Portal und andere Spiele …

Sat, 22 May 2010 00:02:46 +0000

… werden jetzt ja dann wohl in größerer Zahl auf Mac OS Portiert, und damit bleibt zu hoffen, dass man sie dann leichter auf Linux portierbar beziehungsweise emulierbar/virtualisierbar sein werden, denn die Grundlagen beider Systeme sollten doch näher verwandt sein.

Jedenfalls stiefelte ich heute Windows auf meinem neuen Denkblock. Konfigurierte Ubuntu auch gleichzeitig so, dass es virtualisierbar ist unter ebendiesem Windows, sodass nicht nicht mehrere Logs und Feuerfuchsprofile maintainen muss. Lief auch alles wunderbar.

Steam startierte und brauchte lange um Portal herunterzuladen und nachdem es dieses endlich fertiggetan hatte stürzte es erstmal gepflegt ab. Nach einem Neustart und dem versuch, Portal zu starten, klärte es mich auf, dass es meinen Grafikchip nicht kennen würde. Durchaus möglich, es ist nicht der Neueste, und dementsprechend Überrascht war ich, als dann das Spiel doch loslief und ich mit relativ wenigen aber eben immernoch daseienden Rucklern anfangen konnte zu spielen.

Die Ruckler waren nervig, und so wollte ich die Bildqualität heruntersetzen, was zu einem prompten Absturz führte, und vor einem kompletten Systemneustart schaffte ich es auch nicht das Spiel wieder zu starten. Danach stellte ich alles wieder um, in der Hoffnung, danach würde das Spiel wenigstens wieder im vorherigen Zustand sein. Was soll ich sagen, das Spiel hängte sich auf und lastete einen Prozessorkern voll aus, sodass ich mich gezwungen sah, es zu keksen.

Erst dann wurde mir plötzlich klar, was ich da eigentlich gerade tue: Ich versuche ein Windows-Spiel unter Windows zum Laufen zu bringen. Ich, der ich garnicht Windows verwenden will, und Windows nur boote, weil ich ein Spiel spielen will, strenge mich an, damit dieses Spiel funktioniert. Überhaupt gibt es wenig Gründe für mich, ein Windows-System zu starten. Ich habe mein Ubuntu – und wenn mir das nicht mehr gefällt habe ich Arch Linux. Und wenn mir selbst das nicht gefällt werde ich auf Solaris oder ein BSD umsteigen.

Ich muss mich also auch noch anstrengen, damit ein Spiel, das ich zumindest theoretisch gekauft haben könnte, unter einem kooperativen System läuft. Interessant. Selbstverständlich überlege ich mir nun also zweimal, ob ich mir wirklich eines der kostenpflichtigen Spiele kaufe. Ich hatte schon mehrere Spiele im Sinne, oft auch ältere, nur ist bei denen nie so klar ob sie unter Wine wirklich gut laufen – und bei etwas älteren Modellen ist selbst nicht klar ob sie auf einem modernen Windows gut laufen.

Ok, bevor ich gleich damit anfange, was ich am Verhalten der Spielehersteller alles nicht verstehe, erstmal eine Liste mit Dingen die ich verstehe – nur des guten Willens wegen:

  • Ich verstehe, dass sie ihre Spiele – wenigstens am Anfang – nicht Opensourcen. Kopierschutzmaßnahmen werden durch Open Source nahezu unmöglich. Außerdem steckt in einem Spiel mehr Interesse als bloße Software. Es ist ein Gesamtkunstwerk und man will freilich nicht dass Leute es bereits umschreiben bevor sie es überhaupt sinnvoll gespielt haben.
  • Ich verstehe, dass sie DRM-Maßnahmen ergreifen wollen. Ich finde es nicht gut, vor allem, weil die ganzen DRM-Lösungen so beschissen implementiert sind, aber ich verstehe es.
  • Ich verstehe, dass den Spieleherstellern OpenGL ohne diverse Erweiterungen nicht ausreicht.
  • Ich verstehe, dass Spielehersteller nicht die Portierung auf Betriebssysteme bezahlen wollen, die nicht hinreichend verbreitet sind.

Ja, so viel kann ich verstehen. Jetzt kommt dann mal, was ich nicht verstehe:

  • Ich verstehe nicht, dass sie nicht wenigstens Teile ihrer Spiele oder der verwendeten Spieleengines soweit offenlegen, dass die Geeks sich das Spiel entsprechend selbst portieren können. Der Hauptanteil des Unportierbaren sind wohl die direkten Hardwarezugriffe auf den Grafikkartenspeicher, beziehungsweise die niedrigstufigen Aufrufe der Grafikbibliotheken. Diese kann man ersetzen. Man kann jedenfalls der Wine-Community (die immerhin für eine Portierung auf mindestens 4 zusätzliche Betriebssysteme arbeiten würde) die Arbeit erleichtern durch Zusatzangaben.
  • Ich verstehe nicht, warum die ganzen DRM-Maßnahmen so beschissen programmiert sind. Wie wärs mit: Der Maschinencode ist Verschlüsselt und kann nur mit einem entsprechenden Schlüssel entschlüsselt werden. Und das auch nur indem man ihn meinetwegen irgendwo in den heap speichert und dann an eine definierte Speicherstelle springt. Irgendwas von der Form „ich schau regelmäßig im Internet nach ob du mich spielen darfst“ sollte man jedenfalls leichter wegcracken können. Letztendlich kann man alle Kopierschutzmaßnahmen aber irgendwie umgehen, wenn man ein irgendwie offenes System haben will – und damit meine ich nicht Betriebssystem sondern schon sowas von Wegen nicht so einen komplettgeschlossenen Krampf wie das iPhone oder sowas (und selbst das wird gejailbreaked …).
  • Ich verstehe nicht, warum Spielehersteller und Hardwarehersteller Microsoft so dermaßen in den Arsch kriechen, dass sie sich auf DirectX einlassen. Ich sage nicht, dass DirectX irgendwie extrinsisch schlecht ist, aber es ist intrinsisch schlecht weil nicht Portabel. Als Spielehersteller will ich mich doch nicht Abhängig machen von der Grafikbibliothek eines bestimmten Unternehmens, und schon garnicht von dessen Betriebssystem, an dem dieses Unternehmen wild rumbasteln kann ohne mein Einverständnis. Gleichermaßen will ich das doch als Hardwarehersteller nicht. Im Grunde ist der einzige Sinn von 3D-Grafikkarten auf Heim-PCs, dass man mit ihnen Spiele spielen kann. Das heißt, die Spiele wollen im Wesentlichen an die Grafikkarte, die Grafikkarte will im Wesentlichen an die Spiele, Windows ist nur ein Kleber dazwischen, und die Schicht soll möglichst dünn sein. Wieso tun sich nicht die verschiedenen Spiele- und Grafikkartenhersteller zusammen und machen eine eigene Infrastruktur auf – ich meine, sie müssen doch eh Treiber schreiben, so viel mehr Aufwandt kann das doch nicht sein. Vor Allem das Ganze dann einigermaßen Portabel aufzubauen sollte doch gehen. Immerhin ist doch die Rechenleistung selber selten der Flaschenhals, sondern eher die Grafikleistung.
  • Ich verstehe nicht, wieso jemand Spiele auf Macs portieren will. Einen Mac kauft man sich nicht um Spiele zu spielen. Man kauft ihn sich um mit Mac OS X zu spielen.

Jedenfalls werde ich jetzt also weiterhin lieber versuchen, das Ganze unter Wine zum Laufen zu bringen. Ich glaube die Zeit ist sinnvoller investiert. Spielen kann ich eh vergessen im jetzigen Zustand.


Verbesserungsvorschläge für das MacBook

Fri, 16 Apr 2010 09:18:15 +0000

So. Ich denke ich benutze jetzt mein MacBook Pro 13“ lange genug um sagen zu können, was mich daran besonders nervt, und vor Allem, was fehlt und was man dringend verbessern sollte. Da ich inzwischen hauptsächlich Arch Linux verwende, geht es mir erstmal hauptsächlich um die Hardware.

Fangen wir mal an mit dem Sound: Ich frage mich, was die Leute dazu bewegt hat, keinen Microfoneingang mehr einzufügen. Sorry, das geht garnicht. Auch wenn das integrierte Micro benutzbar ist, ein kleiner Anschluss für ein Micro muss drin sein!

Dann dieser dämliche MiniDisplay-Port – ich weiß nicht wie oft ich schon meinen DVI-Adapter vergessen habe, aber alleine dass hier ein Item hinzugefügt wird, das man vergessen kann – undenkbar. Weg damit. Ein gescheiter DVI-Anschluss muss her! Am Besten voll Bestückt, dass man auch VGA dran anschließen kann. Wer einen MiniDisplay-Port will kann sich ja dafür einen Adapter besorgen.

Dann gibt es keine Möglichkeit, zu sagen, ob der Rechner an oder aus ist – es gibt genau ein Anzeigelicht, das gerade mal aufleuchtet wenn man den Rechner suspended. Ein kleines Lichtlein, das einem sagt, ob der Rechner grad läuft, wäre wohl nicht zu viel verlangt. Kann man zum Beispiel kombinieren mit einer Festplattenaktivitätsanzeige – noch kann ich die Festplatte hören, aber sobald ich eine SSD hätte, ginge das nicht mehr, und dann will ich eine Aktivitätsanzeige! Und ja, die braucht man auch unter Mac OS X bisweilen, das System ist mir auch hin und wieder mal gefrozen.

Das CD-Rom-Laufwerk sollte eine sinnvolle Taste für das Auswerfen der CDs haben, sodass man nicht auf die Gunst der Software warten muss. Und vielleicht wäre es ganz nett wenn es etwas weniger so klingt als hätte man seine CD gerade in einen Shredder getan, wenn man sie einlegt, aber das ist eher nebensächlich.

Und zum CD-Rom-Laufwerk ist noch zu sagen: Das Loch für die Kensington-Schlösser ist viel zu nah dran. Da kommen sich die meisten Schlösser mit eingelegten CDs in die Quere. Das sollte weiter weg davon sein.

Die USB-Schnittstellen sind … wenig …  und vor Allem liegen sie viel zu nah beieinander, viele USB-Hardware ist sperrig, sodass man teilweise garnicht mehr beide Slots verwenden kann.

Und dann ist es freilich seltsam, dass es zwar einen SD-Card-Slot gibt, aber keinen Expresscard-Slot. Ich sage mal, wer SD-Karten besitzt, wird sich wohl schlimmstenfalls einen Card-Reader um 10 Euro kaufen können. Ein ExpressCard-Slot hingegen ist etwas, was man nicht so einfach durch USB-Hardware ersetzen kann, und kann doch ziemlich nützlich sein.

Ach ja, und dann noch … der Apfel am Display. Leute, macht doch bitte irgendwas rein, dass der Sonnenlicht nicht zum Display durchscheinen lässt. Wenn ich Arbeite und grad die Sonne durch mein Fenster scheint, will ich kein Apfellogo auf meinem Screen.

So. All die Sachen die ich jetzt sagte, fielen mir in der Praxis™ auf. Microanschluss musste ich durch USB-Soundkarte supplementieren, MiniDisplay-Adapter hab ich mehrfach vergessen, Festplattenaktivitätsanzeige sowie Anzeige ob der Rechner an ist habe ich mehrfach vermisst. USB-Geräte kamen sich bereits in die Quere, und dank des Fehlens eines ExpressCard-Slots kann ich bis jetzt kein gescheites UMTS-Modem benutzen. Und das Apfellogo auf dem Schirm ist auch schon dagewesen.

Naja, jetzt kommen ja erstmal neue MacBooks raus … ich bin ja gespannt, ob die dahingehend verbessert wurden. Ich hab mir grad die Spezifikationen angesehen, und sehe nicht wirklich einen Unterschied zu den alten. Aber mei.

Update: Was ich noch vergessen hatte. Ganz wichtig: Eine rechte Strg-Taste, PU/PD, Pos1, End, und die Fn-Tasten sollten extra sein, und von den Funktionstasten getrennt sein, das nervt nämlich. Als Linux-User will man auch Pause (SysResc) – aber ok, da seh ich grad noch ein dass das nicht die Hauptzielgruppe ist.


Package Managers

Sun, 14 Feb 2010 18:43:43 +0000

A myth about Linux which hardly goes away is that the installation of software is much harder than under commercial operating systems. Of course, the installation of a Linux-System itself is a hard nut to crack. Firstly, you have to chose your distribution – which can become one of the hardest tasks about the linux installation at all. Then, after choosing one distribution, making it run and support all the hardware you have is a complicated (and sometimes – expecially for new or extremely cheap hardware – even impossible) task. But installing actual software is usually no big deal. Every distribution has its package manager with a lot of packages, and mostly it either takes one short shell command or a few klicks in a friendly GUI to install the software you want.

Its just that … most people changing from a commercial desktop-os to a linux distribution expect that they have to download the software they want from somewhere. And they expect the software to take care of its own updates. And they are trying to do the same under Linux, and – since compiling and installing software by hand is really complicated for a newbie – they fail.

On the other hand, the package management systems are very convenient for both users and developers, and many commercial software is already distributed in package form, and some vendors (like Sun) even maintain package-repositories for dpkg and rpm for some of their Linux-Software.

Meanwhile, the installation process under Mac OS X is complicated and chaotic. You (mostly) have a dmg-Image, which (mostly) contains anything you need to install – sort of. Sometimes you just have to copy one app-file somewhere else where you can run it, sometimes you have to open (and run) a pkg-file and go through dialogs, sometimes you have to open the app to download the rest of the software, sometimes the app installs itself and then runs as the ordinary app, etc. Sometimes, you get a zipped pkg-file. Sometimes, you get a zipped dmg-image. Sometimes, you get a sitx-archive. Sometimes its enough to just delete the app-file to uninstall it, sometimes there are special uninstallers which you have to find and run, sometimes you have to manually delete directories.

I could tell similar stories about Windows, but at least under Windows, most software either comes with an installer that registers itself so Windows can find the uninstaller, or installs an uninstaller somewhere in its menu-folder, or doesnt need to be installed at all and can just be run directly.

Well, the situation is definitely not better, if not even worse than under most Linux-Distributions. But nevermind, at least both Windows and Mac OS X have some central registry for installed software to register. And both do have an integrated update mechanism for themselves. I wonder why then every software searches for updates itself. Why doesnt Microsoft or Apple just define a default protocol for upgrade searching, and provide a central update-search mechanism for all the installed programs?

Like – just downloading an RSS-Feed and passing it to some defined procedure or so?

Well, Windows seems to have an integrated package management for its components, at least there is some „pkgmgr.exe“ – but I dont actually know whether its just for Windows-Components or can be used for other software as well. In the latter case, I dont understand why so many software packages (Firefox, Adobe Reader and Flashplugin, Java RE, Apple BootCamp, etc.) have their own update scanners instead of using this one.

And many of the installers and update scanners are either not working properly, or getting on my nerves trying to remind me that the software they are upgrading is installed. And some of them are just linking to upgraded versions which install themselves, etc. – I think thats really annoying.

But well, also the existing package managers on Linux, Solaris, FreeBSD, etc., lack of some features I always waited to see. One thing we could learn from Windows and the app-Files from Mac OS X is to put anything you need into one directory, localized nearby the application itself, and thus not producing that much problems with colliding dependencies between versions (and architectures) of software. Having some sort of copy-on-write-hardlink for this would also make it possible to install one library into many directories without significant loss of space.

And – something I also dont like – often you have postinst and postrm scripts which are running binaries. There is nothing wrong with this, but on the other hand, these scripts tend to do a lot of complicated stuff, and if they fail, the package management itself cannot really undo what they have done, and their postrm-scripts get confused. Its nothing bad to have postinst and postrm scripts (in fact, in some cases it is necessary), but a good package system should provide a lot of additional possibilities for dependent configuration settings, etc., to make this unnecessary for as many cases as possible.

Well, package management is a complicated thing, and a solution for it always has to balance between not having a dependency handler at all and having a turing complete solution which gets easily confused or ist likely to be unusable. The main difficulty is – as far as I saw so far – to make the packaged software integrate itself in the package management. Is this really such a hard task for commercial software on a commercial OS?


Randomly Found Software: Advanced Copy

Sat, 30 Jan 2010 18:39:02 +0000

A nice little enhancemend to GNU cp is Advanced Copy (via). It adds Progress-Bars and some information of which file is currently copied where, and how long it will (presumably) take until the copying is finished.

Well, there is not much more to say about it. Its a patch to coreutils. And it compiles (and seems to work) under Mac OS X Snow Leopard. It is one of these little enhancements that a system needs to get more user-friendly. And I am glad that such enhancements are also written for cli-applications, not only for gui-stuff.


Randomly Found Software: xdotool / Moving X11-Windows from the shell

Sun, 24 Jan 2010 13:37:33 +0000

In my oppinnion, there is one main problem with Linux, namely X11. X11 may be very flexible, but the flexibility it provides is almost never needed. In fact, it could be more flexible in some cases where it isnt (for example suspending and reattatching sessions doesnt really work easy), and in many cases, X11-Applications do only work under X.org-Implementations – that is, there seems not to be any nonstandard-implementation of X11 that is really usable (at least I dont know of any, even solaris uses X.org meanwhile iirc).

Well, under Linux, there are some netbooks which work with the Framebuffer. In general, commercial products seem to use X11 when needed, but bypass it. And Mac OS X doesnt use X11 at all – it has an X-Server, but only for compatibility reasons. And this X-Server has a Window Manager which isnt compatible with a lot of applications for window movement. Which lead me to the question whether it was possible to programmatically move X11-Windows from the outside of an application. And well, there is one.

Namely I found the command line tool xdotool.

Since I have absolutely no time to write about every functionality of this software at the moment (still a lot of work to do, and it keeps getting more) – well, its easy to compile and install under Mac OS X – though it has a few dependencies, which can be installed through MacPorts – so I’ll leave it to the interested reader to do experiments with it.

Under Mac OS X you will notice that it complains the lack of the XTEST-Extension. Here is where I found the solution to this:

defaults write org.x.X11 enable_test_extensions -boolean true

Do this in the commandline and restart your X-Server. Then it works under Mac OS X – at least for me.


Mac OS X – meine Versuche die Philosophie zu verstehen

Wed, 13 Jan 2010 06:54:59 +0000

Ich bin für wahr kein besonderer Freund von Mac OS X. Allerdings gibt es so viele Leute die auf Mac OS X schwören. Nun, es gibt auch Windows Fanboys, und generell für so ziemlich jedes Betriebssystem ziemlich solidarische Befürworter, und jeder dieser Befürworter findet etwas gut an seinem Betriebssystem.

Wie in der Politik findet man die Vorteile einer Sache am Besten bei deren Befürwortern, die Nachteile bei deren Gegnern. Vor Allem aber hat jedes Betriebssystem eine Philosophie. Die Philosophie von Linux ist zum Beispiel dessen Freiheit – alle Vorteile von Linux, die sich ergeben, ergeben sich letztendlich nur aus dessen Freiheit. Es gibt jede Menge Kritikpunkte gegenüber Linux, denn es gibt jede Menge Nachteile die aus dieser Freiheit resultieren, zum Beispiel, dass das ganze System ziemlich inhomogen ist, dass man außerhalb von fertigen Distributionen kaum mehr eine Chance hat sich ein Linux-System zusammenzubauen. Aber eben auch den Vorteil, dass es kaum einen Einsatzzweck gibt, zu dem es nicht eingesetzt werden kann.

Nun, was ist die Philosophie von Mac OS X? Qualitativ hochwertige Software, in der sogar die Icons pixelgenau stimmen? Ich zweifle an. Die Qualität wird zwar ständig bemängelt, wenn es um Nicht-Mac-Software geht, aber realistisch betrachtet ist „Qualität“ wiederum ein Begriff der vom Betrachter abhängt, und so kommt es, dass ich zum Beispiel einige Dinge die Mac OS X macht ziemlich minderwertig finde.

Wie auch schon in Linux-Communities scheint es in OS-X-Communities viele Neulinge zu geben, die sich einfach nur von Windows separieren wollen. Dass Windows schlecht ist hört man von vielen Leuten, vor Allem von Usern, es wird zu einer Überzeugung, die Leute offenbar dazu antreibt, von diesem Betriebssystem wegzuwechseln. Die Kritikpunkte an Windows sind aber genauso Diffus wie ich sie schon von Linux-Neulingen kenne. Windows sei zum Beispiel Instabil und Unsicher – nun, die meisten Schadprogramme werden sich wohl auf Windows am wohlsten fühlen weil es das am weitesten verbreitete System ist, genaugenommen macht das Windows aber eher zu einem sehr stabilen System, da sehr viele Sicherheitslücken erkannt und geschlossen werden. Um ganz ehrlich zu sein: Ich finde Windows eigentlich inzwischen ziemlich stabil. Und die Benutzerfreundlichkeit – nunja, Benutzerfreundlichkeit ist auch wieder so eine Sache, die ich persönlich gespalten sehe. Die Benutzerfreundlichkeit einiger Systeme geht inzwischen so weit dass man technisch einfache Dinge überhaupt nicht mehr hinbekommt, weil sie so stark vom Nutzer wegabstrahiert werden, andererseits diese Dinge eben doch manchmal haben will. Wie dem auch sei.

Ein blinder Separatismus treibt offenbar also viele neue Leute in die alternativen Communities von Mac OS X und Linux. Und sicherlich bleiben da mehr Leute hängen, die sich für einen Mac entscheiden, da im Gegensatz zu Linux ein Mac ziemlich teuer ist. Aber das würde sich zu schnell herumsprechen als dass das der Grund sein könnte.

Was unterscheidet die Mac-User von den anderen Usern? Nun, sie haben meistens scheinbar mehr Geld, zumindest sitzt der Euro lockerer wenn es darum geht Software zu kaufen. Und sie sind bereit, erheblich mehr Geld für mehr oder minder gleichwertige Hardware auszugeben. Sie scheinen auch auf Design zu achten. Und verzeihen ihrem Betriebssystem die vielen Kleinigkeiten die es nicht kann. Das war auch meine Auffassung. Und diese Auffassung ist wohl durchaus berechtigt. Allerdings – wie ich schon sagte – mir geht es nicht ums Bashing, ich will es verstehen.

Ich will zum Beispiel verstehen warum Leute Geld für iWork ausgeben statt OpenOffice zu benutzen, warum Leute sich lieber ein Grafikprogramm kaufen als das für mich gleichwertige GIMP zu benutzen, oder warum jemand fünfzig Euro für einen Editor ausgeben sollte, anstatt Aquamacs oder macVim zu benutzen. Und warum ist zum Beispiel Mac-Hardware so teuer, obwohl nicht unterstützte Betriebssysteme sie sogar schrotten können? Nun, all das ist für einen PC-Nutzer an sich nicht nachvollziehbar.

Ich glaube aber, inzwischen habe ich es verstanden. Apple hat es geschafft, sich eine Diktatur der nach Perfektion strebenden Qualität aufzubauen, und seine User eine Doktrin zu lehren. Eine Doktrin, die sie dazu bringt, sich lieber damit zufrieden zu geben, Geld für etwas zu bezahlen was anderswo kostenlos ist, nur weil es näher an der Perfektion des Gesamtsystems ist, die ihn sogar dazu bringt, auf irgendetwas gänzlich zu verzichten, wenn es sich nicht in die bereits bestehende Perfektion einfügen lässt.

Und OpenOffice fügt sich nicht so gut in die Mac-Oberfläche ein, genausowenig GIMP. Aquamacs kann man relativ gut einfügen wenn man sich anstrengt, aber ein nativer Editor passt eben besser zu dieser Perfektion. Und dass man fremde Betriebssysteme nur schwer auf dem Mac zum Laufen bekommt – nun, man kann jedes Betriebssystem in einer virtuellen Maschine zum Laufen bringen. Nativ sollte man aber in erster Linie das System laufen lassen, das dafür perfektioniert ist, Mac OS X – selbst BootCamp ist letztlich doch nur deshalb vorhanden, weil es Leute gibt, die auch mal Spiele spielen wollen. Wäre das sinnvoll in einer virtuellen Maschine möglich, die Leute würden es längst tun.

Und so kommt es auch, dass bestimmte Gadgets wie Scanner und Drucker nicht besonders gut von Mac OS X unterstützt werden – all diese Hardware stellt auch Apple her, und da fügen sie sich in die Perfektion des Gesamtsystems ein.

Nun, ich glaube, soweit habe ich das jetzt verstanden. Mac-User suchen nach einer Form von Perfektion, in der alle Komponenten sinnvoll zusammenarbeiten. Letztendlich tue ich das natürlich auch. Aber ich sehe den Weg den Apple geht kritisch. Ich bin durchaus auch der Meinung, es sollte mal eine Linux-Distribution geben, die sich auf die sehr gute Unterstützung sehr weniger Mobilrechner beschränkt und eher diktatorisch organisiert ist, anstatt viel Hardware ein bisschen zu unterstützen und die Paketierung weitestgehend liberal zu halten. Andererseits ist für mich ein hochanpassbares System, zu dem mindestens Quelloffenheit gehört, ein Minimum an Qualität. Eine diktatorisch erzeugte Linux-Distribution wäre immernoch Frei in dem Sinne, dass niemand gezwungen würde, diese zu benutzen oder für diese zu programmieren, sondern sich freiwillig einer Diktatur unterordnet, um ein gutes System zu produzieren. Es kann ja eine demokratisch regelmäßig gewählter Diktator herrschen.


Randomly Found Software: Screen Recycler / Moving Windows over the top-border of the Screen under Mac OS X

Sun, 03 Jan 2010 08:19:50 +0000

Finally, one of the most important problems I had with Mac OS X is about to be solved: Moving Windows over the top of the screen. This may sound like a stupid feature nobody uses – but I think this is mainly due to the fact that most users of other OS’s dont even know that this is possible because they basically use window-moving with the mouse dragging the titlebar.

Under Linux, many Window-Managers support moving of windows when pressing the Alt-Key and dragging a window with the mouse at an arbitrary place – which gives you the possibility to move windows over the top of the screen.

Well, its not surprising that a flexible user-friendly system like Linux offers you the best of everything, but even under Windows, you can move Windows by your Keyboard without additional software, and you can move it over the top-border of the screen – at least as long as the program doesnt use any special framework, but this is usually only done by games or adware (and of course, if an application doesnt want to be dragged out the screen, the system wont force it by default). With Ctrl+Space you can open the WM’s context menu.

And well, under Mac OS X, its not. As far as I know it violates their interface guidelines. But I actually dont see, why. To me it is ok that you have the guideline not to be able to drag a window out of the screen completely – but even under mac os x, you can drag it out of any border of the screen – except for the top. Having a possibility to drag windows with the mouse on the other edges of the window, I wouldnt see any problem with dragging it over the top of the screen, because you can drag it back again, but of course, per default, the windows can only be dragged using the titlebar. The default window management of mac os x feels – to me – like a slightly modified TWM.

And it seems that I am not the only person who thinks this way, thus, there are a lot of (expensive) applications trying to provide a better window management. However, all of them I know have problems with X11-Applications, and all of them are unable to drag windows over the top of the screen. But well, for me this is really an important issue – I always used this feature under Linux and even under Windows, and there were a few times when I wished I had it under Mac OS X, too.

The first time when I realized I was missing it was when using a Software I developed myself at that time. I had a lot of core-things to do, especially because I just had to port anything to mac os x, and well, I would have modified the UI in a way that the window can be resized soon, but as every programmer will know, UI-Programming is boring and takes a long time, and is something you like to postpone when there are important bugs to fix. Well, I couldnt do this. Mac OS X didnt let me.

Then I had a few problems with GIMP – but meanwhile I switched to FVWM for X11-Applications.

And then there is sometimes strange behaviour when switching from a big screen to a smaller screen, when some windows are too big and have to be resized, I simply cannot resize them the way I want because I cannot reach the bottom-edge of them. The only way is to first maximize them and then resize them again. And well, there can always be bugs. I simply dont want to belong to the kind of person who throws a piece of software away just because it sometimes places its windows at a wrong place.

Well now, I was told about a software called Screen Recycler. It offers you a virtual second VNC-Screen. And well, that was the solution to this problem. Adding a virtual second screen, placing it over the main screen, starting a vnc-client – and voila, I can drag windows into that second virtual screen. Unfortunately, neither WindowWrangler nor Mercury Mover seem to support this – they cant move the window into the other screen, I have to use the mouse. Also, to get the window back, I have to look at the vnc-client to find the titlebar. But who cares. Its better than it was before.

With the trial-version, Screen Recycler will stop working after 20 minutes connection time, and you will have to reconnect. But I dont care about that.

Well, lets summarize what you need to get a proper window-management under Mac OS X.

If you want to drag windows with your keyboard, you can use WindowWrangler, but it lacks of a lot of features. So you may want to use Mercury Mover. It costs you 20$. Then, if you want the (MS-Windows-Default) behaviour of maximizing windows when you reach the top of the screen, you will need Cinch for 7$. Then you want to have some sort of taskbar – Fantasktik is the only one I have found – 15$. And then to be able to drag windows over the top of the screen, you need Screen Recycler, as mentioned. It costs 30$. So you will have to pay 72$ for a reasonable window-management – additionally to the money you payed for your Mac, and not supporting all applications, and of course, only hacked together.

A current Windows-7-License costs you 200$. OEM-Licenses are even cheaper, costing only 100$. And of course, Linux doesnt cost anything at all. It has all these features integrated by default. It has a dock-like taskbar. There is almost no Software with a Mac OS X version but without a Windows-version. You can have your Unix-Tools through Cygwin, most of the free software runs under Windows. You can run older software, too. Of course, the Dock-Like Taskbar from Windows 7 is a mixture of KDE’s Window-Grouping-Feature and Mac OS X’s Dock, i.e. „stolen“ somehow – that is, Windows took a good feature of Mac OS X and other UIs into their System, while Mac OS X only does its own stuff instead of learning from other UI-Designs.

So I wonder what is the point to the UI of Mac OS X which is said to be „superior“ to others. When talking to Mac-Fanboys, this seems to be a main argument pro-Mac. To me, Mac OS X is an interesting operating system – as well as open solaris, movitz or plan9 is – but nothing more. I am currently working with it, but this is likely to change as soon as I find time to set up my MacBook again (because I have to use some Windows-Software which I currently run under Boot Camp Windows and VirtualBox). I really dont see why it is said to be „user friendly“. Of course, Linux is for people who want a fully customizable OS, and therefore asks you to configure it before actually using it, which is often considered complicated, but I dont see the difference to Windows – why is the UI so much better than the Windows-UI? You cant even change the Look&Feel. Under Windows you will get a lot of freeware which is rather „low quality“, but at least its free. But for commercial software, I dont see any difference in Quality – in many cases, its basically the same software. So, also the „Quality“ of Software is not the point.

Please dont misunderstand me – the operating system itself is not bad. To me it is important to distinguish between the OS and the UI. For example, I dont like the actual Windows-OS – i.e. the NT Kernel, etc. – to me it doesnt look modular. Seems like there are special cases for vitally anything, like accessing Block-Devices, accessing Screens, accessing other sorts of devices, shared memory and IPC-Stuff, etc., while under Mac OS X, you have character devices and block devices in your /dev-Path which you can access as if they were files. It seems more modular to me. But the Windows-UI is – in my oppinnion – superior to the Mac OS UI. And Linux combines both benefits. Unfortunately it is not recommended to install Linux on modern MacBooks (even though I didnt have any problems with it).