Flying Uxul and Sunset

Mon, 24 May 2010 01:00:44 +0000

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Blogpause / Blogging Pause

Thu, 17 Dec 2009 03:59:50 +0000

Deutsch (English Text Below):

Nachdem ich momentan ziemlich viel zu tun habe, und schon in den letzten Wochen nur noch sehr sporadisch gebloggt habe, rufe ich hier jetzt einfach mal eine einwöchige Blogpause aus, und meld mich dann wohl kurz nach oder während Weihnachten wieder. Diese betrifft allerdings nur mich, auch wenn ich bezweifle dass sonst jemand hier was bloggen wird in dieser Zeit. Leider auch keine Weekly Game Music diesmal, sorry. Schöne Weihnachten und Ferien allerseits. Bis dann.

English:

Since I have a lot of work to do at the moment, which was the reason for only making few posts the last weeks, I am announcing a blogging pause which will end presumably during or after christmas. This pause affects only me, even though I doubt that the others will post anything here during it. Also, this time there will not be a Weekly Game Music, sorry. Merry Christmas to all of you. CU.


The Lolcat Bible

Mon, 26 Oct 2009 20:48:01 +0000

Lolcats sind inzwischen ein ziemlich altes Mem – zumindest in Maßstäben der modernen Netzkultur gemessen. Kaum eines der modernen Lolcat-Bilder finde ich persönlich noch witzig. Dennoch sind Lolcats wohl eines der wichtigsten und bekanntesten Internet-Phänomene.

Nun ist es so, dass es im Internet, trotz der Vorurteile, man würde dort nichts tiefgründiges finden, immer wieder auf religiöse Diskussionen stößt. Diese sind meistens auf eher niedrigem sprachlichen Niveau, dafür aber häufig ziemlich direkt, und teils auch nicht unbedingt nur oberflächlich. Netzhumor ist allerdings bisweilen ziemlich schwer zu verstehen.

Ähnlich wird es wohl manch einem mit dem Lolcat Bible Project gehen. Das Projekt will die gesamte Bibel in Lolspeak übersetzen. Gott wird hierbei Ceiling Cat genannt, der Teufel ist Basement Cat, Jesus ist Happy Cat.

Vermutlich kam dem Initiator die Idee durch diverse Ceiling Cat Bilder.

Nun ist dies aus distanzierter sicht freilich humoristisch, aus christlicher Sicht könnte man dagegen freilich aufbringen, es sei Gotteslästerung. Nun, ich bin hier anderer Ansicht. Aus mehreren Gründen.

Zum Einen handelt es sich hierbei um eine Übersetzung der Bibel in eine andere Sprache. Ich habe auch schon Übersetzungen der Zehn Gebote auf Fränkisch gesehen, und angeblich gibt es eine Bibelübersetzung auf Klingonisch. Dies ist eine Bibelübersetzung in lolspeak, und ich finde, sie liest sich ganz gut. Nun, anstatt Gott wird Ceiling Cat genutzt, aber ich muss ehrlich sagen, mir ist das auch lieber.

Es scheint sich hier um ein Community-Projekt zu handeln – was wohl im christlichen Sinne ist. Viele Menschen tun zusammen etwas. Und – sie beschäftigen sich mit der Bibel. Vielleicht nur oberflächlich, aber sie tun es. Die, die dabei nichts tieferes erkennen, werden dies auch nicht, wenn sie sich anderweitig mit der Bibel beschäftigen – wenn überhaupt kann es also nur positive Auswirkungen haben.

Außerdem bin ich fest überzeugt: Gott hat Humor. Auch über sich selbst. Selbstironie ist eine sehr positive menschliche Eigenschaft, und ich glaube, dass Gott diese ebenfalls hat. Gott hat uns Humor gegeben, warum sollten wir ihn dann nicht anwenden.

Nun, ich kann nur jedem empfehlen, sich die Lolcat Bible mal anzusehen. Die die die Bibel schon kennen werden dadurch mit der Netzkultur verbunden, die die die Netzkultur kennen mit der Bibel, und die die garnichts kennen mit Beidem.

Und somit schließe ich ab mit einem Zitat:

„He letz me sit at teh taebl evn when peepl who duzint liek me iz watchn. He givz me a flea baff an so much gooshy fud it runz out of mai bowl LOL.“


monitor is [xga]

Sun, 11 Oct 2009 16:40:12 +0000

This is why I love Plan9:

monitor is [xga]Yeah, I really love it:

Yeah!

plan9tan


Frustblogging #9: SourceForge, VNC, Binäre Daten, Logik und Tastaturbelegungen

Sun, 13 Sep 2009 19:07:17 +0000

Tja, ich weiß im Moment garnicht, wo genau ich bei diesem ersten Frustblogging seit doch nun schon längerer Zeit anfangen soll. Zunächst mal hat SourceForge irgendwie bei anscheinend zufällig ausgewählten Projekten eine Umfrage zur Motivation von Open Source Programmierern gemacht. Da sind sie bei mir mit meinen seit zwei Jahren stillgelegten und nie fertig gewordenen SourceForge-Projekten natürlich genau an der richtigen Stelle gewesen.

Nun, mein Projekt war mal der Versuch, einen Ajax-X-Server zu schreiben. Entstand in der Zeit, als mein alter Laptop in Reparatur war, und ich nur einen Gemeinschaftsrechner hatte, wo ich froh war über alles, was es als Webinterface gibt, und mir dachte, möglicherweise wäre es sinnvoll, zu versuchen, einen Proxy zu schreiben, der X11 versteht und irgendwie per AJAX forwarded. Eine eigene Implementierung des X11-Protokolls habe ich allerdings schnell aufgegeben, es ist einfach viel zu groß. Mein zweiter Versuch (der auch mehr oder weniger gelang) war es, WeirdX zu benutzen, und das dort erzeugte Bild erstmal per autorefresh zu forwarden (ich habe damals noch hauptsächlich mit Java programmiert). Am Ende hab ich das Ganze dann sein lassen, ohne jemals etwas zu releasen, da ich zum Einen keine Zeit und Lust mehr hatte (und meinen Laptop wiederhatte), und es zum Anderen WeirdX und VNC-Applets gibt. Und so hätte ich dieses Projekt längst vergessen gehabt, wenn SourceForge’s Umfrage nicht zufällig dieses Projekt ausgerandomized hätte.

Nun arbeite ich momentan an einer für mich etwas größeren Sache an der Uni, doch wie das manchmal so ist, kam ich gestern nicht wirklich weiter und dachte mir, heute, zum Sonntag, erlaube ich mir – unter schlechtem Gewissen – einen Tag Pause einzulegen und mich einem privaten Projekt zu widmen. Da ich vor kurzem mit VNC unter Mac OS experimentiert habe, und wieder an mein Ajax-Projekt erinnert wurde, und mich erinnern konnte, dass das VNC-Protokoll nicht so kompliziert ist, dachte ich mir, warum versuche ich nicht mal, an dem Projekt weiterzuschreiben.

Natürlich nutze ich inzwischen hauptsächlich Common Lisp, und so dachte ich mir, nachdem ich keine entsprechende Programmbibliothek fand, ich sollte erstmal eine abstrakte Programmbibliothek für VNC schreiben. Die meisten Bibliotheken die es gibt – übrigens auch in anderen Sprachen – kümmern sich selbst um das Öffnen von Netzwerkverbindungen und das Zeichnen, z.B. gtk-vnc, und sind damit abhängig von einer konkreten Umgebung. Das ist zum Einen unter Common Lisp relativ schlecht, da die Basis-Bibliotheken sich immer wieder mal ändern (oder man sie einfach nicht benutzen will), desweiteren ist es allgemein schlecht, da man zum Beispiel wenn die Bibliothek automatisch Netzwerkverbindungen öffnet, und man sich vielleicht selbst um den Datentransport kümmern will, beispielsweise Socks-Unterstützung will oder Ähnliches, dann pech hat, oder wenn man besondere Ansprüche an die Grafik-Ausgabe hat, etc., und es ist schlichtweg in Common Lisp möglich, Bibliotheken unabhängig von solchen Dingen zu schreiben. Außerdem ist ein komplettes Ajax-Interface wohl doch etwas längeres als eine Bibliothek, mit der ich heute vielleicht hätte fertig werden können.

Also ran an den Speck, ein paar VNC-Spezifikationen durchgelesen, und angefangen, zu Programmieren. Aber wie so viele Protokolle die auf Leistung optimiert sind, ist auch VNC ein Protokoll, dass ehr viel mit binärdaten Arbeitet. Man sollte unter Anderem big- und little-endian-encodings verstehen, etc. Alles natürlich keine Unmöglichkeit mit Common Lisp, aber natürlich nicht gerade dessen Spezialität. Zuerst hantierte ich also selbst mit den binärdaten herum, doch freilich ist diese Art des Herumhantierens sehr anfällig für Bugs, außerdem, warum das Rad neu erfinden, und so empfahl man mir die Bibliothek binary-types, die jenes bereits leisten sollte. Wie üblich bei solch kleinen Projekten geht die sinnvolle Dokumentation gegen 0. Nunja, der Code ist recht übersichtlich, man hätte sicherlich herausfinden können, wie er funktioniert – wenn man Lust dazu hat. Die ich grad nicht hatte.

Also dachte ich mir, wieso nicht einfach mal C benutzen. Hatte ich unter Mac OS X bisher eh noch nicht gemacht, und sollte eigentlich einfach sein. Nun. Emacs angeschmissen. int main (void) geschrieben. Bumm. Ich hatte es nie gebraucht, deshalb nie eingerichtet: Die Alt-Taste war noch als Meta-Taste eingerichtet. Sonderzeichen, die Alt brauchen, gehen da natürlich nicht. Also die Konfigurationen durchwühlt, irgendwelche wilden Modifikationen an meiner .emacs-Datei gemacht, um wenigstens die Alt-Taste garnicht als Sondertaste zu benutzen, ESC funktioniert ja auch als Meta-Taste. Ging alles nicht. Tja. Alles für die Katz, es geht viel einfacher: Es gibt eine Option, sogar für deutsche Keybindings, im Optionsmenü. Hätt ich das mal zwei Stunden früher gewusst. Dann hätte ich vielleicht noch Lust zu Coden gehabt.

Jetzt hab ich erstmal keine mehr. Also hab ich mich zu diesem Blogpost hinreißen lassen. Vielleicht code ich ja doch noch. Im laufe des Abends locker vor mich hin. Ab Morgen muss ich dann wieder was für die Uni tun. Mei.


Taschenrechnersperren Jetzt!

Tue, 30 Jun 2009 00:14:14 +0000

Die moderne technische Entwicklung hat uns zweifelsohne weit gebracht. Sie hat viele Unternehmen reich gemacht, die in die Forschung investiert haben. Gerade deswegen ist das Patentwesen so wichtig – Entwicklungen kommen dem Zugute, der sie veranlasst oder bezahlt. Dank Urheber- und Patentrecht gehört die Vorstellung des armen Wissenschaftlers dem letzten Jahrhundert an.

Leider hält sich nicht jeder an diese Regeln, und so kommt es, dass Menschen es zulassen, dass patentgeschützte genmanipulierte Pflanzen auf ihrem Grund ohne Erlaubnis wachsen, oder dass es heutzutage immer weniger Kinobesuche gibt, da sich die Leute völlig selbstverständlich Datenträger kaufen können, auf denen sie Filme beliebig oft ansehen können – die Künstler können nicht darauf verzichten, ihre Produkte so zu verkaufen, da die Kunden jede Wertschätzung für ihre Arbeit verloren haben.

Ähnlich Wertschätzungsfrei geht man mit einem anderen Thema in unserer Gesellschaft um – den Taschenrechnern. Da werden Quadratwurzeln, Dreisätze, Logarithmen und Trigonometrie ohne Weiteres ständig von der Industrie, der Wissenschaft und selbst in Ämtern und Schulen genutzt, ohne jegliche Abgabe an deren Entwickler – die Mathematik. Seitdem die breite Masse allgemeinen Zugang zu Taschenrechnern hat sind die Verkaufszahlen für Tafelwerke quasi bei 0 – zum Schaden der vielen Mathematiker, die damit eine wichtige Einnahmequelle verlieren.

Das aufwendige handschriftliche Approximieren von Logarithmen, Nullstellen, Sinus- und Cosinuskombinationen sowie Exponentiationen zur numerischen Berechnung war Jahrhunderte lang eine sichere Einnahmequelle für Mathematiker, in der ansonsten sehr wankelmütigen, hart umkämpften Wirtschaftswelt der Mathematik. Sie brachte den Mathematikern den nötigen Halt für neue wissenschaftliche Erkenntnisse, von denen letztlich alle Menschen profitierten. Doch durch das Aufkommen von Taschenrechnern fehlt vielen jungen Menschen der Mut, Mathematik zu studieren, trotz der vielen Verbesserungen durch das Bachelorsystem und die Studiengebühren.

Hier muss die Politik endlich handeln! Alle anderen Wissenschaften und Wirtschaftszweige profitieren von Taschenrechnern, und damit von Forschungsergebnissen der Mathematik. Es kann nicht sein, dass dies ohne angemessene Entlohnung geschieht.

Mein Vorschlag wäre es zunächst, als Übergangslösung, ein kleiner Aufpreis, ca. 10%, als Abgabe für die Mathematik. Weitergehend könnte man sich überlegen, spezielle Software in die Taschenrechner einzubauen, um jeden Berechnungsvorgang zu loggen, um anschließend Geld dafür abzurechnen, ähnlich eines Kartensystems bei Handies. Ich halte einen cent pro Addition und Subtraktion, und zwei cent pro Multiplikation und Division für angebracht, bei den höheren Funktionen muss jeweils so viel gezahlt werden wie für eine entsprechend genaue Taylorentwicklung der verwendeten Funktion.

Ein weiterer Vorteil eines Handy-Ähnlichen Systems wäre, dass der Taschenrechner nicht ohne Netz funktioniert, und von außen gesperrt werden kann. Bei Nichtbezahlen oder Beschaffen der Berechnungen auf anderem Wege, zum Beispiel über das Internet, sollte eine temporäre Taschenrechnersperre ausgerufen werden können, bei dreifacher Missachtung möglicherweise auch eine dauerhafte, oder wenigstens längerfristige Sperre der betreffenden Person.

Nur so kann sichergestellt werden, dass Arbeit auch ihren entsprechenden Lohn bekommt.


„Banale Tatsachen“ – Ein dadaistisches Gedicht / A dadaistic poem

Tue, 09 Jun 2009 02:22:50 +0000

Ok, hier ein weiteres aus meiner alten Sammlung, das mir grade irgendwie gefällt. Titel: „Banale Tatsachen“

Banale Tatsachen

Ich bin ein Käfer
Käse ist gelb
Amseln sind schwarz

Rindfleisch ist rot
Glas ist glas
Der Controller ist nicht im Preis inbegriffen

Wasser ist nicht trocken
Die Aktion findet nur in teilnehmenden Restaurants statt und gilt nicht für vegetarische Gerichte
Käse ist Gelb
Rindfleisch
Käse