The throw-away-mentality which evolved from free software

Tue, 10 Nov 2009 05:56:07 +0000

Since I am interested in Software in general, besides crawling through several software-developing platforms, I read the rss-feed from freshmeat.net. Sometimes I find interesting software, somtimes interesting enough to try it out, sometimes even interesting enough to blog about it. But mostly, I can just … facepalm. Almost any description contents phrases like „powerfull“, „simple yet powerfull“, „convenient“. For most of the software I just ask myself „why?“ – „why would anybody need yet another shitty, buggy, beta-state implementation of something that basically just does the same thing in the same shitty way as thousands of other projects did before?“.

For example, to me it seems like creating „new, simple, powerfull“ CMSs is a current trend, and anybody needs to do it, and anybody needs to congest sourceforge and freshmeat with it. Creating a small CMS is easy, sometimes easier than installing some existing system, sometimes it is just more fun for the person, but never should there be a reason to start and announce a new project if it doesnt have any meaningfull difference to other systems – writing it is fun and instructive, hosting it on an own page is ok, and even hosting it on freshmeat or sourceforge is ok if you dont have another place – but then please admit that it is „just another“ or „yet another“ CMS (or whatever), and maybe think of better hosting it on some other service like github (which is – in my oppinnion – better for small fun-projects because it is focused on social contacts to other programmers).

In fact, I can remember my first steps with php on internetworx were quite joyful. And, as a young boy, knowing the QuickBasic-Reference blindfolded, with a book about JavaScript and a Tutorial about PHP, I even thought my software was „really good“, so good that other people would use it. But well, there were thousands of other young boys doing the same. Thats why you have to learn programming. Thats why I didnt release any software yet – its not good enough (and well, I still feel like a boy, an old boy now, but mostly I am considered being a young man, but from whatever point of view, I am still learning, I am no „good“ programmer).

The availability of fast internet connections and cheap virtual servers made webhosting available to anybody. In my imagination, there are now a lot of young boys sitting in front of their virtual servers, learning bash and elementary knowledge about unix and bloated „standard“ systems like Apache, PostgreSQL, PHP, Ruby on Rails, and thinking that the small CMS they have just coded is good enough to found a new startup (looking at the current „top web 2.0 platforms“, well, its conceivable that the software they code is better, but thats not the point).

But actually, I dont think that all of these projects come from young people. While in what I consider being the past you had to be really interested in programming and the web, and therefore had to start at a comparably young age, with all the naive dreams coming with it, today it is so easy that anybody can to go „on the internet“, even older people, even though they are not familiar with programming. And I think that these projects mostly come from this kind of people. People who cannot find software which suits them (maybe because they dont know how to use Google and Fora), and then start to build their own software project.

From the stories told by „old unix people“ I heard that in the past that kind of software – databases, webinterfaces, communication platforms, etc. – was expensive and hard to maintain, and mostly well-engineered, i.e. when you chose a software, you would likely stay with it for a long time because changing it would just be too expensive. Today, Computers are fast, mostly too fast for their purpose, and all the software you need can be obtained for free. When you payed for something, well, you will cultivate it like a piece of land, if there is some small part which doesnt fit your needs, you will try to adapt your system somehow to make it work anyway. When you get it for free, you can just throw it away like a blowrag.

People dont see any value in software anymore. From the spirit of free software – free as in free speech, not (necessarily, but mostly) as in free beer – evolved a throw-away-mentality, where any software can be thrown away and replaced by a cheap, dirty weekend-hack of some sauerkraut factory owner who just read a small book about php. From the newLisp-page comes the shiny quote

LISP is an old language born, grown, and standardized in times very different from today, times when programming was for highly educated people who engineered programs. newLISP is LISP reborn as a scripting language: pragmatic and casual, simple to learn without requiring you to know advanced computer science concepts.

Yeah! Just hack something together with PHP, or Python, or NewLisp, or some other Scriptkiddie-Language NewLisp tries to compete with. Whether you are a thirteen year old boy or a paver, doesnt matter, you can do programming!

(Yes, I am in a very bad mood today!)


Frustblogging #13 – Schweinegrippe

Tue, 10 Nov 2009 02:38:41 +0000

Ha, das passt doch mal zur bekannten Unglückszahl 13: Ein Post über Schweinegrippe. Gleich vorweg: ich kenne mich mit diesem Thema quasi garnicht aus. Ich gebe es auch zu. Was ich zu sagen habe wird kaum tiefgründig sein!

Warum poste ich dann etwas darüber? Nun, ich habe heute auf einem der tolle Zeitungsständer (mal wieder) einen Zeitungsartikel über selbige Krankheit gesehen. Anscheinend ist eine fünfzehnjährige Schülerin an Schweinegrippe gestorben. Genaueres habe ich nicht recherchieren wollen. Nicht, dass es mich nicht interessieren würde, aber ich sag es mal so … es interessiert mich nicht weniger als das Dutzend Verkehrstote jeden Tag – ich kann nicht um jeden trauern, genausowenig wird jeder um mich trauern können wenn ich einst abtrete. Und ich sehe nicht, was diese eine Schülerin gegenüber den vielen anderen Leuten die heute wohl schon gestorben sind auszeichnet. Für die Angehörigen freilich ist es etwas besonderes. Aber für mich? Wäre sie in einem Autounfall gestorben, ich hätte wohl noch nicht einmal etwas davon erfahren.

Das klingt hart. Und das ist es auch. Deshalb spricht man es normalerweise nicht aus. Noch viel härter ist die Erkenntnis, dass Andere dasselbe denken werden, wenn man selbst stirbt. Aber es ist nunmal so. Es gibt über achtzig Millionen Menschen in Deutschland. Jeder hat ein Schicksal. Viele davon ein schlimmes. Wenn ich nur an jeden dieser Menschen für eine Sekunde lang denke, brauche ich dafür ohne Pause fast 3 Jahre.

Deshalb habe ich es mir abgewöhnt, um Leute, die in der Zeitung stehen, im Speziellen zu trauern. Es kann nicht jeder in der Zeitung stehen, denn nicht jeder Tod ist so spektakulär – selbst wenn er frühzeitig ist – dass die Zeitungen darüber schreiben würden. Mein Gerechtigkeitsempfinden sagt mir hier einfach, dass es nicht richtig ist, bestimmte Menschen, die für mich außer dass sie in der Zeitung stehen nicht ausgezeichnet sind, in meiner Gefühlswelt zu bevorzugen. Anders ist es freilich bei Bekannten und Verwandten, letztendlich ist auch das eine Funktion der Bekanntschaft und Verwandtschaft.

Nun, in der Regel berichten Zeitungen über Todesfälle aber nur, wenn die Gesellschaft an sich, oder zumindest ihre Leserschaft, ein erhöhtes Interesse daran hat. Bei Schweinegrippe trifft das im Moment wohl zu. Auch bei mir. Daran ist auch nichts verwerflich. Die Schweinegrippe ist soweit ich weiß eine relativ neue Krankheit, deren Auswirkungen man im Großen noch nicht genau kennt. Hier interessiert mich aber nicht die Schülerin im Speziellen, sondern die Gesamtzahl an Erkrankten und Toten. Die ist momentan soweit ich weiß noch unter Tausend – in Prozent ausgedrückt also unter 0,00125%. Also in meinen Augen noch nicht wirklich so viel, dass ich im Speziellen davor Angst haben würde.

Aber genau das wollen solche Zeitungsartikel vermutlich: Angst schüren, Panik auslösen – wer Angst und Panik hat, kauft mehr Zeitungen, um sich zu Informieren. Und ich gebe zu: Ja, ich habe Angst vor Schweinegrippe. Ich könnte sie bekommen. Ich könnte daran sterben.

Mir könnte aber morgen auch ein Klavier auf den Kopf fallen – immerhin ist keine 5 Kilometer entfernt ein Klavierladen. Es könnte morgen eine unterirdische Wasserader aufreißen und mich verschlingen, sodass ich qualvoll ersiede. Ja, auch davor habe ich prinzipiell Angst. Nur – es ist sehr unwahrscheinlich. Erheblich unwahrscheinlicher als dass zum Beispiel irgendein besoffener Autofahrer die Kurve nicht mehr kriegt und mich in meine Einzelteile zerfährt. Auch davor habe ich prinzipiell Angst.

Nur – aus irgendeinem Grund halte ich diese Ängste für absurd. Vielleicht, weil ich sonst überhaupt nicht mehr vor die Tür gehen dürfte. Die Welt ist voller Gefahren. Im Grunde muss man jeden Tag dankbar sein wenn man davon verschont geblieben ist. Und wenn dem einmal nicht so sein sollte, wenn denn morgen der Tag sein sollte, an dem mich das Unglück nicht verschont – dann bin ich letztendlich auch nur einer von achtzig Millionen. Die Welt wird sich wohl weiterdrehen. Grausam aber wahr. Ich bin vielleicht für mich etwas besonderes, aber für die Millionen anderer Menschen bin ich – einer von Millionen.

Deshalb bemühe ich mich auch, möglichst gleichgültig auf die Schweinegrippe zu reagieren. Letztendlich ist das Letzte was irgendetwas bringt Panik. Ich habe meinen Arzt gefragt ob ich mich impfen lassen soll, er meinte, es wäre noch viel zu früh momentan. Hat er recht? Ich weiß es nicht. Ich vertraue meinem Arzt soweit, denn auch impfen ist mit Gefahr verbunden. Wenn mein Arzt nicht recht hat, ist er hoffentlich in der Minderheit. Letztlich läuft es auch hier auf ein probabilistisches Argument hinaus: Solange nicht alle dasselbe tun, wird irgendwer wohl überleben. In einer Situation in der man nicht weiß was das Beste ist gibt es keine schlaue Verhaltensweise. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Impfungen, ich halte auch nichts von den vielen herumschwirrenden Verschwörungstheorien von Wegen Finanzspritze für die Pharmaindustrie (die könnten sie auch weniger auffällig bekommen). Wenn man mir empfiehlt mich imfen zu lassen, dann werde ich dies tun. Wenn man mir die Wahl lässt wohl auch, weil ich Erfahrungsgemäß Impfungen gut vertrage – aber auch hier darf man nicht vergessen: Auch an einer Impfung kann man sterben. Selbst wenn man alle vorherigen Impfungen gut vertragen hat. Auch hier muss man die Gefahren abwägen.

Bis dato werde ich das tun was ich sowieso immer tue: Ich esse um diese Jahreszeit viele Zitrusfrüchte – weil ich Appetit darauf habe, und ich meinem Körper soweit vertraue, dass er mir sagt, was gut für ihn ist, und soweit ich weiß stärken selbige die Abwehrkräfte. Allgemein schaue ich, dass ich mich dem Wetter entsprechend anziehe. Und – ganz wichtig – ich halte die Hand vor beim Husten und Niesen – bzw. meistens den Ellenbogen, damit ich das Zeug nicht an der Hand kleben habe, wenn ich gerade kein Taschentuch zur Hand habe.

Damit mache ich btw schon mehr als ein Großteil der hustenden Bevölkerung die ich täglich in U-Bahnen antreffe – manchmal frage ich mich, ob die das niemals gelernt haben, ob sie einfach keine Manieren haben, ob ihnen nicht bewusst ist dass das ekelhaft ist, oder ob sie das machen, um – wenn sie schon krank sind – wenigstens noch viele andere zu infizieren, denn geteiltes Leid ist halbes Leid. Man weiß es nicht.