Randomly Found Software: finch

Sun, 02 May 2010 04:04:28 +0000

Console-Interfaces tend to have a lot of strange keybindings (mostly not modifiable) and are therefore often hard to use for somebody who is not regularly using a software. That is why I never got used to the midinght commander – it may be a mighty tool, but for everything I needed, either the shell itself or the facilities of emacs were enough for me, so I never quite had the mood to invest time to learn its keybindings.

Of course, emacs is certainly not easier to learn (except that there are modes which make it easier but are not the default), but its simply that I know and use emacs anyway.

Irssi is a bit better. Even newbees can use it, with only little explanation. But on the other hand, irssi might be a versatile software for IRC, but its UI is not very versatile – which is a good thing (there are yet too much blown up interfaces out there), but explains why handling it is easier.

Well, and then there is finch. Finch is a console-based purple-frontend, that is, you can use it with your pidgin-configuration-folder remotely through SSH without having to do x-forwarding. Well, it has a few keybindings which are unusual to the default GUIs, but on the other hand – well, there arent thousands of commands to move the window up, down, left, right and diagonally each, in fact you have to remember two commands to resize and move the windows in there: Alt+m for moving and Alt+r for resizing. The rest can be done with arrow-keys and enter when done with resizing.

Also, you will get a window-list when pressing Alt+w, but you can also iterate through the windows by pressing Alt+n. Essentially, these are the commands you will need. There are a few others, for opening menus, closing windows, etc., but either you will never need them, or you will somehow remember them, for example Alt+c stands for close, which is intuitive.

The windows are not tabbed, they are freely movable (except outside the screen bounds, but I dont care about this, and its certainly not hard to patch it if one really needs this) and overlapping, like in common windowed environments. Getting an intuitive and easy-to-learn interface in the pure console, with software that really can do a lot of down-to-earth things is something that is hard to find.

Unfortunately, it is still a console-application, which means that there is no way of somehow integrating it into the rest of the desktop, which is why I prefer Pidgin when sitting on my local computer.

But the most important thing is that it solves the problem of crappy links when sitting in trains and using mobile internet. Whenever I get disconnected, some problem occurs, for example some messages get lost, OTR is out of sync, etc. – I used to solve this using Pidgin on a remote machine with xpra and NX which are very well done pieces of software, but having a console-ui which I can run inside screen, which produces a lot less traffic and is still easy to handle, is the preferred way for me, especially because I dont have to reconfigure my configuration, finch just takes the pidgin-configuration and uses it.


Warum die Politik mehr Interesse an Netzkompetenz zeigen sollte

Fri, 30 Apr 2010 13:51:50 +0000

Würde ich irgendeinem Fremden auf der Straße meine EC-Karten-PIN sagen? Oder ihm meine Adresse geben? Ihm private Dinge anvertrauen? Oder mich vor ihm ausziehen?

Irgendwie glaube ich, die meisten Leute würden diese Frage trivialerweise mit einem „Nein“ beantworten. Mich wundert es deshalb immer wieder, wieso solche Dinge, die eigentlich jedem klar sein sollten, im Internet so oft keine Anwendung finden.

Alleine die Tatsache, dass Phishing-Mails nach wie vor als „Gefahr“ angesehen werden, obwohl auf den Formularen zum Online-Banking mehrfach dick und fett zu lesen ist, „wir werden Sie niemals zur Angabe ihrer Pin auffordern“.

Nun gibt es wie im RL auch im Internet einen Haufen perverser Leute. Da aber die Meisten ihren gesunden Menschenverstand im Internet offenbar ausschalten, haben Erstgenannte es dort freilich erheblich leichter. Und so kommt es, dass man so schockierende Meldungen liest wie „Mädchen mussten sich ausziehen„.

Als ich die Schlagzeile las dachte ich eigentlich erst an irgendeinen neuen Missbrauchsfall in irgendeiner größeren Einrichtung, von denen ja momentan häufiger berichtet wird. In Wirklichkeit handelt es sich aber um einen Vierunddreißigjährigen der sich als pubertären Jungen ausgegeben hat, und Mädchen online dazu aufgefordert hat, sich vor ihrer Webcam auszuziehen.

Vorweg: Ich bin froh dass sie so jemanden geschnappt haben, dieses Verhalten ist unmoralisch, und soll bestraft werden. Trotzdem will ich – mal ganz ohne moralische Wertung – ein paar Dinge anmerken.

Zum einen, dieser Mensch war offenbar weniger schlau, denn hätte er es dabei belassen, dass sich die Mädels vor ihm ausziehen, wäre er wohl kaum aufgeflogen, laut dem ksta-Artikel ist er dadurch aufgeflogen dass er die Mädels danach erpresst hat, weitere unanständige Dinge zu tun, da er ansonsten ihre Nacktbilder weiterverwenden würde. Warum er nicht einfach auf die zahlreichen Pornoportale zurückgegriffen hat, in der Exhibitionisten ihren Spaß haben können, frage ich mich.

Die Mädels waren aber offenbar auch nicht unbedingt mit Verstand gesegnet. Denn anders als die Schlagzeile es sugeriert, „mussten“ die Mädchen sich laut dem Artikel keineswegs ausziehen, sie haben es freiwillig getan. Ich frage mich, was jemanden dazu bewegt, sich vor einer fremden Person auszuziehen, durch einen offenbar unidirektionalen Sichtkanal. Dass zwei Jugendliche über einen Videokanal chatten und sich beide ob der Befriedigung entkleiden, was man meines Wissens als Sexting bezeichnet, nun, das finde ich zwar durchaus auch bedenklich (unverschlüsselte Videoprotokolle, MITMs, Computerviren, etc.), aber es ist beidseitig. Sich vor einer Person zu der man keinen Sichtkontakt hat auszuziehen, das ist wiederum – entschuldigung – einfach nur dumm.

Als hormongeplagter pubertärer Jugendlicher setzt aber vielleicht der Verstand an der Stelle manchmal aus. Das ist verständlich. Das sollten aber die Eltern betreffender Personen schlichtweg wissen. Und dementsprechend ihre Kinder aufklären. Ich glaube nicht, dass es zu viel verlangt ist, seinem Kind zu erklären, es möge bitte NIEMALS Nacktbilder von sich in irgendeiner Weise im Internet versenden, denn was hochgeladen wird, kann sehr schnell und ohne dass man es merkt in falsche Hände geraten, und was einmal im Internet ist, verschwindet von dort auch nicht mehr so einfach. Zumindest das wollen die meisten Jugendlichen wohl kaum.

Genauso sind hier die Schulen gefragt. Verständnis für Internettechnologien ist hier gefragt. Es gibt genügend Beispiele, und genügend Möglichkeiten, den Leuten zu erklären, wie unsicher eine unverschlüsselte Verbindung ist, und wie leicht es ist, im Internet Identitäten zu fälschen. Und wie schwer und warum es schwer ist, etwas, was einmal im Netz steht, da wieder rauszukriegen.

Klar, man kann durch entsprechende Gesetze versuchen, das Netz möglichst weit zu zensieren, und möglichst viele Täter fassen. Aber das Netz ist groß. Zu groß, als dass es technisch möglich wäre, mit bloßer Technik gegen solche Probleme vorzugehen.


Wieder eine Lappalie, mit der der Bundesgerichtshof zugemüllt wird

Thu, 29 Apr 2010 19:00:34 +0000

Ich kenne Personen, die den Bundesgerichtshof als einziges noch funktionierendes Staatsorgan ansehen. Zumindest erfüllt es die wichtige Aufgabe, unsere Politiker in ihre Schranken zu weisen, und in sich durch alle Instanzen hindurch nicht klärenden Streitfällen ein Machtwort zu sprechen.

Ich habe mal gehört, Anwälte müssen eine Gebühr zahlen, wenn sie mit einer Klage vor den Bundesgerichtshof gehen, um zu verhindern, dass man mit jedem Bagatellfall davor zieht.

Leider wird wohl dabei nur kontrolliert, ob es sich um eine Frage handelt, die noch nicht entschieden ist, und nicht, ob diese Frage in irgendeiner Weise sinnvoll ist. Und so konnte ich heute lesen, dass eine Künstlerin Google verklagt, weil die Bildersuche Thumbnails ihrer Bilder zeigt.

Zunächst mal finde ich die Bildersuche eine großartige Sache, und sie hat mir schon oft Dinge erleichtert. Nur um das mal vorweg zu sagen. Und ich verstehe auch nicht, was man als Künstler dagegen haben kann, dass man die eigenen Bilder in der Bildersuche findet. Es sind thumbnails. Vorschaubilder. Mehr nicht.

Desweiteren verstehe ich nicht, warum ein Künstler seine Werke ins Internet stellt, wenn er nicht will, dass diese auch gesehen werden. Ich nehme mal stark an, die betreffende Künstlerin wird so vorgegangen sein – denn befinden sich ihre Bilder im Internet ohne dass sie dazu beigetragen hat, dann war dies sicher nicht Googles Schuld, und sie sollte vielleicht den verklagen, der sie primär ins Internet stellte. Oder handelt es sich hierbei womöglich um das Missverständnis, das Internet sei nur eine große Verkaufsplattform für Inhalte?

Auch Googles Verhalten scheint in dieser Sache seltsam zu sein. Eigentlich kennt man es doch eher so von Google, dass sie Inhalte, die man nicht verlinkt haben will, nicht mehr verlinken, wenn man es ihnen direkt sagt. Um zum Bundesgerichtshof gehen zu dürfen muss man aber doch meines Wissens einige Instanzen durchlaufen. Einzig und Allein könnte ich mir vorstellen, dass Google hier ebenfalls ein Interesse an einer Rechtssicherheit hat. Immerhin: Wenn ein Gesetz draußen ist, müssen sich auch die Konkurrenten daran halten. Wenn nicht, wird Google als führender Anbieter vermutlich mehr Klagen an den Hals bekommen als Andere.

Dann ist natürlich die Frage, darf Google prinzipiell urheberrechtliches Material cachen und Daumennägel davon als Suchergebnisse anbieten, auch wenn der Urheber dies nicht will. Meine Antwort wird jetzt vielleicht manch einen erschüttern, aber dazu ist meine Meinung ganz klar: Nein.

Und nun kommt die für mich entscheidende Frage: Hat der betreffende Künstler Google auch entsprechend geltender Internetstandards mitgeteilt, dass er dies nicht will? Zum Beispiel in Form einer robots.txt, and die sich Google und Andere in der Regel halten? Irgendwie zweifle ich das an, denn sonst würde Google sie kaum anzeigen.

Ich frage mich manchmal ohnehin, ob den Leuten überhaupt bewusst ist, dass bei Google nicht ein paar Millionen Heinzelmännchen im Internet surfen und Suchergebnislisten erstellen. Dass da nicht bei jeder Seite irgendwer das Impressum und die speziellen Vorlieben bezüglich welche Seiten jetzt angezeigt werden dürfen und welche nicht durchgelesen und interpretiert wird, sondern ein Automatismus eine syntaktische und semantische Analyse durchführt und dann dass Zeug indiziert. Kein Mensch ist daran beteiligt.

Mein Vorschlag wäre, den robots.txt-Standard rechtlich festzuschreiben. Webcrawler und Bots sind inzwischen viel zu wichtig für das Internet, als dass man sie in dieser starken Weise einschränken sollte, zumal auch die meisten Künstler auch eher ein Interesse daran haben dürften, gefunden zu werden. Per robots.txt könnte dann jeder, der nicht will, dass seine Inhalte Indiziert werden, dies den Webcrawlern mitteilen, und solange diese sich daran halten, und sie in angemessenen Zeitabständen überprüfen, sollte Rechtssicherheit gelten.

Update: Ich bin froh zu lesen, dass der BGH meine Ansicht teilt. Ich frage mich dennoch, brauchte es dafür wirklich den Bundesgerichtshof? Hätte ein wenig Menschenverstand nicht ausgereicht?


A rant about non-commercial IM-Servers and Clients

Sun, 25 Apr 2010 18:42:44 +0000

This rant is SO necessary! I am SO pissed off!

Today, my FOURTH Jabber-Account on a free server is failing.

Jabber – the great free decentralized XMPP-Network on which even commercial services like Google Talk participate. So the default procedure is: Someone who likes to be admin of a server creates an XMPP-Server, making it freely available, and maintaining it. But it happens what always happens: The Admin gets older and therefore more work to do, and so, the XMPP-Server gets forgotten. Instead of giving some other person the possibility to maintain it, the server either goes down completely, or has downtimes and bugs whenever you want to use it.

Thats what already happened three times to my accounts. I had to switch the server and port my contactlist every time. I will try to keep my current account as long as possible, but at the moment I am just totally switching to google talk.

Basically, Google Talk works and has almost no downtime – yes, it already had maintenance-timeouts, but these were announced before and were short. Thus, well, Google is open to external Jabber-Servers, and thus part of the Jabber-Network, but as it appears to be the only long-term reliable server besides jabber.org, the „freedom“ behind Jabber becomes arguable.

Then well, having an own little vserver should be sufficient for having an own Jabber-Server. The question is: What server-software to use? Jabberd2 seems very strange, and everyone suggests using ejabberd. But ejabberd – under Debian … well, most people suggest not to use the package, and I actually also do so, because not even the initscript works properly. But lets be honest. Ejabberd works – sort of. If you leave it to the basic configuration and hope that your server will be accepted by the other Jabber-Servers – and, above all, will accept other Jabber-Servers – there may come a time when you can actually use it (except when it crashes or refutes to connect because of some misconfiguration you didnt even notice before connecting to it from another IP-Address).

If you only want the service for yourself, you could also think of running a server locally on your Home-PC, using dyndns. Well, this solution is not very stable for a huge Jabber-Server, but for you and a few friends it should be sufficient. But then you are almost guaranteed to not being able to connect to the larger Jabber-Servers – because they mostly deny access of such IP-Addresses – which is obvious, since otherwise they would be flooded with spam.

And above all, having an own server is nothing for everyone. It is basically not what Instant Messaging was thought for. Instant Messaging contains the word „instant“ – which means you want to use it instantly. You dont want to have to configure a complex server infrastructure everytime you want to ask a friend if he likes pizza when he arrives visiting you, or if he will join you in the canteen this noon. Especially, you as a conscious free-software-user could even be willing to take the extra efforts to maintain such a thing, but will the handsome neighbour-girl you want to date do so, too? IM is only an option if it is easily available to anyone.

This includes a simple Client which runs under Windows – which doesnt want to know lots of strange settings, but just a small User-ID and password, and then connects and then just works. Is that really so hard?

Well, facebook has an XMPP-Service meanwhile, which is a good thing (and does certainly produce some costs to facebook) which works perfectly as far as I see – except with the newest Pidgin-Version (which is the client which is most commonly recommended to users). I tried with other clients. I tried with older Pidgin-Versions. It worked perfectly. Only the new Pidgin-Version doesnt like facebook’s XMPP-Service. And – above all – I asked #pidgin for help. But nobody could imagine what the problem is.

This is an XMPP-Service – it uses an open protocol. And it used to work with the same client on an older version. But nobody can even tell how to trace the problem. Now, isnt that nice?

And to get your client being able to transfer files from point to point is another story. It isnt even always sufficient to have one open port on one side.

Actually, I dont see the point to XMPP at all. Seems like the main purpose it is used for is Instant Messaging. There may be multiuser-chats, but IRC is far more wide-spread, and far more usable, and has a simple protocol. Actually, IRC could be used for Instant-Messaging, too, when slightly modified or extended.

I cannot understand why its so hard to create a working protocol for instant-messaging. I mean, its not that instant messaging is something that has just been invented.


Unicode Math Entities

Tue, 09 Mar 2010 03:38:20 +0000

There are plenty of possibilities to embed mathematical formulas into webpages. Besides JSMath and several possibilities to include LaTeX-Generated png’s into Websites there is MathML – which should have been preferrable, but just didnt find broad usage.

I just read that there is a collection of Math-GIFs for mathematical symbols.

I dont really know whats the purpose of the latter. Making Formulas visible inside HTML is a problem which is not properly solvable. But for small formulas, you will find a Unicode Character for most of the things you want to express – just look at the plenty of character tables. Embedding these in HTML is not harder than embedding a GIF. Of course, with Unicode, you are bound to a linear notation. But to express small formulas, that is more than enough.

For anything else, I would still prefer LaTeX-Rendered PNG’s with LaTeX-ALT-Strings. That is, because even a blind person should be able to read it – at least with enough efforts, they can interpret the LaTeX-ALT-Strings. Of course, even for this, MathML would be the better choice. But LaTeX has spread. So well, why not use it for formula notation. Even inside HTML. Its a compromise. Its not perfect, but its good enough.


Randomly Found Software: Browser Pong

Tue, 02 Mar 2010 01:41:52 +0000

Admittedly, Browser Games are nonsense – trying to extend the possibilities of an explicitly restricted environment like the browser, on computers that could do much more things.

On the other hand, this forces the people to have creativity. Browser Games cannot compete with other types of games when it comes to graphics or huge worlds. But they can with creativity.

Browser Pong (via) is one of these games. It uses popup windows as ball and racket. Well, thats a nice idea.

Reminds me of a Pong-Version I wrote with visual basic in a computer science course at school, I called it „Desktop Squash“ (since it was basically impossible for the computer to lose). It consisted of basically the same idea, three windows were arranged in that way, and were moving on top of the desktop – differently, well, these windows didnt have the usual window decorations, so it looked more like the „real“ pong.

Anyway, nice thing.


Mal eine andere Beschreibung auf Freshmeat …

Mon, 01 Mar 2010 14:19:30 +0000

Normalerweise hat man Glück, wenn man in einer Beschreibung auf freshmeat.net mal nicht Wörter wie „Flexible“, „Scalable“, „Easy-To-Use“ und Dergleichen findet. Umso mehr hat mich diese Beschreibung erstaunt. Sie beginnt bereits richtig schön: „Txr is a baroque and painfully hard to use language„. Für den Gewinn!