Karfreitagsblogpost 2- Karfreitag für Atheisten

Karfreitag. Ein Feiertag an dem Christen eigentlich über die Kreuzigung von Jesus trauern. Die meisten Leute werden sich – wie bei den meisten freien Tagen – wohl einfach über einen Feiertag freuen.

Nun gibt es aber die armen Fundi-Atheisten, die sich so gerne einen atheistischen Feiertag wünschen, und wahrscheinlich garnicht damit aufhören können, sich heute zu ärgern.

Nun, wie ich immer sage, christliche Feiertage sind im Wesentlichen aus historischen Gründen christlich motiviert. Unsere Kultur ist stark christlich geprägt, daran ändert noch so viel Populismus nichts. Und auch wenn dies sicher  nicht immer positiv gewesen ist, es war auch sicher nicht immer negativ.

Sich an den Kreuzestod Jesu zu erinnern, nun, das mag dem Atheisten jetzt vielleicht nicht unbedingt besonders wichtig sein, zumal manch einer sogar bezweifelt dass Jesus überhaupt gekreuzigt wurde, etc. – was allerdings feststeht ist, dass sehr viele Menschen gekreuzigt wurden. Und was auch feststeht, ist, dass auch heute noch ziemlich viele Leute hingerichtet werden. Eigentlich eine recht sinnvolle Sache für einen Atheisten, Diesen an so einem Tag zu gedenken.

Und die Passionszeit, die an das Fasten Christi erinnern soll? Eine Zeit, in der man auf etwas verzichtet, was man normalerweise gerne hat. Natürlich ist diese Zeit nirgends festgeschrieben, aber auch diese Zeit ist historisch in unserer Kultur verankert. Es gibt keinen Grund, an dieser Tradition irgendetwas zu ändern. Und die Fastenzeit an sich ist etwas sehr sinnvolles. Sie kann dabei helfen, von Abhängigkeiten loszukommen – oder sich dieser bewusst zu werden. Oder einfach den Leuten zu gedenken, die es nicht so gut haben, wie man selbst.

2 Antworten zu Karfreitagsblogpost 2- Karfreitag für Atheisten

  1. dieentelebt sagt:

    Afaik hatte die Fastenzeit den Zweck, die sprichwörtlichen Bauern davon abzuhalten, aus Hunger ihr Saatgut für nächste Saison wegzuessen.
    Das ist nämlich genau die Zeit, in der die Vorräte von letztem Jahr aufgebraucht bzw. vergammelt sind und noch nichts neues gewachsen ist. Es war ja immer schon einfacher, irgendwelche Strategien religiös zu verbrämen. Passiert genauso mit dem wieder viel diskutierten Zölibat, welches aus erbrechtlichen Gründen eingeführt wurde. Und nun faseln Kleriker vom „Geschenk Gottes“.
    Die Kunst wäre für die Gläubigen nun, sinnvolle von noch nie sinnvollen bzw. nicht mehr sinnvollen Regeln und Verboten zu trennen, so wie es ja schon mit einigen anderen Dingen passiert ist.

  2. dasuxullebt sagt:

    Hm ja. Da gibt es einen Haufen Beispiele. Beschneidung von Männern hatte zum Beispiel meines Wissens hygienische Gründe, und das Schächten war zumindest zur damaligen Zeit vergleichsweise aufwendig und tierfreundlich, und das einzige was es von heutigen Schlachtmethoden unterscheidet ist die mangelnde Betäubung.

    Bibeljahrestechnisch ist es auch irgendwie seltsam, kurz vor der Kreuzigung von Jesus ein Fest zu haben, das eigentlich an einen Zeitpunkt kurz vor dem Anfang seines eigentlichen Wirkens steht.

    Trotzdem finde ich eine Fastenzeit als solche, als Zeit des Verzichtens auf Dinge die man mag, eigentlich etwas, das man beibehalten kann.

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