Tabletten, Tablets, Chinanudeln, Girokonten, Schraenke und Remotedesktop-Protokolle – Resuemee einer durchgemachten Nacht

Nachdem der Kurierdienst, der heute meinen Schrank bringen sollte, nur vier Stunden Verspaetung hatte, habe ich mich daran gemacht, den Schrank zusammenzubauen. Die Anleitung des Schrankes erinnerte auf den ersten Blick eher nach einer Bauanleitung aus irgendeinem Science-Fiction-Film, und sie war natuerlich auch nicht korrekt. Natuerlich ist das nicht der erste Schrank den ich zusammenbaue (passiert irgendwie grad in letzter Zeit haeufiger), und so kann ich zumindest die grundlegenden Schritte auch ohne Anleitung, und auch aus einer nur halbherzig geschriebenen Anleitung immernoch einiges herauslesen. Um es kurz zu machen: Es fehlen zwei Schrauben und ein Tuergriff, andererseits sind etliche Items vorhanden, von denen ich keine Ahnung habe, wozu sie gut sind. Morgen (oder vielmehr zur naechsten Wachphase) werde ich mir wohl noch ein paar Regale hineinkaufen. Ich frage mich warum Leute immer so auf Haengeschraenke stehen. Da bringt man doch fast nichts herein.

Wie dem auch sei, waehrend des Schrankzusammenbauens habe ich dann ploetzlich bemerkt dass ich noch nichts gegessen hatte, und dementsprechend machte ich mich heran, diesen Zustand zu aendern. Und so ass ich eine neue Nuss-Vollkorn-Muesli-Variante mit Dinkelmilch. Eine Entscheidung, die ich noch jetzt bereuhe. Denn der ziemlich gute Geschmack verleitete mich dazu, relativ viel davon zu essen, nur leider schien mein digestives System dies anders zu sehen, und begann ziemlich bald danach zu ranten. Bis jetzt hat es noch nicht aufgehoert sich zu beschweren, aber zumindest ist es kein Vergleich zum urspruenglichen Zustand. Bauchkraempfe – und zwar epischen Ausmasses. So episch, dass ich ein krampfloesendes Mittel genommen habe, das tatsaechlich das Ganze verbessert hat – ich hatte nach wie vor Bauchschmerzen, aber sie waren nicht so schlimm. Die Bauchschmerzen hielten jedoch an, und da ich deshalb und wegen der Stunden an Arbeit die ich ins Schrankbauen investierte muede war, nahm ich noch Mittelchen gegen die Uebelkeit und die Kopfschmerzen die gerade aufkamen, um schlafen zu koennen.

Ich bin sehr dankbar dafuer, dass es Tabletten gibt, die einem gerade in Notsituationen das Leben erleichtern, einziges Problem ist, dass man in eben diesen Notsituationen oft nur am Painkilling interessiert ist, und weniger daran, sie auch mit Verstand einzusetzen. Nunja, sie halfen, aber meine Erfahrung sagte mir, dass ich gerade die Art von Bauchschmerz erlebe, die ausdrueckt, dass ich vielleicht etwas anderes essen sollte. Und genau das tat ich. Keine Energie habend mir irgendetwas aufwendiges zuzubereiten griff ich einfach zu einer Tuete Chinanudeln und machte sie mir warm. Kurz nach dem Essen ging es mir bereits erheblich besser. Es ist doch interessant, wie ein einfacher Teller mit gewuerzten Nudeln die Wirkung von vier Tabletten uebertrumpfen kann.

Wie dem auch sei, dennoch hielt mich Selbiges bis jetzt vom Einschlafen ab, weshalb ich gerade an diesem Blogeintrag schreibe. Ich schreibe an diesem Blogeintrag uebrigens per NX, eingeloggt auf einem Rechner der einige Kilometer von mir entfernt ist. Und zwar an einem ausgemusterten Duennklienten meiner Uni. Es hat recht lange gebraucht, bis ich es geschafft hatte, diesen Duennklienten von einem USB-Stick booten zu lassen. Bevor ich dies geschafft hatte, musste ich mich mit RDP oder reinem X-Forwarding begnuegen. X-Forwarding ist natuerlich suboptimal ueber Internetverbindungen, und RDP ist … nunja, man kann damit arbeiten, aber es ist dennoch recht langsam. Jetzt, in Xubuntu, kann ich wenigstens NX verwenden. NX ist wirklich gut. Eigentlich sehe ich gar keine Berechtigungen mehr fuer RDP und X11 als Netzwerkprotokolle. Hat man genuegend Bandbreite und will sich mit einem Minimalclient begnuegen, so ist VNC eigentlich das Protokoll der Wahl. Es ist einfach, hat nur recht wenige Netzwerkeffizienz-Erweiterungen, aber ueber ein 100 MBit LAN kriegt man damit ziemlich gute Ergebnisse hin. NX hingegen ist selbst ueber GSM-Verbindungen noch brauchbar, was ich besonders gut finde. Es nutzt standardmaessig einen SSH-Tunnel und ist damit standardmaessig ziemlich gut abgesichert. Es gibt freie Implementierungen, aber auch Implementierungen fuer den „Enterprise“-Bereich. X11 und RDP scheinen aber eher historische Ueberbleibsel zu sein. Beides sehr komplizierte Protokolle die man eigentlich nicht mehr so wirklich braucht – gut, X11 als Abstraktionsschicht unter Linux, aber eher weniger als Netzwerkprotokoll.

Wie dem auch Sei. Eigentlich hatte ich ja gehofft, jetzt gleich einen neuen Laptop kaufen zu koennen. Es ist Samstag, da haben einige Geschaefte auf, ich habe auch schon einen bestimmten Laden in Aussicht.

Was ich mir konkret kaufen will ist ein Convertible – oder Tablet-PC, wie auch immer man es genau nennt, halt so ein Teil, das man in ein Tablet umwandeln kann wenn man den Bildschirm dreht. Das sieht nach etwas aus, was ich auch mal wirklich brauchen kann. Natuerlich sind die Dinger teuerer als andere Rechner, aber ich sage mal, wenn ich mir einen normalen Rechner kaufe haette ich auch gleich mein MacBook behalten koennen. Ich will halt nen Rechner mit dem ich auch mal einfach in einer Vorlesung mitschreiben kann ohne gleich die TexMacs-Keule rauszuholen – und nur falls das Argument kommt – nein, ein normaler Notizblock ist nicht sinnvoller. Hat sogar im gegenteil viele Nachteile, alleine die Papierverschwendung ist einer.

Warum ich mir wohl keines kaufen werde – zumindest dieses Wochenende – nun, das liegt daran, dass meine Bank und PayPal es bisher nicht geschafft haben, die Ueberweisung zu Taetigen, um den Preis den ich bei Ebay fuer mein MacBook gekriegt habe auf meinem Konto verfuegbar zu machen. Mein Konto ueberziehen will ich aber nicht (schadet der Schufa-Wertung und vor Allem schenke ich damit meiner Bank indirekt Geld). Vermutlich muss ich also erstmal noch ohne Laptop auskommen. Nunja, was solls.

Jetzt, da die Voegel das Zwitschern anfangen und es langsam hell wird, werde ich mich dann auch mal ins Bett begeben, in der Hoffnung, dass ich jetzt muede genug bin, um einzuschlafen, bzw. dass jetzt mein Bauch langsam wieder einigermassen zufrieden ist.

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