwas. Und – sie beschäftigen sich mit der Bibel. Vielleicht nur oberflächlich, aber sie tun es. Die, die dabei nichts tieferes erkennen, werden dies auch nicht, wenn sie sich anderweitig mit der Bibel beschäftigen – wenn überhaupt kann es also nur positive Auswirkungen haben.

Außerdem bin ich fest überzeugt: Gott hat Humor. Auch über sich selbst. Selbstironie ist eine sehr positive menschliche Eigenschaft, und ich glaube, dass Gott diese ebenfalls hat. Gott hat uns Humor gegeben, warum sollten wir ihn dann nicht anwenden.

Nun, ich kann nur jedem empfehlen, sich die Lolcat Bible mal anzusehen. Die die die Bibel schon kennen werden dadurch mit der Netzkultur verbunden, die die die Netzkultur kennen mit der Bibel, und die die garnichts kennen mit Beidem.

Und somit schließe ich ab mit einem Zitat:

„He letz me sit at teh taebl evn when peepl who duzint liek me iz watchn. He givz me a flea baff an so much gooshy fud it runz out of mai bowl LOL.“


Simoniseffekt für Carstensen

Mon, 26 Oct 2009 17:17:49 +0000

Einige werden sich vielleicht noch an die Wahl in Schleswig-Holstein 2005 erinnern. Insbesondere an die Wahl des Ministerpräsidenten. Heide Simonis hatte damals 1 Stimme mehr als Peter Carstensen in ihrer Koalition. Jetzt hat Carstensen 1 Stimme mehr als die Opposition. Damals hat Simonis 1 Stimme nicht bekommen, folglich stand es Gleichstand und im Endeffekt kam Simonis nicht dran. Ich fände es hätte einen Hauch von Ironie, wenn Carstensen seine 3 Stimmen Mehrheit in der Abstimmung nicht erhält.

Andererseits macht es sicher auch Spaß mit einem so knappen Vorsprung bei 6 Überhangmandaten zu regieren. Die können so schnell weg sein… Aber vielleicht ist auch die Klage gegen die Zahl der Ausgleichsmandate erfolgreich. Dann könnte es ein richtig schönes Patt geben.